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Die Durststrecke ist überwunden

Güstrow Die Durststrecke ist überwunden

Mayk Tessin erneut zum Kreiswehrführer berufen / Mitgliederzahlen der Feuerwehr steigen wieder

Güstrow. Sechs Jahre ist es her, seit die Feuerwehrverbände Bad Doberan und Güstrow im Zuge der Kreisgebietsreform fusionierten. Damals wurde Mayk Tessin zum Kreiswehrführer des neuen Verbands Landkreis Rostock ernannt. Am Montag ist der 51-Jährige nun in seine zweite Amtszeit gestartet. Für weitere sechs Jahre wird der Nienhäger der oberste Feuerwehrmann im Landkreis sein.

„Ja, natürlich freue ich mich. Feuerwehr ist auch eine Pflichtaufgabe“, erklärt Mayk Tessin. Die Arbeit bei der Feuerwehr mache ihm „von Grund auf Spaß“. Manchmal vermisse er es, bei einem Einsatz mit anzupacken. Nur bei Großschadenslagen rückt Tessin selbst mit aus. „Aber, wenn die Ärmel hochgekrempelt werden müssen, dann tue ich das auch“, sagt er mit Nachdruck. Die Arbeit seiner Kollegen könne aus seiner Sicht gar nicht hoch genug gewertet werden. „Sie setzen sich für die Sicherheit aller Bürger ein.“

In seiner alten und neuen Rolle als Kreiswehrführer beschäftigt sich Tessin vor allem mit der Koordination. Er setzt sich dabei drei große Schwerpunkte: Die Verbandsstrukturen straffen, den Zusammenhalt der Mitglieder stärken und die Ausbildung zukunftsfähig aufstellen.

Die Gemeinschaft stärken

„Mit meiner ganzen Kraft trete ich dafür ein, dass die Feuerwehren gemeinschaftsfähig an einem Strang, in eine Richtung ziehen. Das liegt mir sehr am Herzen“, erzählt Tessin. Nach der Fusion 2011 hätten bereits alle gute Arbeit geleistet, diese wolle man fortsetzen.

Derzeit gebe es 4117 aktive Feuerwehrmänner und -frauen im Landkreis Rostock. Damit würden die Mitgliederzahlen erstmals seit 2011 wieder wachsen. „Wir haben die Durststrecke überwunden“, betont Mayk Tessin. Der Knick sei jedoch auch wichtig gewesen. „Wir hatten ein neues System und es gab einen Alterseinbruch.“ Die jetzige Trendwende liege vor allem an der guten Jugendarbeit. So gibt es bei den Kinder- und Jugendabteilungen sogar schon seit zwei Jahren wieder steigende Mitgliederzahlen. „Das stimmt mich optimistisch. Wir werden auch in den nächsten Jahren weiter wachsen.“

Neue Zentrale in Beselin

Schon 2015 hat der Kreistag einen Grundsatzbeschluss gefasst. Anstatt der Feuerwehrzentralen in Kägsdorf und Güstrow solle es nur noch eine Zentrale geben. Da die beiden Standorte sich nicht zum Ausbau eignen, musste eine neue Fläche gefunden werden. Insgesamt sollen rund 5,5 Millionen Euro in das Projekt investiert werden. „2016 wurden dafür Grundstücke in der Nähe des Autobahnkreuzes gekauft“, erklärt Tessin. Im Gewerbegebiet Beselin in der Gemeinde Dummerstorf soll zukünftig die Verwaltung des Kreisfeuerwehrverbands ihren Sitz haben. Hier soll auch die Ausbildung der Mitglieder stattfinden. Momentan würde der Landkreis Rostock nach einem Planer suchen. „Die Ausschreibungen laufen“, so Tessin.

Doch durch die geplante Großinvestition herrscht Sparkurs in den jetzigen Zentralen. „Wir machen ganz schöne Klimmzüge, dass wir betriebsfähig bleiben“, erklärt der Kreisfeuerwehrführer. Zu Ausfällen habe dies jedoch nicht geführt. „Es findet alles statt, aber wir haben einen erhöhten Aufwand.“ So hätten bereits beide Schlauchwaschanlagen ihre „Lebensgrenze“ erreicht und seien reparaturanfällig.

„Die Reparaturen finden auch statt, es werden jedoch keine neuen Investitionen getätigt.“ Tessin weiß, dass es sich um keinen Dauerzustand handelt. „Wir haben ein konkretes Fernziel und das ist kein Luftschloss mehr.“ Er freue sich schon jetzt sehr auf das, was kommt.

Verbandsstruktur stärken

„Beim Informationslauf haben wir Defizite“, sagt der Kreiswehrführer. Eine Erleichterung werde es nach Ansicht Tessins auch geben, wenn es statt zwei nur noch eine Zentrale gebe. „Bei einem Standort lässt sich die Verbandsarbeit besser organisieren“, so Tessin. Momentan würden Informationen vom Vorstand über den Verbandsausschuss nicht immer bis hin zu den Verbandsführern gelangen. „Wir müssen diese Kette straffen.“ Daher seien einige Informationen bereits über die Homepage abzurufen. „Ich bin mir sicher, dass es das Problem in der Kommunikationsstruktur nicht nur bei der Feuerwehr gibt.“

Johanna Hegermann

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