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Cityfest: Absage an Veranstalter

Bad Doberan Cityfest: Absage an Veranstalter

Stadt organisiert Weihnachtsmarkt wieder selbst / Goliath GmbH kritisiert Gründe

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Cityfest 2015: Das Kettenkarussell stellte das Grand Hotel zur Verfügung. Es sagte im vergangenen Jahr ebenfalls ab.

Quelle: Foto: Jens Wagner

Bad Doberan. Im vergangenen Jahr hatte die Stadtverwaltung die Durchführung des Doberaner Weihnachtsmarktes und des Cityfestes im Dezember in professionelle Hände gegeben. Schon im Vorfeld hagelte es scharfe Kritik vonseiten der Einzelhändler und der Vereine. Nun ist die Stadt zurückgerudert und übernimmt in diesem Jahr – wie bis 2015 – wieder selbst die Organisation.

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Stadt organisiert Weihnachtsmarkt wieder selbst / Goliath GmbH kritisiert Gründe

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Eckpunkte

9. Dezember 2017 – das Datum für das Cityfest bzw. den Weihnachtsmarkt in Bad Doberan steht fest.

Angebote für Kinder und Familien sollen in den Fokus rücken. Kunsthandwerker aus der ganzen Region sollen gewonnen werden.

Eine Glühweinparty , wie von der Goliath GmbH 2016 erstmals eingeführt, soll beibehalten werden.

Veranstalter Frank Holle von der Goliath Show und Promotion GmbH kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Er hatte den Weihnachtsmarkt auf drei Tage ausgedehnt, Freitag bis Samstag. „Ich habe nur positive Rückmeldungen bekommen, von der Stadt und von den Besuchern.“

Ein großer Kritikpunkt seien die hohen Standgebühren gewesen, die gemeinnützige Vereine plötzlich zahlen sollten, obwohl sie in den Jahren zuvor kostenlos ihre Stände aufbauen konnten, sagt Jochen Arenz vom Tourismus-Ausschuss. Von 150 Euro pro Stand war die Rede. „Deshalb sind fast alle Vereine ausgetreten“, sagt Arenz. Auch das Grand Hotel Heiligendamm , das in der Vergangenheit für 500 Euro ein Kettenkarussell zur Verfügung stellte, das kostenlos genutzt werden konnte, sagte seine Teilnahme ab. Außerdem seien Vereine mit der Verlegung der Stände in die Straße Am Markt an den Rand gedrängt worden. Das gefiel vielen nicht. „Die Mollistraße war eine Durchlaufstraße. Die Händler haben noch weniger Umsatz gemacht als an einem normalen Samstag“, zählt er auf. Nun beugt sich die Stadt dem Druck und reduziert das Fest wieder auf einen Tag. Als Andrea Lang von der Tourist-Information die Entscheidung über die diesjährige Ausrichtung des Cityfestes in einer Sitzung mitteilte, war Veranstalter Frank Holle nicht eingeladen.

„Wir sind völlig von den Socken“, sagt er über die Entscheidung. Noch nie habe er so viel Zuspruch vonseiten des Rathauses bekommen. Für ihn sei die Veranstaltung ein voller Erfolg gewesen. Das bedeutet, für die vertragsgebundenen Schausteller hat es sich rentiert. „ Wir hätten es sehr gerne weitergeführt“, sagt Holle. Die Begründung für die Absage sei ihm mit den Worten mitgeteilt worden „Es war so gut, dass es Einbußen in der Mollistraße gab, deshalb machen wir es wieder ohne euch“. Doch Holle hätte sich gewünscht, dass sich die Verantwortlichen stattdessen Gedanken gemacht hätten, wie die Mollistraße an den Tagen „aufgepeppt“ werden könnte. Er frage sich, warum die Stadt ihn drei Jahre lang gebeten hatte, die Organisation zu übernehmen. „Dafür gab es ja Gründe.“

Herbert Baor von den Rotariern war seit Jahren mit einem Glühweinstand auf dem Cityfest vertreten – kostenfrei. Um an der von der Stadt und Goliath vorgebenen Stelle Am Markt nicht 150 Euro Standgebühr zahlen zu müssen, wichen sie auf die Terrasse des griechischen Restaurants „Mykonos“ in der Mollistraße aus. Baor begrüßt die Entscheidung der Stadt und sagt: „Die Gebühren waren exorbitant hoch. Das ging so nicht.“ Bislang habe die Stadt es auch alleine gestemmt. Drei Tage seien außerdem viel zu lang. Goliath sei ein wirtschaftliches Unternehmen, das Profit erwirtschaften müsse. „Aber die Frage ist doch, wohin geht das Geld und für wen ist es“, so Baor, „Es ist gut, dass die Stadt eine Rolle rückwärts gemacht hat.

So sind alle Beteiligten wieder mit Freude dabei.“ Derweil haben Frank Holle und sein Team das Kamp-Fest im Juni vorbereitet. „Ich bin aber skeptisch, wie lange wir das noch ausrichten dürfen“, sagt er. Noch habe die Stadt keinen Vertrag unterschrieben. Die Stadt prüft derzeit den Zustand der Bäume auf dem Kamp.

Internet: Wie sehen Sie das? Das Cityfest an drei Tagen wie 2016 oder an einem Tag? Teilen Sie uns ihre Meinung mit. Auf unserer Facebook-Seite oder per E-Mail:

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Katarina Sass

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