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Autos sollen nur noch ein Drittel des Verkehrs ausmachen

Rostock Autos sollen nur noch ein Drittel des Verkehrs ausmachen

Rostocker Amt stellt den Mobilitätsplan vor / Brücke soll über die Unterwarnow führen

Rostock. Die Infrastruktur der Hansestadt Rostock bewusst so zu verändern, dass viele Strecken größtenteils zu Fuß, auf dem Rad oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. – Das ist der Plan des Rostocker Amtes für Verkehrsanlagen.

Bei einem Forum wurde nun ein Szenario zum Mobilitätsplan für die nahe Zukunft vorgestellt. Konkret gesagt, soll der Autoverkehr bis auf 30 Prozent sinken. Bei der letzten Zählung lag er noch bei 36,4 Prozent.

Zwei Varianten wurden bereits erarbeitet. „Bei beiden würde die Innenstadt vom Verkehr deutlich entlastet werden. Auch der Kohlendioxid-Ausstoß würde um mehr als 20 Prozent sinken. Aber trotzdem hätten wir die Umweltziele nicht erreicht“, sagt Projektleiter Dirk Ohm. Deshalb werden die effektivsten Ideen aus beiden Varianten gefiltert und in einem neuen Gesamtszenario zusammengeführt.

Wegfallen würden demnach der maximale Ausbau einer Südtangente sowie eine Straßenbahntrasse zum Rostocker Überseehafen. Mehrere Frist-Stufen setzt sich das Projekt Mobilitätsplan Zukunft. So sollen bis zum Jahr 2021 der Warnemünder Bahnhof umgestaltet werden und zusätzliche „Park-and-Ride“-Flächen entstehen.

Für Straßenbahnausbauten in der Ortsteilen Schutow und Biestow sowie einer Querungsmöglichkeit im Stadthafen möchte sich die Stadt jedoch zehn Jahre Zeit lassen. Als langfristigste Maßnahme, bis zu deren Umsetzung noch 15 Jahre vergehen könnten, ist etwa eine Brücke über die Unterwarnow geplant. Dirk Ohm spricht von einem verbesserten Verkehrsfluss auf dem Tangentensystem. „Damit wird der Verkehr auf der Straße „Am Strande“ und in der Innenstadt reduziert. Gleichzeitig würden wir auch verbesserte Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer schaffen.“

Laut dieser Prognose liege der Anteil der Autos bei 31 Prozent. Um ein noch besseres Ergebnis zu erreichen, sollen die Überlegungen zum Bau einer Südtangente sowie zum kostenlosen Durchfahren des Warnow-Tunnels auf lange Sicht nicht verworfen werden.

„Viele Akteure sollen am gesamten Prozess beteiligt werden. Bisher haben wir schon viele neue Impulse gesammelt“, sagt Projektmanager Stefan Luft. Noch in diesem Jahr wird der Mobilitätsplan in den einzelnen Ortsbeiräten der Hansestadt diskutiert.

Mathias Otto

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