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Autofahrer von Baustelle genervt

Rostock Autofahrer von Baustelle genervt

Am Mühlendamm in Rostock geht es nur noch einspurig voran / Im Berufsverkehr kommt es zu langen Staus

Rostock. . Rostock, 16 Uhr: Pünktlich zum Feierabend staut sich der Verkehr am Mühlendamm. Mehrere Hundert Meter lang ist die Schlange von Autos, die sich nur im Schritttempo fortbewegen. Grund ist eine Baustelle auf Höhe der Einmündung zur Neubrandenburger Straße. Auf einem Abschnitt von 70 Metern ist die Straße, die stadteinwärts führt, gesperrt.

Autofahrer, die in Richtung Innenstadt unterwegs sind, nutzen daher eine der beiden Spuren, die normalerweise für den Verkehr stadtauswärts vorgesehen sind.

„Morgens um kurz nach sechs Uhr ist dort kein hinderliches Verkehrsaufkommen. Anders sieht es am späten Nachmittag aus, wenn ich wieder Richtung Heimat fahre“, erklärt Pendler Björn Hagemann, der täglich zwischen seinem Wohnort in der Nähe des Wasserturms und seinem Arbeitsplatz östlich der Hansestadt unterwegs ist. „Der täglich quälende Versuch, die Baustelle zu durchqueren, dauert zwischen zehn und zwanzig Minuten“, sagt der Grafikdesigner. Hagemann bemüht sich, spätestens um 16.45 Uhr über den Mühlendamm zu fahren. „Ab 17 Uhr staut es sich bis vor die Kreuzung.“ Da viele nicht in der Lage seien, Kreuzungen freizulassen, bleibe jeder Zweite mitten auf der Kreuzung stehen, obwohl es nicht weitergeht. „Dadurch staut es sich auch auf dem Verbindungsweg.“

So wie Hagemann sind viele Rostocker von der Baustelle am Mühlendamm genervt. „Diese Verengung behindert den Verkehr“, sagt etwa Werner Simowitsch (Linke), Vorsitzender des Ortsbeirats Stadtmitte.

„Der Mühlendamm ist hoch frequentiert. Wir hoffen, dass sich die Situation schnell ändert, die Verkehrsbehinderung betrifft sehr viele Einwohner.“ Ähnlich sieht das der angrenzende Ortsbeirat Brinckmansdorf. „Das ist natürlich störend, wenn aus zwei Spuren eine wird und der Verkehr dadurch stockt“, sagt der Vorsitzende Karl Scheube (SPD). „Ich frage mich, was da so lange dauert – es geht meines Wissens nach nur um die Verlegung von Leitungen“, sagt er. „Ich denke, bald sollte die Sperrung aufgehoben werden.“

Nach Angaben vom Amt für Verkehrsanlagen handelt es sich bei den Arbeiten nicht um eine Baumaßnahme der Stadt. „Das ist eine Großbaustelle. Da werden Häuser gebaut, in dem Zusammenhang werden auch Leitungen verlegt und Straßen gesperrt“, sagt der Abteilungsleiter Straßenbau Stefan-Matthias Kersten.

Erschließungsträger der Baustelle am „Weißen Kreuz“ ist die Firma „ATO Invest“ aus Rerik. Das Unternehmen wolle bis 2018 insgesamt 64 Wohnungen in vier Gebäuden fertigstellen. „Aktuell werden die Leitungen für Gas, Strom, Telefon und Trink- sowie Schmutzwasser gelegt“, sagt Geschäftsführer Olaf Schulz. „Und das liegt nun einmal alles in der Straße und unter dem Gehweg.“ Außerdem werde eine Straßenanbindung für die neuen Wohnhäuser errichtet. Schulz kann nachvollziehen, wenn Autofahrer genervt sind. „Ich muss da auch jeden Tag durch“, sagt er. „Aber nur so können die neuen Wohnungen entstehen – der Bedarf ist enorm.“

Ende des Monats soll der Bauabschnitt fertiggestellt sein. Bis dahin muss sich auch Björn Hagemann mit der Zeitverzögerung abfinden. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. „Die einzige ,flüssige’

Alternative ist über die A20 zu fahren, um dann über die Abfahrt Südstadt in die Stadt zu gelangen“, sagt der 34-Jährige. „Zeitlich nimmt sich das kaum etwas, da sich die Strecke so von 19 auf 36 Kilometer fast verdoppeln würde.“ Gegen 18.30 Uhr sei der Stau meist wieder vorbei. „Ich bin einer der Glücklichen, die nicht im Berufsverkehr stecken. Morgens um kurz vor sechs ist es gut und abends dauert es nur wenige Minuten“, sagt Zahnarzt Christoph Eggebrecht, der täglich zwischen Stadtmitte und Tessin pendelt. „Selbst wenn es mal länger dauert, relaxe ich dabei.“

In Absprache mit der Stadt ist die Absperrung bis zum 28. November vorgesehen. „Danach heißt es wieder ,freie Fahrt’“, verspricht Olaf Schulz.

Katharina Ahlers

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