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Blumenschau 2025: Rostock sagt „Ja“ zur Buga

Rostock Blumenschau 2025: Rostock sagt „Ja“ zur Buga

Rathaus soll bis Oktober konkretes Konzept für Stadthafen vorlegen

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„Der Stadthafen in der heutigen Form stört mich schon lange. Wir hätten uns schon viel früher Gedanken über ihn machen müssen.Frank Giesen CDU-Bürgerschaftsmitglied

Rostock. Ja, auch die Rostocker Bürgerschaft will aus der Hanse- wieder eine Blumenstadt machen: 14 Jahre nach der Internationalen Gartenbau-Ausstellung (Iga) in Schmarl soll die Stadtverwaltung nun offiziell Pläne für eine erneute Blumenschau erarbeiten – für die Bundesgartenschau (Buga) 2025. Das Stadtparlament gab am Abend mit breiter Mehrheit die entsprechenden Planungen in Auftrag. Bis zum Oktober soll das Rathaus nun konkrete Konzepte vorlegen. Ob die Buga dann auch wirklich nach Rostock kommt, ist damit aber noch nicht sicher: Stimmt die Bürgerschaft im Herbst den Ideen des Rathauses zu, muss sich die Stadt erst noch formal bewerben.

OZ-Bild

Rathaus soll bis Oktober konkretes Konzept für Stadthafen vorlegen

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Dem deutlichen „Ja“ war eine hitzige Debatte vorausgegangen: Denn als Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) vor wenigen Wochen erstmals von einer möglichen Buga-Bewerbung sprach, überraschte er damit die Politik komplett. Der OB will das „Rostocker Oval“ – den gesamten Bereich zwischen Fähranleger Gehlsdorf auf der Ost- und ehemaligen Neptun-Gelände auf der Westseite – zum Blühen bringen.

Ein paar Vorschläge hat die Verwaltung schon vorab durchblicken lassen: Im Zuge der Buga soll eine neue Klappbrücke für Fußgänger über den Fluss entstehen, die ehemalige Deponie an der Warnow saniert werden. Zudem schwebt den Stadtplanern eine Art „Deckel“ für die L 22 am Stadthafen vor. Direkt am Wasser soll ein Museumskomplex entstehen – möglicherweise mit dem Archäologischen Landesmuseum im Mittelpunkt.

Dennoch sind nicht alle Parteien von einer Buga-Bewerbung begeistert. Vor allem bei der SPD stößt der Methling-Vorschlag auf Kritik: „Als wir 2003 die Iga ausgerichtet haben, konnte wir eine Brache zu einem wunderschönen Park umgestalten. Das war nachhaltig. Wie das im Stadthafen funktionieren soll, bleibt mir ein Rätsel. Wollen wir da schwimmende Gärten haben?“, so Ingrid Bacher.

Anke Knitter, ebenfalls SPD-Abgeordnete, sieht das ganz genauso: „Die Iga war gut angelegtes Geld. Im Stadthafen sehe ich das anders. Die meisten Bundesgartenschauen enden außerdem mit einem Defizt.“

Methling hält dagegen: Ja, die Iga habe Rostock damals in die Schulden getrieben. Aber nur, weil „wir damals alle versagt haben“. Das werde bei einer Bewerbung um die Buga 2025 anders: Rund um den Stadthafen gäbe es so viele Projekte, die Rostock anpacken müsse – eine neue Querung der Warnow, marode Ufer-Bauwerke, die alte Deponie in Gehlsdorf, Lärm an der L 22. Auch im alten Osthafen soll sich etwas tun: Die Stadt führe bereits Gespräche mit den Unternehmen, die dort ihren Sitz haben. „Wir wollen dort mehr Grün, mehr Wohnen – statt Müll- und Flaschen-Recycling.“

Die Buga sei die Chance, all diese Probleme auf einmal zu lösen. „Wir haben bereits mit der Deutschen Gartenbaugesellschaft, dem Ausrichter der Buga, gesprochen. Noch nie hat es eine solche Schau in einem Stadtzentrum gegeben. Bebauung und Grün in Einklang zu bringen, sei aber eine tolle Herausforderung.“ Rückendeckung bekommt der Rathaus-Chef von der CDU: „Mich stört der Stadthafen. Wir hätten uns schon viel früher Gedanken machen müssen, damit der Hafen nicht nur ein Parkplatz bleibt“, sagt Frank Giesen. „Wir wollen dauerhaft mehr Grün für die Stadtmitte. Deshalb sind wir dafür, einen Plan für eine Buga-Bewerbung zu erarbeiten“, sagt Uwe Flachsmeyer (Grüne). Sybille Bachmann (Rostocker Bund) sprach sich ebenfalls für konkrete Planungen aus: „Dieses Mal müssen wir aber schon vorher die Nachnutzung der Gartenschau klären – damit die Stadt nicht wie bei der Iga wieder 23 Millionen Euro Verlust macht.“

Entscheidungen in Kürze

Wohnungen am Rosengarten: Die Bürgerschaft hat „grünes Licht“ für

den Bau von mehr als

100 Wohnungen am

Rosengarten gegeben.

Der Ortsbeirat Stadtmitte hatte zuvor gefordert,

die Planungen auf Eis

zu legen – bis klar ist,

ob das neue Landesmuseum dort Flächen

benötigt. „Erst muss

die Standort-Frage des

Museums geklärt sein“,

so Ortsbeiratschef Werner Simowitsch. Auf zwei

Baufeldern dürfen

Rostocker Wohnungsgenossenschaften

nun trotzdem bauen.

Dialog mit Muslimen:

Rostock wird weiterhin

mit dem Islamischen Bund in der Hansestadt kooperieren. Ein Antrag der AfD, diesen Dialog aufgrund möglicher radikaler Tendenzen einzustellen, wurde mit breiter Mehrheit

abgelehnt.

Andreas Meyer

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