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Etzold fordert schnelles Handeln

Rostock/Warnemünde Etzold fordert schnelles Handeln

Der 2. Vorsitzende des WSC sieht Attraktivität der Mittelmole für Sportler in Gefahr

Rostock/Warnemünde. Das Handy von Jörn Etzold steht während der Warnemünder Woche nur selten still. Der zweite Vorsitzende des ausrichtenden Warnemünder Segel Clubs (WSC) ´92 hat alle Hände voll zu tun. Doch das Organisationstalent kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen. „Meine Aufgaben bei der Warnemünder Woche liegen vor allem darin, mit organisatorischen Dingen zu helfen. Ich schaue nach Übernachtungsmöglichkeiten für die Segler und unterstütze die Helfer hier vor Ort“, sagt Etzold bescheiden.

Der 51-Jährige gehört seit 1991 zum Stammpersonal bei der Warnemünder Woche. „In den ersten Jahren mussten wir sehr viel alleine machen. Vor allem bei den Schlafplätzen und den Zelten hatten wir eine Menge tun. Mittlerweile unterstützen uns das Land und die Stadt sehr gut“, berichtet der Segelexperte, der bis 2006 hauptamtlich für die Organisation und die Koordination der Segelwettfahrten verantwortlich war.

Seit mittlerweile zehn Jahren ist der ehemalige Breitensport-Segler als Leiter der Landessportschule im Yachthafen tätig, die dem Landessportbund (LSB) Mecklenburg-Vorpommern angehört. Zwar kommen Sportler aus vielen unterschiedlichen Sportarten nach Warnemünde, doch der Standort ist bestens für Segler geeignet. Er dient zugleich als Bundesnachwuchs-Stützpunkt für die Junioren.

Also beste Bedingungen für den Segelstandort Rostock. Gleich zwei Stadttrainer kümmern sich um die Nachwuchsathleten in der Hansestadt.

Doch seit geraumer Zeit geht es an der Mittelmole nur schleppend voran. „Wir müssen sehen, dass wir den Standort Mittelmole qualitativ verbessern. Ohne diese Anbindung an die Ostsee, ist es kaum möglich, den Nachwuchsstandort Rostock aufrecht zu erhalten“, mahnt Etzold.

2011 wurden zwei Millionen Euro durch den LSB investiert, um die Struktur zu verbessern. So wurde die Hafentiefe ausgebaut, ein neuer Anlegesteg errichtet und eine Wellenschutzwand installiert. Doch der westliche Steg ist marode und kann nur eingeschränkt genutzt werden. Eine Ausnahmegenehmigung zur Warnemünder Woche half da kurzfristig. „Doch wenn wir weiter internationale Meisterschaften nach Rostock holen wollen, müssen wir was tun. Ohne die Mittelmole ist Regattasegeln nicht mehr möglich“, betont der Vater seiner Kinder Hannah (11) und dem 19-jährigen Theo.

Doch trotz der Sorgen um den Zustand der Hafenanlage sieht Etzold den Segelsport auf dem Vormarsch. „Die Olympiakampagnen haben das Revier viel bekannter und beliebter gemacht. Das hat uns in der Außendarstellung weitergebracht“, freut sich Etzold und fügt ergänzend hinzu: „Die Basis allerdings bilden die Vereine, die mit einer starken Kinder- und Jugendarbeit den Segelsport ein Gesicht geben. Die Eltern ziehen sehr gut mit, das hilft natürlich sehr.“ Ein Lob hat Etzold auch für die Segler auf der Warnemünder Woche übrig. „Die Wettfahrten waren klasse und auf hohem Niveau. Jetzt freuen wir uns vor allem auf die drei Internationalen Deutschen Meisterschaften, die uns noch bevor stehen“, sagt Etzold.

René Warning

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