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Auf Papierfühlung mit den Lesern

Kühlungsborn Auf Papierfühlung mit den Lesern

Auf dem Mollibahnhof in Kühlungsborn feierte die OZ Bad Doberan gestern ihren 65-Jährigen

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Die Leiterin der OZ-Lokalredaktion Bad Doberan, Anja Levien, spricht hier mit Leserin Renate Waschow (r.) über einen Zeitungsartikel vom Februar 1979. Am Gespräch beteiligt sich auch Christiane Bennemann (l.). Brigitte Diederich hört aufmerksam zu. FOTOS (3): THOMAS HOPPE

Kühlungsborn. „Auf Tuchfühlung sein“, heißt es ja eigentlich, wenn man sich ganz nah kommt. In Sachen „65 Jahre OZ“ beschreibt „auf Papierfühlung“ das Geschehen am gestrigen Abend in Kühlungsborn jedoch viel besser. Denn zahlreiche Leser brachten zur Geburtstagsfeier auf dem Mollibahnhof alte Zeitungsausschnitte mit und kamen so untereinander und mit Redakteuren der OSTSEE- ZEITUNG ins Gespräch.

OZ-Bild

Auf dem Mollibahnhof in Kühlungsborn feierte die OZ Bad Doberan gestern ihren 65-Jährigen

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„Richtig schöne Geschichten“hatte Alexander Loew, Geschäftsführender Redakteur, von diesem Abend erwartet, wie er es in seinen Begrüßungsworten an die zahlreichen Geburtstagsgäste ausdrückte, und er wurde nicht enttäuscht.

So konnte die Leiterin der Bad Doberaner Lokalredaktion der OZ, Anja Levien, unter anderem ein Interview mit Renate Waschow führen, die einen Bericht der OSTSEE-ZEITUNG vom Februar 1979 mitgebracht hatte. Er schildert strenge Winterkälte, in der drei Tage lang die Lebensmittelversorgung nach Kühlungsborn unterbrochen worden war, bis ein Tross über die Steilküste kam. Nicht erwähnt worden war damals, dass immer wieder der Strom in Kühlungsborn ausgefallen war: „Ich kann mich gut daran erinnern, wie ich mit einer Nachbarin zusammen auf einem Campingkocher mit Brennpaste Grießbrei für unsere Kinder gekocht habe“. Jetzt werde sie diesen Beitrag ihrer damals gerade geborenen Tochter zum Geburtstag mitnehmen, sagte Renate Waschow noch.

„Das waren noch richtige Winter damals“, warf eine andere Leserin ein. Den Lacher des Abends erntete Heide Gratias. So war sie von Alexander Loew als „Abonnentin der ersten Stunde“ (Start war am 15.

August 1952) gewürdigt worden und sie wünschte sich prompt augenzwinkernd die alten Zeitungspreise. Großes Gelächter.

Anja Levien bat den langjährigen Leser und eifrigen Artikelsammler Reimer Nissen allen zu erzählen, was er mit 65 Jahren OZ verbinde. Der Kühlungsborner, der 42 Jahre Eisenbahner war und beim Molli gearbeitet hatte, lobte, dass man durch die OZ nach der Wende mehr erfahren habe, was mit der Kleinbahn werden solle – „mehr als man als Mitarbeiter erfuhr!“ Er schenkte Andreas Loew, der zuvor verraten hatte, dass er noch nie Molli gefahren sei, unter dem Beifall der Partygäste einen aktuellen Fahrplan. Loew nahm sich fest vor, diesen zu nutzen.

Leserin Ingrid Roeb erinnerte sich, wie sie in Korrespondenz mit der OZ im Jahr 1973 quasi dafür gesorgt hatte, dass Hohenfelde „Schönste Gemeinde“ wurde, obwohl ein Ortsteil noch keinen Trinkwasseranschluss hatte, wie sich die damalige Hohenfelderin erinnerte. Die OZ soll damals die Wahl damit begründet haben, „dass die Hohenfelder alles tun, um ihr Dorf noch schöner zu gestalten“.

Und bevor die Gäste bei Jubiläumsbratwurst, die OZ-Leser selbst kreiert haben, und weiteren spannenden Geschichten den Abend ausklingen ließen, wurde es noch kurz musikalisch: „Die OSTSEE- ZEITUNG hier im Norden ist für alle da. Die OSTSEE-ZEITUNG, Tagesblatt seit 65 Jahr. Die OSTSEE-ZEITUNG in MV nennt man sie auch OZ. Mit einer OSTSEE-ZEITUNG ist das Frühstück erst komplett“ – so lautet der Refrain des Geburtstags-Songs der OZ, den der Detershäger Rockmusiker und Kröpeliner Stadtvertreter Thomas Lehner komponiert und getextet hat.

Das dreistrophige Lied erklang gestern erstmals in Kühlungsborn – mitgesungen von fast allen Partygästen. Und die Radio-Version, eingespielt von der Gruppe „Five Men On The Rocks“, erlebte ihre „Welterstaufführung“ aus der Konserve – mit vorbeifahrendem Molli! „Der Molli gehört zu der Region, wie die OSTSEE-ZEITUNG dazugehört. Oft war der Molli auch in den Leserrückblicken auf die vergangenen 65 Jahre dabei. Deswegen fiel bei uns die ganz klare Entscheidung, hier zu feiern“, sagte Anja Levien.

Thomas Hoppe

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