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Dauerregen und Sturm: Camper trotzen dem miesen Wetter

Börgerende/ Dauerregen und Sturm: Camper trotzen dem miesen Wetter

Urlauber arrangieren sich mit dem nassen Hochsommer / Campingplätze registrieren dennoch rückläufige Zahlen im Zeltbereich vor allem im August

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Einmal regnete es heftig ins Zelt, sagen Daniela und Hagen Altmann aus Berlin. Sie campen in Börgerende und sind guter Laune.

Quelle: Fotos: Katarina Sass

Börgerende/. Kühlungsborn. Die Urlaubsorte haben Hochsaison, die Campingplätze sind ausgebucht. Doch statt Sonne und Meer heißt es in diesem Jahr Dauerregen und Museum. Vom Wetter lassen sich die meisten Camper zwar nicht unterkriegen. Doch auf einigen Campingplätzen fehlen vor allem die Zelt-Urlauber.

 

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Camper sind natur- verbunden. Die stört der Regen nicht. Bei uns bleiben die Spontan-Urlauber aus.“ Christa Sürken, Inhaberin Feriencamp Börgerende

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Seit 16 Jahren schon fahren Bettina und Harald Knuth aus Beeskow (Brandenburg) in das Feriencamp nach Börgerende. Das Wetter könnte besser sein, sagt sie. Aber seit sie Zeuge davon wurden, wie das Camp 2011 überflutet war, sodass zahlreiche Feuerwehren mit Schläuchen das viele Wasser abpumpen mussten, lassen sich die beiden Camper nicht unterkriegen. „Damals waren wir die einzigen auf dem Platz, das war was“, erinnert sich Harald Knuth. Seit zwei Jahren nimmt das Ehepaar ihre zwei Neffen mit. Die wollen eigentlich baden. „Nee, das ist noch zu kalt. Wir fahren mit der Molli.“ Das ist auch okay. Etwas Pech gehabt haben Daniela und Hagen Altmann aus Berlin einige Meter weiter. Ein heftiger Regenschauer in den vergangenen Tagen sorgte dafür, dass die Zeltwände ihres Zeltes aneinanderklebten und das Wasser ins Innere lief. „Selbst Schuld“, sagen sie achselzuckend. „Wir waren seit 20 Jahren nicht mehr zelten und haben das alte Zelt noch einmal genommen.“ Und das sei nicht wasserdicht, werde nach der heutigen Heimreise aber sofort entsorgt. Bis dahin hat eine Plane Abhilfe geschaffen. „Ja, dieses Jahr ist es mit dem Wetter schon heftig“, sagt Hagen Altmann in berlinerischem Akzent. Mehrmals seien sie im Feriencamp Börgerende schon über das Wochenende gewesen, „weil es uns hier echt gut gefällt“. Doch mittlerweile bekomme man spontan kaum noch einen Stellplatz.

Das kann Inhaberin Christa Sürken bestätigen. „Alle Stellplätze sind belegt“, sagt sie. Insgesamt gibt es davon 250 Stück – für Camper oder Wohnwagen und Wohnmobile. Radfahrer bekämen immer einen Platz, betont sie. Und die kämen auch – trotz Regen.

Das schlechte Wetter habe sich nur auf die Spontan-Urlauber ausgewirkt. Diejenigen, die nur übers Wochenende mit dem Zelt kämen, um in die Ostsee zu hüpfen. „Die kommen im Moment natürlich nicht.

Aber diese Gruppe macht nur einen kleinen Teil aus“, sagt die Chefin. Klagen von Urlaubern oder frühzeitige Abreisen gebe es kaum. Das liege auch an den Angeboten und am Komfort, den das Fünf-Sterne-Camp hat. Und die Sauna ersetzt so manchen Gang in die Ostsee.

„Der Juli war im Vergleich zum Vorjahr sogar besser. Im August erreichen wir die Zahlen von 2015 wohl nicht“, schätzt Dorina Bardehle, Mitarbeiterin vom „Ostseecamping Am Salzhaff“ in Rerik, das 160 Stellplätze hat. „Einige reisen wegen des Wetters früher ab, aber wir haben hier noch viele Kite-Surfer, die in ihrem Zelt übernachten“, sagt sie.

Ingo Weiß, Geschäftsführer vom Campingpark Kühlungsborn mit 550 Stellmöglichkeiten, beobachtet das auch. „Es gibt schon Gäste, die nach zehn Tagen schlechtem Wetter die Flinte ins Korn werfen.“

Besonders jetzt im August mache sich das herbstliche Wetter durch rückläufige Zahlen im Zelt-Bereich bemerkbar. „2015 hatten wir etwa sieben Prozent mehr Zelte, die fehlen uns jetzt“, so Weiß.

Wichtig sei, dass die Urlauber sich nicht langweilen. Im Camp gebe es deshalb viele Aktionen.

Katarina Sass

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