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EU fördert Kühlanlage und alte Gräber

Bad Doberan EU fördert Kühlanlage und alte Gräber

Bis 2020 werden sieben Millionen Euro in Region investiert / Projekte können bis Ende Juni angemeldet werden

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Die Grabmäler auf dem alten Friedhof im Kloster sind für knapp 68 000 Euro saniert worden, davon rund 61 000 Euro gefördert.

Bad Doberan. In Neubukow wird geraden am Hellbachufer gebaut, in Garvensdorf ein Gemeindebackofen eingerichtet und an den Molligleisen zwischen Bad Doberan und Heiligendamm eine Telegrafenanlage wieder aufgestellt. Alle Projekte werden mit Fördermitteln der Europäischen Union finanziert. Über den Fördertopf „Leader“ wird in Vorhaben investiert, die die Entwicklung des ländlichen Raumes unterstützen. Bis zum 30. Juni 2017 können Projekte angemeldet werden. Zwischen 2014 und 2020 werden insgesamt sieben Millionen Euro in die Region „Ostsee DBR“ – sie umfasst den Altkreis Bad Doberan – investiert.

 

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Barbara Niehaus leitet den Treffpunkt Suppenküche in Bad Doberan. Mit Hilfe von Fördermitteln der Europäischen Union konnte die neue Kühlanlage angeschafft werden.

Quelle: Fotos: Anja Levien
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„Eines der Leitmotive der Leader- Förderung ist die Sicherung und Ver- besserung der Lebensqualität.Olaf Pommeranz Regionalmanager „Ostsee-DBR“

Die Suppenküche in Bad Doberan hat 2016 den Zuwendungsbescheid erhalten. Mittlerweile sind Tische, Geschirr und die Kühlanlage erneuert worden. „Die alten Kühlschränke waren alle zusammengeschenkt und hatten einen immensen Energiebedarf“, sagt Suppenküchen-Leiterin Barbara Niehaus. Die Tische wurden so ausgesucht, dass der Raum im Gemeindehaus optimal genutzt werden kann, etwa 40 Personen hier Platz finden. An die 100 Mittagessen geben die Ehrenamtler hier täglich, an fünf Tagen in der Woche aus.

„Eines der Leitmotive der Leader-Förderung sind unter anderem die Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität, sowie die Stärkung der Wirtschaftlichkeit im ländlichen Raum zum Beispiel durch Diversifizierung der Landwirtschaft und Stärkung des Tourismus“, sagt Olaf Pommeranz, Regionalmanager der Leader-Region „Ostsee-DBR“. Einen Leader-Antrag könne jeder stellen. Jedoch: „Das zu fördernde Projekt muss der Allgemeinheit einen Mehrwert bieten und öffentlich nutzbar sein“, nennt Pommeranz zwei wichtige Punkte.

Jedes Jahr können sich Privatpersonen, Vereine und Kommunen mit ihren Projekten bewerben. Im Herbst fällt ein ehrenamtliches Gremium die Entscheidung, welche gefördert werden. In verschiedenen Kategorien wie beispielsweise Umwelt, Daseinsvorsorge, Tourismus werden die Projekte bewertet und demnach ausgewählt. „Im letzten Jahr hat die lokale Aktionsgruppe zwölf Projekte ausgewählt.“

Mit dabei ist das Ostseebad Nienhagen, das Unterstützung für einen barrierefreien Strandzugang sowie ein Strandmobil beantragt hat. Der Fördermittelbescheid werde in den kommenden Tagen übergeben, kündigt Pommeranz an. Weitere Projekte wie eine Wander- und Radlerherberge in Rethwisch, die Restaurierung und Sicherung des Grenzbeobachtungsturmes in Börgerende oder ein neues Jüngstenseglerzentrum in Kühlungsborn erhalten ihre Bescheide Ende April, Anfang Mai, so Pommeranz.

Ein Projekt, dessen Realisierung dieses Jahr ebenso angegangen werden soll, heißt „Aktiv für den Riedensee: Bildung, Aufklärung und Schutz“. Hier plane der Naturschutzbund Deutschland Regionales Mittleres Mecklenburg ein Monitoring für den Riedensee und geführte Touren bis zum Hellbach, erläutert Olaf Pommeranz. Das Projekt war bereits für 2016 genehmigt worden, da aber unter anderem Belange des Naturschutzes berücksichtigt werden müssen, dauere die Umsetzung etwas länger.

Auch das Vorhaben, eine Multimedia-Bibliothek in der Grundschule Rerik einzurichten, konnte noch nicht realisiert werden. Grund: „Der Neubau der Schule verzögert sich“, sagt Olaf Pommeranz. „Aber im jetzigen Komplex wurden Räume gefunden, die dafür verwendet werden können.“ Ziel sei es, das Schüler mit den neuen Medien lernen und auch Informationen einholen können, so der Regionalmanager. Dafür werde mit den Fördermitteln extra Soft- und Hardware bereitgestellt.

Im vergangenen Jahr wurden beispielsweise mit Leader-Mittel die Sanierung der Grabmäler an der Klostermauer am Münster umgesetzt. 38 Grabplatten sind restauriert worden.

Ansprechpartner sind Olaf Pommeranz und Kristina Baade, erreichbar unter ☎ 03843/75561300. Weitere Infos auf www.ostsee-dbr.de

Anja Levien

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