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„Für Zeichner ist Prerow Eldorado“

„Für Zeichner ist Prerow Eldorado“

Cartoonist Til Mette ist am Mittwoch beim „Cartoonair am Meer“ in Prerow auf dem Darß zu Gast

Til Mette ist Cartoonist und Maler. Der 59-Jährige tritt am Mittwoch mit seiner Show „Til Mette erklärt die ganze bekloppte Welt am Beispiel von Tiercartoons“ in Prerow auf und stellt sein gleichnamiges Buch vor. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit dem Hamburger Künstler über Grenzen im Beruf und sagt, warum Prerow so wichtig für Zeichner ist.

Worum geht es in Ihren Cartoons?

Til Mette: Ich bin Cartoonist beim „Stern“ und arbeite nicht monothematisch. Das heißt, ich bin kein Spezialist für Tiercartoons. Aber für dieses Buch habe ich eine Zusammenstellung gemacht, bei der Tiere eine Rolle spielen. Und da habe ich gemerkt, dass eigentlich jedes gesellschaftliche Thema auch über Tiere abgedeckt werden kann. Das, was ich eigentlich mache, sind Cartoons zu sozialen Themen.

Haben Sie schon einmal wegen einer Karikatur Ärger bekommen?

Mette: Da wir als Satiriker arbeiten, gibt es immer Leute, die sich aufregen und denen etwas nicht passt. Die Aufregungsfreudigkeit ist in letzter Zeit größer geworden. Es ist jedoch Teil unseres Alltags. Das ist für mich nichts Besonderes. Das merken aber vor allem die Kollegen, die online arbeiten. Da ist die Hemmschwelle deutlich niedriger. Im Print-Bereich muss man sich ja noch die Mühe machen, der Redaktion einen Brief zu schreiben. Das ist komplett old School.

Setzten Sie sich selbst Grenzen? Gibt es Themen, die Sie nicht anfassen?

Mette: Eine Grenze ist, wenn es nicht witzig ist. Es gibt viele, die Cartoons machen, die nicht lustig sind oder idiotisch erzieherisch. Das sind wahrscheinlich die stärksten Grenzen. Mich reizen Themen, die politisch nicht korrekt sind. Das sind natürlich oft Elemente, die für mich sehr lustig sind. Das bereitet mir den größten Spaß.

Zum Beispiel?

Mette: In letzter Zeit ging es viel um Flüchtlinge. In Ostdeutschland reagieren die Menschen zum Beispiel sensibel auf das Nazi-Thema. Das erzeugt immer heftige Reaktionen – meist von Ossis, die ihre Region ins schlechte Licht gerückt sehen. Aber das sind Sachen, die ich gerne mache.

Was wird in Ihrer Show in Prerow passieren?

Mette: Es ist selten, dass ich vor Publikum etwas vortrage. Ich habe viele Abgabetermine und arbeite viel von zu Hause aus. Das ist jetzt erst das fünfte Mal, dass es so eine Show von mir gibt. In der Show geht es um Hintergründe zu meiner Arbeit. Außerdem habe ich eine Reihe von Zeichnungen, die thematisch gegliedert sind. Ich hoffe, dass dem Publikum meine Arbeit gefällt.

Kennen Sie Prerow?

Mette: Für Zeichner ist Prerow Eldorado. Seit 15 Jahren findet dort das jährliche Zeichnertreffen statt. Deswegen kennt es jeder von uns. Das ist mit einer großen Sympathie verbunden. Es ist immer ein schöner Anlass, dort zwei, drei Tage zu sein und ausstellen zu dürfen. Die Prerower mögen es auch, wir sind willkommen. Das ist toll!

Interview von Michaela Krohn

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