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Bald twei Boxen näben dei Kunsthall

Bald twei Boxen näben dei Kunsthall

Pinsel-Düker un Nagel-Uecker soll för dat Publikum unner ein Dack kommen

In ein Kellergewölb von’t Zisterzienserkloster, up dat noch dei Ruinen von dat Darguner Schloss stahn, hebben Buarbeiter einen „Schatz“ entdeckt. As sei ein taumuert Dör upbröken, fünnen sei, in Däuker wickelt un in Kisten un Kasten säker verpackt, ein Kunstsammlung. Tauierst wüsst keinein, wecker hier wat in’n tweiten Weltkrieg verstäkt harr.

Ranhalt Kunsthistoriker kregen bald Klauk in, denn in ein von dei Kisten leg dat Sammlungsregister un dormit stünn fast, dat hier grote Deile von Friedrich-Karl Dükers Wark inlagert worden sünd.

Friedrich-Karl Düker, ein Urenkel von denn’ Möller Düker, weckern Ehm Welk in sienen Roman „Die Heiden von Kummerow“ as ein’n gnittschäwschen Giezhals beschriwt, is dörch sien Pinselkunst, ähnlich as Günther Ueckers Nagelkunst berühmt worden. Hei hett in sien „Atelier an’n See“ dusende von Malerpinsel, lütte, grote, breide, schmale, wenn’t passig wier ok mal ’n Quast, up Holt orer Lienwand in Positur bröcht un dormit grotorrige „Gemälde“, Reliefs orer Skulpturen tausamen sett. So tau’n Bispill: „Wogendes Kornfeld bei Neukalen“, „Radschlagende Pfauen im Basedower Schlosspark“, „Blühende Tulpen im Pfarrgarten zu Verchen“ orer „Verwittertes Strohdach einer Scheune in Kummerow“. Bi ein von sien Skulpturen, „Irokese auf Kriegspfad“, wiest sick besonners, wo fiensinnig hei dat Figürliche mit sien Pinselkunst verbinnen künn: In denn’ höltern Irokesenkopp hett hei dor, wo süss dei Hoorkamm steiht, oewer tweihunnert Löcker bort, dei Pinselstäls, in dissen Fall brukte Pinsel, dor rinstäkt un so, in Gägensatz tau Uekers Nagels, ok noch Farw in sien Wark bröcht.

Düker hürte vör denn’ tweiten Weltkrieg tau dei bedüdensten dütschen Künstler. Ok in’t Utland wier hei hoch anseihn. Dei groten Galerien ründ üm denn’ Ierdball hebben sick üm Pinsel-Düker Utstellungen räten! In’e letzten Kriegsjohren würd hei noch intreckt un gellt sietdem, so ok sien Wark, as verschollen. Nu is sien Wark wedder dor, binah kumplett. Dei Kunsthistoriker hebben beschlaten, dat dat nu gründlich restauriert warden sall.

Oewer dat giwt ok all einen Plan, woans dat mit dei Düker-Sammlung wiedergahn künn. As dei Direkter von’e Kunsthall von denn’ „Sensationsfund“ hürte, hett hei gliek Verbinnung tau denn’ Förderverein Kloster- un Schlosskomplex Dargun upnahnmen: Wieldat dei Planungen för dei Uecker-Box näben dei Kunsthall je noch an’t Lopen sünd, künn hei disse duwwelt so grot bugen laten, dormit so möglicherwies dat Wark von Pinsel-Düker un Nagel-Uecker för dat Publikum unner ein Dack tau stahn kümmt. As ein Rundfunkreporter denn’ Rostocker Oberbörgermeister frög, wat hei dissen Plan, dei je ahn Mihrkosten nich tau realisieren wier, taustimmen würd, sall dei seggt hebben, dat hei sick nix Bädres denken künn. Un dei högeren Kosten kemen dörch denn’ groten nationalen un internationalen Besäukerstrom tau dei Düker-Uecker-Duwwelbox bestimmt wedder rin. Denn’ Börgermeister sall’n bi dit Interwiew dei Freudentranen blot so an’e Näs dallopen sin.

Wenn’t würklich so kümmt, warden dei Schweriner bi lütten woll gnatzig.

Man dei Direkter von’t Staatliche Museum Schwerin hett liekers signalisiert: Wenn dei Niebu näben wedder in Schuss is, künn hei sick dor gaut ein Duwwelutstellung vörstell’n.

OZ

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Dieses Foto mit Eisstrukturen am Kooser See – aufgenommen im Januar 2017 – schickte uns OZ-Leser Wolfgang Schielke. Eingefügt hat er ein Gedicht von Ernst Moritz Arndt (1769-1860). „Von mir ein stiller Gruß an den verehrten Namenspatron meiner früheren Universität“, schreibt Schielke, der von 1974 bis 1979 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald studiert hat.

Täglich erreichen die OZ-Redaktion weitere Leserbriefe zur Namensablegung der Uni Greifswald

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