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Fußball, Musik und Heimat: Gemeinden feiern Partnerschaft

Satow Fußball, Musik und Heimat: Gemeinden feiern Partnerschaft

Zur zehnjährigen Partnerschaft der Gemeinden Satow und Horna Stubna reisten Satower in die Slowakei / Die Schulen wollen künftig mehr zusammenarbeiten

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Bürgermeister Matthias Drese (r) im Gespräch mit Bürgermeister Ondrej Piški.

Satow. Geschichte beleben, Tradition aufrechterhalten, Verbindungen knüpfen – seit zehn Jahren leben die Gemeinde Satow und Horna Stubna (Slowakei) in einer Partnerschaft.

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Zur zehnjährigen Partnerschaft der Gemeinden Satow und Horna Stubna reisten Satower in die Slowakei / Die Schulen wollen künftig mehr zusammenarbeiten

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Drei Partnerschaften

3 Partnerschaften hat die Gemeinde Satow. Neben Horna Stubna in der Slowakei, die 2006 geschlossen wurde, als die Slowakei am 1. Mai EU-Miglied wurde, existierten bereits die Beziehungen des Ortsteiles Satow zu Fleckeby (zwischen Schleswig und Eckernförde) und zwischen Bölkow und Bilsen (Kreis Pinneberg).

Aus diesem Anlass ist von 14. bis 17. Juli eine Delegation aus Satow in die slowakische Gemeinde gereist. Vor allem Schulleiterin Heike Walter kam mit vielen Ideen wieder.

„Nach Auskunft des Innenministeriums Mecklenburg-Vorpommern ist die Gemeinde Satow die einzige Gemeinde mit einer europäischen Partnerschaft in die Slowakei“, sagt Erhardt Liehr, der die Partnerschaft mit auf den Weg gebracht hat. Denn Satow hat eine enge Verbindung zur Slowakei. „57 Familien sind 1946 nach Satow gekommen“, erzählt Liehr. Sie wurden durch die Benes-Dekrete ausgewiesen, mussten als Karpatendeutsche das Land verlassen. Über Ribnitz-Damgarten kamen sie nach Satow. „Es ist relativ einmalig, dass slowakische Familien hier untergekommen sind, was zur Folge hat, dass Dialekte hier immer noch gesprochen werden“, sagt Erhardt Liehr. „Ob man in Satow oder in Horna Stubna über den Friedhof geht, die Namen auf dem Friedhof sind die gleichen“, ergänzt Bürgermeister Matthias Drese und macht so die enge Verbindung deutlich, die nicht nur geschichtlich ist.

„Wir können uns gut über die einzelnen Förderbedingungen in der EU austauschen. Die Gemeinde ist von der Infrastruktur fast genauso aufgestellt wie wir“, sagt Drese und nennt als Beispiel Kita- und Schulstandort. Und so berichtete Bürgermeister Drese über den Kita-Ersatzneubau und Ondrej Piški, Bürgermeister der Gemeinde Horna Stubna, von der Wärmedämmung für die Schule.

Die hat sich die Delegation aus Satow angeschaut. Mit dabei war auch Heike Walter, Leiterin der Schule am See. Bei der Partnerschaft gehe es darum, „Geschichte zu erhalten und für die Nachwelt zu bewahren“, sagt sie. Über kurz oder lang soll eine Partnerschaft mit der Schule in Horna Stubna aufgebaut werden. Dafür hat Heike Walter schon einige Ideen. „Es gibt eine aktive Geschichts-AG bei uns. Wir sollten beigehen und die älteren Leute befragen, wie es ihnen erging“, sagt Heike Walter in Bezug auf die Verweisung aus dem Heimatland. „Das gleiche wäre sinnvoll in Horna Stubna. Toll wäre es, wenn wir das in slowakisch und deutsch dokumentieren könnten.“ Zudem habe die Gemeinde Satow die Schule eingeladen, im nächsten Jahr herzukommen.

Anlässlich der zehnjährigen Gemeindepartnerschaft gab es in Horna Stubna eine Feier und ein Fußballspiel. Mit einer gemischten Mannschaft reiste der SSV Satow an – Mitglieder der A-Jugend, aus der ersten und zweiten Männermannschaft und den Alten Herren kickten auf dem Sportplatz gegen die Slowaken. „Wir hatten bisher vier Begegnungen und bisher hatte Horna Stubna noch nicht gewinnen können“, sagt Stefan Holtzhaußen vom SSV-Vorstand. Das sollte sich bei der fünften Partie ändern. 1:9 stand es am Ende für die Gastgeber. „Es war ein forderndes Spiel. Die Kraft war dann irgendwann weg“, sagt Holtzhaußen. Immerhin lagen 16 Stunden Anreise am Vortag hinter den Kickern. Und:„Horna Stubna hat seit Langem eine der besten Mannschaften und sie ist auch aufgestiegen“, so Liehr.

Am zweiten Tag besuchte die Delegation das Heimattreffen. Diese finden regelmäßig in Satow, Iggingen (Baden-Württemberg) und Horna Stubna statt. Gemeindepartnerschaft und Heimattreffen seien eine Verbindung auf kommunaler und ehrenamtlicher Ebene, so Drese.

Anja Levien

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