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Der ASB erfüllt die letzten Wünsche

Bad Doberan Der ASB erfüllt die letzten Wünsche

Ab Juni startet für Schwerstkranke das Projekt „Wünschewagen“ / Fahrzeuge sind in Doberan stationiert

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Bettina Hartwig vom ASB-Landesverband koordiniert das Projekt. AndreeMichael Jonitz vom Regionalverband Doberan ist Partner.

Quelle: Foto: Katarina Sass

Bad Doberan. Der Arbeiter- und Samariter-Bund (ASB) erfüllt offiziell vom 8. Juni an die letzten Wünsche von schwerstkranken Menschen. Eigens dafür hat der Verband Fahrzeuge angeschafft und umgebaut, die ausschließlich für dieses Projekt vorgesehen sind. „Der Wünschewagen – letzte Wünsche wagen“ nennt sich das Projekt. Mecklenburg-Vorpommern ist damit das zehnte Bundesland, in dem es den Wünschewagen gibt. Die Fahrzeuge werden bei der ASB-Rettungsstelle in Bad Doberan stationiert.

Noch einmal ein Hansa-Spiel besuchen, ein letztes Mal ans Meer fahren oder an den Geburtsort: „Wir wollen alle Wünsche erfüllen und keinen ablehnen“, sagt Projektkoordinatorin Bettina Hartwig vom ASB-Landesverband. Das Angebot richtet sich an schwerstkranke Menschen oder Menschen im hohen Alter, die nur noch eine geringe Lebenserwartung haben. Deren Angehörige können die letzten Wünsche dem ASB mitteilen. „In Absprache mit dem behandelnden Arzt entscheiden wir dann, ob das möglich ist“, sagt Bettina Hartwig. Dieser müsse auch die Transportfähigkeit bestätigen. Die Erfüllung des letzten Wunsches ist für die Angehörigen grundsätzlich kostenlos, das Projekt finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Sponsoring.

Mit dem Regionalverband Bad Doberan hat der Landesverband einen guten Partner gefunden, auf dessen Hof die Fahrzeuge geparkt und von dort aus starten werden. In der vergangenen Woche sind beim ASB Doberan 20 Ehrenamtliche für das Projekt geschult worden. „Sie müssen zum Beispiel wissen, was sie im Todesfalle tun müssen“, so Bettina Hartwig. Es ginge auch um den Umgang mit den Angehörigen, für die die Situation oft sehr emotional ist. Die Ehrenamtlichen sind stets zu zweit unterwegs, „damit sie sich beim Fahren abwechseln können. Einer von ihnen sollte eine medizinische Ausbildung haben“, sagt Bettina Hartwig. Der Wunsch werde nur unter der Maßgabe realisiert, wenn der Zielort an einem Tag erreicht werden könne. Eine Fahrt mit einem Aida-Schiff ins Mittelmeer ist von daher ausgeschlossen, eine Fahrt nach München aber nicht. „Ich finde dieses Projekt großartig, weil es mit keiner Gegenleistung verbunden ist“, sagt sie und freut sich, wenn sich weitere Ehrenamtliche bei ihr melden, die Interesse an dem Projekt haben ( ☎ 0172/5897508).

Das Projekt startet offiziell am 8. Juni mit der feierlichen Übergabe in Warnemünde.

Katarina Sass

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