Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Auszeichnung für kleine Forscher

Hanstorf Auszeichnung für kleine Forscher

Die Kita in Hansdorf ist ein „Haus der kleinen Forscher“ / Kinder experimentieren mit Wasser

Voriger Artikel
Auszeichnung für kleine Forscher
Nächster Artikel
Bäderbahn setzt Ödland in Brand

Greta (6, l.) und Lina (5) bringen zusammen mit Erzieherin Maria Steller den Vulkan aus Knete zum Ausbruch.

Quelle: Fotos: Anja Levien

Hanstorf. Was schwimmt auf dem Wasser, was geht unter. Wie kann man einen Vulkanausbruch nachahmen und wie die meisten Blubberblasen erzeugen? Die Jungen und Mädchen aus der Kindertagesstätte des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) „Grashüpfer“ im Satower Ortsteil Hanstorf wissen es jetzt. Die kleinen Forscher haben sich in der vergangenen Woche mit dem Thema Wasser beschäftigt und sind gestern zum zweiten Mal als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet worden. Das Schild wird bald die neue Fassade zieren.

 

OZ-Bild

Ich bin gerne eine Forscherin und forsche überall. Ein Taschentuch sinkt im Wasser, weil es aus Stoff ist.“Annika (6), Kita Hanstorf

Quelle:

„Alle Kinder haben ein großes Diplom verdient, weil ihr so toll geforscht habt“, sagt Kita-Leiterin Yvonne Schultz zu den Kindern, die zwischen einem und sechs Jahre alt sind und zeigt ihnen die Urkunde, die sie bekommen. Für den Bürgermeister Mathias Drese (SPD) und Simone Lundschien, die beim ASB für das Projekt „Haus der kleinen Forscher“ zuständig ist, haben die Kleinen ein Experiment vorbereitet. Im Garten haben sie einen Vulkan aus Knete aufgestellt. Greta und Lina schütten ein Gemisch aus Zitronen- und Backpulver, Spülmittel und Wasser mit rotem Farbstoff hinein. Angespanntes Warten bei den Kindern. „Gleich explodiert er“, ruft ein Junge in die Runde. Erzieherin Maria Steller muss nachhelfen, biegt den Rand des Vulkans nach außen. Und dann ist der rote Schaum zu sehen, der immer mehr wird. Die Kinder freuen sich, klatschen in die Hände.

Das „Haus der kleinen Forscher“ ist ein deutschlandweites Projekt der gleichnamigen Stiftung mit dem Ziel, naturwissenschaftliche und technische Bildung in Kitas zu fördern, erläutert Lundschien. Es bildet kostenlos Trainerinnen aus, die dann die Erzieher in den Kitas anleiten. Zudem stellt es Material zur Verfügung. „Uns geht es um die alltägliche Begegnung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Warum wird aus Sand und Wasser Matsch, warum kann ich einen Schneemann nicht mit in den Flur nehmen“, erzählt Lundschien. Um die Auszeichnung für die Kita zu bekommen, wurden zwei Erzieher in den vergangenen zwölf Monaten weitergebildet und ein Konzept für naturwissenschaftliche Bildung eingereicht. Mit Erfolg.

Annika ist gerne eine kleine Forscherin. „Ein Taschentuch sinkt im Wasser, weil es aus Stoff ist“, erzählt die Sechsjährige vom Experiment am Montag. Die Kinder hatten verschiedene Materialien ins Wasser gegeben, um zu schauen, was schwimmt und was nicht. Auch die Büroklammer sei gesunken. Lina (5) hat am besten das Experiment mit den Seifenblasen gefallen. Die wurden in einer großen Wanne mit Fitwasser produziert. Die Kinder mussten dafür mit dem Strohhalm hineinpusten. „Das Pusten haben wir vorher an Pusteblumen geübt“, sagt Yvonne Schultz. „Die Kinder sind sehr interessiert, haben Fragen gestellt und eigene Ideen gehabt“, zieht die Kita-Leiterin ein positives Fazit der Forscherwoche zum Thema Wasser. Damit ist das Forschen aber nicht vorbei. „Wir gehen immer wieder auf Forschertour“, sagt Schultz. Im eigenen Garten zum Beispiel. Wenn Schneckenzeit ist, veranstalten die Kinder Schneckenrennen, gucken was die Tiere fressen, wo die Augen sind. Simone Lundschien hat für die Kinder Blumensamen mitgebracht. „Vielleicht ein neues Forscherprojekt für euch. Wer weiß, was da wächst.“

Stiftung hat 230 Partner

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich seit 2006 für eine bessere Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Mit einem bundesweiten Fortbildungsprogramm unterstützt das „Haus der kleinen Forscher“ pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, den Entdeckergeist von Mädchen und Jungen zu fördern und sie qualifiziert beim Forschen zu begleiten. Über 230 lokale Netzwerkpartner arbeiten mit der Stiftung zusammen, einer davon ist der Arbeiter- Samariter-Bund, Regionalverband Warnow-Trebetal.

Anja Levien

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Grimmen

Wegen der Erhöhung der Kita-Gebühren ruft ein Grimmener auf, sich einer Volksinitiative anzuschließen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Bad Doberan
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.