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Aus Sicht der Jugend: Klassische Kunst neu interpretiert

Bad Doberan Aus Sicht der Jugend: Klassische Kunst neu interpretiert

In der Kunstmühle Schwaan malten Schüler des Friderico-Francisceum-Gymnasiums 23 Bilder / Schau im Rathaus bis zum 10. Oktober

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Gymnasiastin Vanessa Oretzki (li.) begutachtet mit Louisa von Heydebreck die Bilder ihres Kurses im Rathaus.

Quelle: Ann-Christin Schneider

Bad Doberan. Sie zeigen Küstenlandschaften, Wälder und Städte. Von impressionistisch, feingliedrig bis farbenfroh, modern sind die 23 Bilder gearbeitet, die seit gestern auf den Fluren des Rathauses in Bad Doberan ausgestellt sind. Es sind die Arbeiten der Elftklässler des Hauptfachkurses Kunst am Friderico-Francisceum-Gymnasium. Bis zum 10. Oktober sind ihre Werke dort zu sehen.

„Die Bilder sind im April in der Kunstmühle Schwaan begonnen und in der Schule fertiggestellt worden“, sagt Kunstlehrerin Andrea Krüger. Während der Exkursion in der Künstlerkolonie haben sie sich von den Malern inspirieren lassen und deren Motive in einen neuen Kontext gesetzt.

Die Ausflüge sind eine Tradition, der die 47-Jährige schon seit etwa zehn Jahren treu bleibt. „Es geht nicht darum, die Werke abzukupfern, sondern die eigene Perspektive einzubringen“, erklärt die Pädagogin. So steht auch die Ausstellung unter dem Motto „Aus Sicht der Jugend“.

Louisa von Heydebreck ist sichtlich stolz, dass ihr Werk öffentlich ausgestellt ist. „Es ist eine Bestätigung, dass ich doch ein wenig malen kann“, sagt die 16-Jährige. Die Schülerin hat Franz Bunkes „Herbststimmung“ neu inszeniert. Der von 1857 bis 1939 lebende Künstler hat die Kolonie in Schwaan mitgegründet.

Sein Bild zeigt herbstliche Bäume an einer Wiese und einem kleinen See. „Ich liebe den Herbst mit seinen Farben – dieses Gemälde hat mich sofort angesprochen“, erklärt Louisa. „Außerdem ist Wasser sehr schwer zu zeichnen, hier konnte ich mich daran versuchen.“

Sich an bestehenden Werken zu orientieren, sei keinesfalls einfacher, als eigene Motive zu entwickeln, betont Kunstlehrerin Andrea Krüger: „Die Farben müssen genau getroffen werden.“ Die Gymnasiasten haben mit Acrylfarbe auf ihren etwa Din-A2-großen Pappen gearbeitet. Bis zu zehn Stunden saßen die Jugendlichen an ihren Werken.

Das Mischen der Farben war auch für Vanessa Oretzki die größte Herausforderung. „Ich habe bislang nur Portraits gemalt. Landschaften waren etwas ganz Neues für mich“, sagt die 18-Jährige. Sie hat Franz Bunkes „Schwaan im Morgennebel“ persönlich umgesetzt, weil sie die verschwommene Stimmung so mag.

„Es sind wirklich gute Bilder entstanden“, resümiert Andrea Krüger. „Die Schüler können auf ihre Werke stolz sein.“ Vier von ihnen sind sogar von der Kunstmühle und dessen Besuchern ausgezeichnet und mit kleinen Preisen prämiert worden.

Ann-Christin Schneider

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