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Dreist! Unbekannte spannen Stacheldraht in 1,50 Meter Höhe

Satow Dreist! Unbekannte spannen Stacheldraht in 1,50 Meter Höhe

In einem Wald in der Nähe der Satower Schule haben Kinder eine Stolperfalle zwischen zwei Bäumen entdeckt / Polizei ermittelt Straftatbestand

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Monika Kaiser inmitten ihrer Schätze: Seit Jahren bietet sie Patchwork-Kurse an. Nun will sie eine Gruppe gründen.

Quelle: Sabine Hügelland

Satow. Schüler der Satower Schule haben unmittelbar neben dem Sportplatz einen Stacheldraht entdeckt, der zwischen zwei Bäumen gespannt war. Verletzt hat sich niemand.

OZ-Bild

In einem Wald in der Nähe der Satower Schule haben Kinder eine Stolperfalle zwischen zwei Bäumen entdeckt / Polizei ermittelt Straftatbestand

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Gefunden wurde die Stolperfalle bereits vor einer Woche. Der Vorfall wurde aber erst gestern gemeldet. Die Polizei ermittelt.

Es war ein ganz normaler Mittwoch um die Mittagszeit, als der 15-jährige Erik Saborrosch mit elf Kindern zwischen zehn und elf Jahren unterwegs war. Der Schüler war zu dieser Zeit zuständig für die Kinderbetreuung als Bestandteil eines Wahlpflichtfaches. „Eigentlich wollten wir Fußball spielen, aber die Kinder wollten dann lieber in den Wald, Stöcker sammeln“, erzählt der Neuntklässler. Vom Fußballfeld aus sind es nur wenige Meter in den angrenzenden Wald, umgangssprachlich Beerwinkel genannt. „Da hat sich eines der Kinder plötzlich geduckt.“ Er ist auf den zweiten Blick habe er Draht erkannt. „Er war etwa auf 1,50 Meter Höhe zwischen zwei Bäumen im Abstand von etwa 1,50 Meter gespannt und sah aus wie neu gekauft“, erklärt er. Daraufhin habe er den Draht vorsichtig abgewickelt und in einem Busch sicher deponiert, „damit sich niemand daran verletzen kann. Das hätte wirklich böse enden können.“ Zunächst vermutet er: „Das waren irgendwelche Idioten, die sich einen Spaß

erlaubt haben.“

Doch Spaß ist es nicht, sondern eine Straftat. „Furchtbar und unerhört“, finde er das. Dennoch habe er den brisanten Fund erst gestern seiner Lehrerin gemeldet, die den Vorfall sofort weitergeleitet hat. „Ich wusste vorher nicht, an wen ich mich wenden konnte“, sagt Erik, der gestern erneut ein Stück Stacheldraht gefunden hat – allerdings lag es auf der Erde.

Schließlich übergab Satows Ordnungsamtleiterin Brigitte Scheel gestern das gesicherte Beweisstück an die Polizei. Kalt lässt sie der Fund nicht: „Da hätte sich ernsthaft jemand verletzen können. Der Fußball fliegt dort ab und zu hin.“ Der Beerwinkel-Wald werde stark frequentiert von Spaziergängern, Hundehaltern und Kindern auf Mountainbikes.

Gegen wen sich die böswillige Tat richten sollte, ist nun Gegenstand von Ermittlungen. „Die Beamten müssen sich den Tatort vor Ort anschauen“, sagt Polizeisprecher Gerd Frahm. Nach welchem Tatbestand ermittelt werde, müsse noch geklärt werden. Denkbar sei der „Eingriff in die öffentliche Sicherheit“ oder „versuchte Körperverletzung“. Fakt ist: „Ein Verdacht besteht auf jeden Fall.“ Das heißt, es werde eine Straftat geprüft. Dass so etwas in seinem Polizeibereich schon einmal vorgekommen sei, daran könne er sich nicht erinnern, sagt Frahm. „Schon gar nicht mit Stacheldraht.“

Der Beerwinkel ist Teil des Landesforstes und beträgt etwa fünf Hektar. Robert Born ist der zuständige Revierleiter. Er hat gestern Anzeige gegen Unbekannt erstattet, teilte er mit. Dass jemand Stacheldraht zwischen Bäume spannt, um mutmaßlich jemanden zu verletzen, ist ihm bislang noch nicht untergekommen.

Patchwork-Decken in der Gruppe nähen

Patchwork nennt sich die Nähtechnik, mit der meist Quadrate aus Stoff zu einer Decke zusammengefügt werden. Diese Technik beherrscht Monika Kaiser aus Börgerende seit Jahren, bietet auch regelmäßig Kurse dazu an.

Nun sucht sie Gleichgesinnte, mit denen sie bei regelmäßigen Treffen gemeinsam nähen oder häkeln kann. Als Ort, so ihr Gedanke, schlage sie das neue Gemeindezentrum vor. Die Gemeinde Börgerende-Rethwisch baut hinter der Tourist-Information in Börgerende ein neues Freizeitzentrum. Auf dem Grundstück am Wiesengrund möchte die Gemeinde Sport- und Freizeitangebote für Einwohner und Urlauber schaffen. Dazu suchte die Verwaltung Ideen aus der Gemeinde, wie vor allem saisonverlängernde Maßnahmen aussehen könnten.

Dass die Idee von Monika Kaiser Anklang findet, erlebt die Hotelchefin bei ihren Kursen, die sie im Frühjahr und im Herbst in ihrem Hotel „Ostseeperle“ anbietet. „Aktuell sind es schon jeweils neun Kurse“, sagt sie. Pfingstsonntag und -montag können sich interessierte Näherinnen und Näher gerne in der hoteleigenen Patchwork-Ausstellung inklusive Workshop von 11 bis 17 Uhr informieren.

Wer Interesse hat, eine Gruppe zu gründen, kann sich melden ☎ 038203/736070 oder per E-Mail: info@kaisers-ostseeperle.de

Von Katarina Sass

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