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Chefs verpacken Pausenbrot für Schüler

Rostock Chefs verpacken Pausenbrot für Schüler

Stadtwerke, Wiro und Ostseesparkasse spenden für gesundes Frühstück an acht Schulen

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Frank Berg (Ospa), Ute Römer (Stadtwerke) und Ralf Zimlich (Wiro/vorn, v.l.) helfen Wolfgang Klunz und Uwe Lose (hinten, links) von der Rostocker Tafel beim Einladen der Lebensmittel.

Quelle: Foto: Thomas Niebuhr

Rostock. Es sollte ein Zeichen der Wertschätzung für die Ehrenamtler in fünf Vereinen sein, die Schüler regelmäßig mit einem gesunden Frühstück zu versorgen. Die Chefs von drei Unternehmen – Ute Römer (Stadtwerke), Ralf Zimlich (Wiro) und Frank Berg (Ostseesparkasse) – halfen gestern persönlich, einen Wagen der Rostocker Tafel mit Lebensmitteln zu beladen. Eher ein symbolischer Akt, aber die drei Unternehmen engagieren sich auch finanziell: 30000 Euro gab es in diesem Schuljahr für das Projekt „Lernen – aber satt“.

Mehr als 80000 Mahlzeiten werden im Jahr verteilt. „Gesunde Ernährung darf kein Privileg sein“, sagt Ralf Zimlich, Geschäftsführer des kommunalen Wohnungsunternehmens Wiro. „Lernen – aber satt“

liege ihm besonders am Herzen. „Es ist schön zu sehen, wie Kinder nach dem gemeinsam zubereiteten und verspeisten Frühstück dem Unterricht ruhiger, konzentrierter und leistungsfähiger folgen.“ Dieses soll die Eltern aber nicht aus ihrer Verantwortung entlassen, betont Ospa-Chef Frank Berg. Das solle nur eine Ergänzung zum eigenen mitgebrachten Frühstücksbrot sein. „Wenn die Kinder zu Hause davon erzählen, können sich Gewohnheiten ändern. Das ist das eigentliche Ziel. Deshalb spenden wir.“

Die Koordination liegt bei Angelika Stiemer vom Jugendamt. „An acht Schulen gibt es das gesunde Frühstück, und der Bedarf ist auch woanders da“, sagt sie. Viele Kinder verlassen das Haus ohne die erste Mahlzeit des Tages und ohne gesunden Pausensnack. Das soll das Projekt korrigieren. „Dafür brauchen wir aber engagierte Träger.“ Die fünf gegenwärtig aktiven Vereine – Gemeinsam für Groß Klein, Rostocker Tafel, Wohltat, DRK-Kreisverband und Schulverein Wirbelwind – stießen an Grenzen. „Ohne ehrenamtliche Helfer, die sehr engagiert sind und viel Aufwand betreiben, den Kindern ein gesundes und leckeres Frühstück zuzubereiten, wäre ein solches Projekt nicht möglich“, sagt Stadtwerke-Vorstand Ute Römer. Die drei Unternehmen wollen nach eigener Aussage die Initiative „Lernen – aber satt“

weiterhin unterstützen – bei Bedarf auch in noch größerem Umfang. Außerdem sei das Projekt offen für weitere Unterstützer.

Thomas Niebuhr

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