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„Es ist eine einfache Sache, um Leben zu retten“

Bad Doberan „Es ist eine einfache Sache, um Leben zu retten“

20 Männer und Frauen haben sich in Bad Doberan typisieren lassen

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Ich helfe mit einem Stammzellentest jemanden. Es tut schließlich nicht weh.Elisa Bödecker (20) Studentin

Bad Doberan. Wer Blut spendet, möchte helfen. 62 Blutspender sind gestern dem Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Alten Wehr in Bad Doberan gefolgt. „Da liegen wir etwas über dem Schnitt“, sagte die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Blutspendedienstes Silke Hufen erfreut. Überpünktlich wartete Siegfried Pilch vor der Tür: „Ich spende heute zum 90. Mal Blut, schon mein Vater war Spender“, so der 65-Jährige. „Hundert möchte ich noch schaffen.“ Das DRK Bad Doberan rief erstmalig auch auf, sich als Knochenmark- oder Stammzellspender registrieren zu lassen. Vor Ort war die junge Lebensretterin Janine Bengelsdorff aus Greifswald. „Es ist schon einige Zeit her, dass ich mich registrieren ließ. Es war eine Herzensangelegenheit“, so die 29-Jährige, die in der Jugendhilfe tätig ist. „Im Frühjahr 2016 kam ein Anruf, dass meine Daten mit der einer Patientin übereinstimmten und meine Spende gebraucht wird“, so Janine Bengelsdorff.

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20 Männer und Frauen haben sich in Bad Doberan typisieren lassen

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Spende ab 18

62 Blutspender kamen gestern in die Alte Wehr. 20 ließen sich als Knochenmark-und Stammzellenspender registrieren. Als Spender kommen gesunde Personen im Alter von 18 bis 50 Jahren infrage. Der Eintrag ins Register ist freiwillig und kann vom Spender jederzeit rückgängig gemacht werden. Blut kann ab 18 bis 72 Jahren gespendet werden.

„Es ist eine einfache Sache, um Leben zu retten“, sagte sie. „Und für mich eine Selbstverständlichkeit. Ich erzähle heute hier meine Geschichte, die vielleicht hilfreich für andere ist, die noch überlegen“, sagte sie. Es funktionierte, denn einige die eigentlich nur zur Blutspende kamen, änderten ihre Meinung. So auch der Nautiker Benjamin Runge. „Warum nicht“, so der 29-Jährige. Jeweils vier Blutspender wurden von zwei Krankenschwestern versorgt. „Wir hatten heute 20 Typisierungen, das ist doch toll“, so Silke Hufen. „Der Speicheltest reicht für die Aufnahme in die Datei“, sagte sie. „Bei den Blutspendern nehmen wir jedoch ein Röhrchen Blut zusätzlich ab. Aus diesem werden dann in unserer Datei die sogenannten HLA-Merkmale der weißen Blutzellen bestimmt. Mit beiden erklärt man sich zur Aufnahme ins Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschlands mit Sitz in Ulm einverstanden.“ Erkrankt dann irgendwo auf der Welt ein Mensch an Leukämie, werden dessen Daten mit denen der Länder-Dateien abgeglichen. So kann schnell ein passender Lebensretter gefunden werden. Anja Marner überlegte nicht lange als sie von Kollegen gebeten wurde, sich für die Typisierung per Stäbchen mit einer Speichelprobe, aber auch durch Blutabnahme registrieren zu lassen. „Ich bin beim DRK für die Kitas zuständig. Meine Mutter verstarb an Krebs, und wenn ich vielleicht einem Menschen helfen kann, das ist doch wunderbar“, so die 44-Jährige. Die 20-Jährige Elisa Bödecker ließ sich schon vor einiger Zeit registrieren und kam nun zum Blutspenden: „Ich bin gesund und kann helfen.“ Viele langjährige Blutspender waren an diesem Tag wieder dabei. So auch die 30-jährige Anett Allwardt: „Ich habe als Krankenschwester auf der Intensivstation gearbeitet. Ich weiß wie wichtig Blutspenden sind.“ Einmal im Leben war auch Karin Fourmont auf Blutspende angewiesen und ist immer mit dabei, so lange es geht. Die Aufnahme in die Spenderdatei ist im Alter zwischen 18 und 50 Jahren möglich.

Sabine Hügelland

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