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Eltern und Rebus kritisieren Pläne für Kleinen Kamp

Bad Doberan Eltern und Rebus kritisieren Pläne für Kleinen Kamp

Separate Ein- und Ausstiegzone für Schüler entfällt / Nach derzeitigem Entwurf müssen sie die Straße über einen Zebrastreifen queren / Schule, Eltern und Stadt im Gespräch

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Der separate Ein- und Ausstiegsbereich für die Schulbusse entfällt nach der neuen Planung für den Kleinen Kamp.

Quelle: Anja Levien

Bad Doberan. Das Verkehrsunternehmen Rebus und Elternvertreter des Gymnasiums Bad Doberan haben die Pläne für die Umgestaltung des Kleinen Kamps und die damit einhergehende Änderung im Straßenraum kritisiert. Noch in diesem Herbst soll die Fläche zwischen Mollistraße und Alexandrinenplatz um drei Meter Richtung Gymnasium verbreitert werden. Die Busspur am Gymnasium verschwindet. Auf Höhe der Bäckerei wird eine Fußgängerquerung mit Insel in der Mitte gebaut. Die Busse sollen künftig aus Richtung Nienhagen kommend am Kleinen Kamp halten. Aus Kröpelin kommend wird die Haltestelle auf Seite des Gymnasiums eingerichtet. Auf beiden Seiten entsteht eine Busspur. Die Schüler müssen zum Teil künftig die Straße überqueren und haben keinen separaten Ein- und Ausstiegsbereich mehr.

„Die Gestaltung Kleiner Kamp ist toll, aber wir wollen zu bedenken geben, dass die Lösung mit einer extra Fahrspur wie jetzt recht praktikabel ist“, sagt Elternvertreter Stefan Rieck. Aufgrund der Sicherheit sei eine Fußgängerüberquerung schwierig.

Auch das Verkehrsunternehmen Rebus hat laut Geschäftsführerin Simone Zabel einige Umbauvarianten kritisch bewertet, bei denen die Verkehrssicherheitsfragen nicht zufriedenstellend gelöst waren. „An den Schultagen fahren mehr als 550 Kinder und Jugendliche mit unseren Schulbussen, die gegenwärtig einen separaten Ein- und Aussteigebereich nutzen können“, sagt Simone Zabel. „Allein zu Schulbeginn betrifft das elf Busse in einem Zeitfenster von 7:06 und 7:38 Uhr.“ Daher werden mit dem Landkreis, der Schulleitung des Friederico-Francisceums und der Stadt Lösungsvarianten diskutiert, die auch „künftig eine sichere An- und Abfahrt zum Gymnasium und für alle anderen Verkehrsteilnehmer gewährleisten.“

Die Gespräche laufen, bestätigt Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass. Bisheriges Ergebnis: „Wir haben uns auf zwei Änderungen an der Planung geeinigt“, erläutert Norbert Sass. „Der Fußgängerüberweg wird von vier auf sechs Meter verbreitert und dieBushaltestellenlänge wird verändert, sodass zwei Busse hintereinander halten können.“ Auch wenn die Schüler künftig über einen Zebrastreifen die Straße überqueren und keinen separaten Ein- und Ausstiegsbereich mehr haben, ist die Umstrukturierung für Bürgermeister Thorsten Semrau und Norbert Sass eine „hundertprozentige Verbesserung der Sicherheitssituation“. Bisher liefen die Kinder laut Sass kreuz und quer – ob zum Bäcker oder zum Bus.

Weiterer Wunsch von Schulamt, Schülern sowie Behindertenverband: Eine Überdachung für die Wartenden. „Das ist nicht einfach“, sagt Norbert Sass, denn auf dem Kleinen Kamp müsse der Denkmalschutz eingehalten werden. „Da darf kein Kasten entstehen. Da überlegen wir noch, wie wir das lösen.“

Ansonsten wird der Brunnen in seiner Form erhalten, die Großbäume bleiben stehen. Laut Planer Hans-Joachim Prabel vom Planungsbüro Merkel werden die Bäume entfernt, die nachgepflanzt wurden. Auch das Hochbeet zur Straße hin verschwindet. „Der Platz soll in seiner Ursprungsform als Ebene wiederhergestellt werden“, begründet Norbert Sass. Über den Kleinen Kamp soll es auch eine Blindenleitführung geben. Auf Höhe der Bäckerei wird neben dem Fußgängerüberweg ein Hochbeet gesetzt, damit die Fußgänger direkt auf die Überquerung geleitet werden.

Wie Sitzbänke, Informationstafel, Infostele, Fahrradständer und vielleicht auch ein Sockel mit einem Schwan auf den Kleinen Kamp verteilt werden, soll in der nächsten Ausschusssitzung vorgestellt und besprochen werden.

Anja Levien

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