Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Gewitter

Navigation:
Einblicke in die Arbeit der Retter

Käsgdorf Einblicke in die Arbeit der Retter

Beim Amtszeltlager der Jugendfeuerwehren in Kägsdorf erzählen Rettungskräfte von ihren Einsätzen

Voriger Artikel
Spurensuche im Wald
Nächster Artikel
Attacke mit Farbbällen

Amtswehrführer Steffen Lange erklärt Emma, Ashley, Nils und Ole aus den Wehren Retschow und Reddelich in der Atemschutzwerkstatt die Funktion der Atemschutzgeräte.

Quelle: Fotos: Sabine Hügelland

Käsgdorf. 9 Uhr: Die Zelte stehen verlassen. Essensgeruch liegt in der Luft und Tischtücher wehen im leichten Sommerwind. Doch die Ruhe trügt. 120 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 17 Jahren aus Jugendwehren des Amtes Bad Doberan Land sind in der Nähe und sorgen auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Kägsdorf während des Amtszeltlagers für Trubel. Gestern informierten sich die Nachwuchslöscher unter anderem über die Arbeit der Wasserwacht und der Polizei und durften vieles ausprobieren.

OZ-Bild

Beim Amtszeltlager der Jugendfeuerwehren in Kägsdorf erzählen Rettungskräfte von ihren Einsätzen

Zur Bildergalerie

Verschiedene Einsatzkräfte lassen die Jugendwehren an ihren Berufen teilhaben, sie erklären Fahrzeuge und geben Einblick in Arbeitsgeräte. Allerdings gilt es auch, einige Aufgaben zu absolvieren.

„Sieben Stationen stehen uns heute zur Verfügung“, sagt Amtsjugendwart Steffen Kampa. Dazu zählen unter anderem zwei Atemschutz-Stationen, ein Einsatzleitwagen des Katastrophenschutzes mit technischer Hilfeleistung und hydraulischem Rettungsgerät, der ADAC, die Bereitschaftspolizei, die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes, die Vorführung eines Reanimationsgerätes und das Flugfeldlöschfahrzeug der Bundeswehr aus Laage.

Vor 20 Jahren startete das erste Amtszeltlager in Kägsdorf, das aus diesem Anlass vier Tage lang dauert. Das ist auch möglich, weil die OZ-Leser während der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“

für Jugendfeuerwehren gespendet haben. 13980 Euro kamen für die rund 250 Jungen und Mädchen in den Jugendfeuerwehren zusammen. Davon gingen 5451 Euro an die acht Wehren im Amt Bad Doberan-Land, die das Geld für das Zeltlager nutzen. Auch der Nachwuchs aus Bad Doberan und Lambrechtshagen nimmt am Zeltlager teil. „Wir wollen die Jugendwehren mit solchen Events, die wir auch nur Dank vieler Sponsoren in einem so großen Format durchführen konnten, bei der Stange halten und hoffen, dass sie später in den aktiven Dienst einsteigen“, sagt Steffen Kampa. Es sei vor allem auch die Möglichkeit, den Zusammenhalt unter den Jugendwehren zu stärken. „Es ist mir auch wichtig, die Kinder vom Computer wegzubekommen, damit sie sich körperlich betätigen wie wir das früher getan haben“, so Kampa, der seit zwölf Jahren in der Jugendarbeit aktiv ist. „Wir sind noch zwölf Kilometer gelaufen. Heute geht es nur um vier für diejenigen, die bereist den Leistungsnachweis der Jugendflamme besitzen. Da werden sie sicher schon recht erschöpft sein.“

Den während einige sich an den Stationen informieren, erbringen andere den Leistungsnachweis – ein Lauf, der in Richtung Leuchtturm Bastorf, durch Kägsdorf und zurück geht – inklusive einer Süßigkeits-Schatzsuche. Organisiert wurde das im zweiten Jahr von den Lambrechtshägern.

Von den sieben Info-Stationen gehören zwei der Atemschutzübung an. Dort erfahren die Teilnehmer von FTZ-Mitarbeiter Frank Haese, wie schwierig es für die Einsatzkräfte ist, mit Atemschutzgerät in dunkle, durch Feuerqualm vernebelte Räume zu kriechen. Jette von Rüden und Anna Magdzik aus der Jugendwehr von Admannshagen-Bargeshagen nutzen die Trainer-Einheiten, steigen aufs Laufband und befinden die Übung „anstrengender als gedacht“.

„Wir hatten am Donnerstag einen Einsatz in Bargeshagen mit Atemschutzgerät. Solche Übungen sind notwendig, um die körperliche Fitness ,die solch ein Einsatz benötigt, zu halten“, sagt Lars Henning, Vize-Jugendwart ihrer Wehr. Der Amtswehrführer Steffen Lange erklärt im Anschluss der Übung in der Atemschutzwerkstatt die Funktion der Atemschutzgeräte. Ein großer Höhepunkt ist das Flugfeldlöschfahrzeug aus Laage: „Das ist ja wohl cool“, sagt Emely Bahr von der Hohenfelder Jugendwehr. „Normalerweise wird das Spezialfahrzeug nicht vom Flugplatz wegbewegt, denn das stellt einen großen Aufwand dar“, macht Steffen Kampa klar. „Das war wirklich spannend“, sagt auch Paul Nico Geers, nachdem er mitlöschen durfte. Heute fahren die Kinder und Jugendlichen in den Hansapark.

Sabine Hügelland

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald

Ein „Tag mit Caspar David Friedrich“ am 27. August ist ein historisches Stadtfest für die ganze Familie

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Bad Doberan
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.