Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 6 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Enorme Spendenbereitschaft für Rethwischer Kirche

Rethwisch Enorme Spendenbereitschaft für Rethwischer Kirche

Für 280 000 Euro kann der mittelalterliche Holzturm restauriert werden / In Hanstorf wird die Winterkirche saniert

Voriger Artikel
Was heute in MV wichtig wird
Nächster Artikel
ASB-Retter haben ein neues Haus

In Hanstorf wird die Winterkirche innen und außen saniert. Der Altar soll vor dem Verfall gesichert werden.

Quelle: Lennart Plottke

Rethwisch. 580 Dorfkirchen gibt es im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg. 97 Prozent von ihnen stehen unter Denkmalschutz. Fast jede siebte Kirche zählt zu den gefährdeten Gotteshäusern. Nun können zumindest die Kirche in Rethwisch und Hanstorf saniert werden. Oft dauert die Suche nach Geldquellen viele Jahre.

 

OZ-Bild

Zimmerleute erneuern die alte Holzverkleidung am Glockenturm. Das Gotteshaus in Rethwisch war „Kirche des Monats April“.

Quelle: Katarina Sass

Großer Sanierungsbedarf

14 Millionen Euro werden jährlich in die Sanierung und Instandsetzung der Kirchenhäuser im evagelisch-lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg investiert.

Fast jede siebte Kirche ist gefährdet und muss notgesichert werden, damit sie nicht verfällt. 580 Dorfkirchen und 84 Stadtkirchen gibt es im Kirchenkreis, hinzu kommen 12 Ruinen.

So wäre es wohl auch in Rethwisch gekommen, wenn nicht ein glücklicher Zufall und die große Spendenbereitschaft gewesen wären. Vier Jahre, erzählt Pastorin Ulrike Dietrich, bis nun der Holzturm der Kirche Rethwisch saniert werden kann – für 280 000 Euro. Die Konstruktion wurde ursprünglich 1380 gebaut und beherbergt die Glocken, die an einem mittelalterlichen Gebälk hängen. Es ist eines der ältesten Holztürme Norddeutschlands – und witterungsanfällig. Eine Instandsetzung wurde immer dringender.

„Wir haben von den meisten Stiftungen Zusagen bekommen“, sagt die Pastorin. Zuletzt von der Stiftung „Kirchliches Bauen“ (KiBa), die 25000 Euro überwiesen hat (die OZ berichtete). Die Stiftung würdigte die Kirche außerdem mit dem Titel „Kirche des Monats April“. Eine gute Werbung. Denn nun überlegt auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, ob sie Geld dazu gibt. Noch etwas anderes beeindruckt sie: „Wir haben eine große Privatspende bekommen und kleinere Beträge von Einheimischen, aber auch Urlaubern, die etwas gegeben haben.“ Mehrfach habe sie erlebt, dass auf Beerdigungen statt in Blumenkränze zu investieren, für die Kirche gespendet worden sei. Zusammen mit Stiftungsgeldern, Spenden, die der Förderverein und die Kirchengemeinde gesammelt haben und der finanziellen Unterstützung der Gemeinden Nienhagen und Börgerejnde-Rethwisch, sind 77000 Euro zusammen gekommen.

Seit Montag haben die Zimmerleute mit dem Abriss der Holzverkleidung begonnen. Es sollen auch das Dach, der Blitzableiter sowie die Stromleitungen erneuert werden. Doch dann ist noch lange nicht Schluss. Als nächstes Ziel haben Ulrike Dietrich und ihre Mitglieder den Ersatz zweier Glocken im Blick. Denn ursprünglich läuteten in dem Gebälk drei Glocken, „aber zwei wurden eingeschmolzen.

Unsere Vision ist es, diese zu ersetzen“, so die Pastorin. Das Sahnehäubchen sei dann die Restaurierung des Altars, die aber noch in weiter Ferne stehe.

Der Altar ist dafür in der Kirche in Hanstorf Teil der Bauarbeiten, die jüngst begonnen haben. „Wir wollen ihn vor dem Verfall bewahren, deshalb wird er gesichert“, sagt Wilfried Degner, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates. Schwerpunkt sei aber der Teil, der als Winterkirche genutzt werde. Hier wird innen und außen saniert, werden Feuchteschäden beseitigt, das Dach instand gesetzt.

An der Westseite wird neuer Putz aufgetragen, Fugen zwischen den Feldsteinen werden erneuert.

Katarina Sass

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund
Wird jeden Tag oft fotografiert: Das Rathaus ist mit seiner Schmuckfassade einer der Anziehungspunkte für Touristen in Stralsund.

Die Sanierung der berühmten Schaufassade des Stralsunder Rathauses verschiebt sich. Der Hersteller für die speziellen Formsteine ist pleite. Rathausfront soll während der Arbeiten mit einer Fotoplane verhüllt werden.

mehr
Mehr aus Bad Doberan
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Telefon: 0 38 203 / 55 300
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
E-Mail: lokalredaktion.bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.