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Gefahr auf dem Schulweg: Mit Ida und Tim sicher zur Schule

Bad Doberan Gefahr auf dem Schulweg: Mit Ida und Tim sicher zur Schule

Ida und Tim helfen den Kindern im Landkreis Rostock ab sofort dabei, sich am und im Bus richtig zu verhalten. Die beiden Zeichenfiguren sind die neuen Gesichter der Rebus-Busschule.

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Die Vorschüler Helena (v.l.), Lieke, Anastasia und Johann (alle 6) schauen sich den neuen Busschulbus an.

Quelle: Fotos: Anja Levien

Bad Doberan. Ida und Tim helfen den Kindern im Landkreis Rostock ab sofort dabei, sich am und im Bus richtig zu verhalten. Die beiden Zeichenfiguren sind die neuen Gesichter der Rebus-Busschule. Mit einem neu gestalteten Bus sowie Lernheft möchte das Verkehrsunternehmen in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse MV und der Polizei den Schulweg für Fahrschüler noch sicherer machen. Allein 1400 Wegeunfälle verzeichnete die Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern 2014 auf Schulwegen.

OZ-Bild

Ida und Tim helfen den Kindern im Landkreis Rostock ab sofort dabei, sich am und im Bus richtig zu verhalten. Die beiden Zeichenfiguren sind die neuen Gesichter der Rebus-Busschule.

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Die Vorschulkinder der Kita „Storchennest“ aus Bargeshagen sind extra auf den Rebus-Betriebshof nach Bad Doberan gekommen, um mit dem Busschulbus auf seine erste Reise zu gehen. „Vom Bus hält man mindestens einen Meter Abstand“, erläutert Rebus-Mitarbeiterin Ramona Schütt, die für die Busschule zuständig ist, den Kindern, die gleich einsteigen wollen. „Nicht drängeln und schubsen, nacheinander einsteigen und den Ranzen dafür von der Schulter nehmen.“ Und was möchte der Busfahrer sehen, fragt sie. „Die Fahrkarte“, antwortet der Kinderchor.

Seit 1999 gibt es die Busschule. Doch mit den extra für Vorschulkinder und Grundschüler gestalteten Heft sollen jetzt noch mehr Einrichtungen und Kinder im Landkreis Rostock erreicht werden. „Wir wollen altersgerecht und spielerisch über Gefahren und richtiges Verhalten auf dem Schulweg im Straßenverkehr aufmerksam machen“, sagt Rebus-Geschäftsführerin Simone Zabel. „Mit der Busschule können sich die Schulanfänger selbstständiger und sicherer im öffentlichen Schülerverkehr zurechtfinden“, ergänzt Landrat Sebastian Constien (SPD). „Unser Ziel ist es, dass jedes Vorschulkind oder jeder Erstklässler an einer Busschule teilnimmt“, so Constien. „Wir können das als erster Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern schaffen.“ Mit dem Heft wolle man den Kindern etwas in die Hand geben, was nachhaltig ist, sagt Simone Zabel. „Eltern können das Gelernte vertiefen und mit dem Heft arbeiten.“ Darin erzählt der große Bruder, der schon zur Schule geht, seiner kleinen Schwester Ida, was beispielsweise an einer Haltestelle passiert, worauf man achten muss und wie man sich im Bus verhält.

„Das Verhalten an Bushaltestellen birgt Gefahren, wenn Kinder zum Beispiel ins Toben kommen“, sagt Polizeisprecher Gert Frahm. Deshalb sei das richtige Verhalten an der Bushaltestelle der wichtigste Teil der Busschule. Eine Gefahrenquelle: Vor oder hinter dem Bus die Straße überqueren. „Besser warten bis der Bus weg ist“, rät Gert Frahm. 2015 habe es im Bereich von Bushaltestellen in Zusammenhang mit dem Schülerverkehr keine Unfälle gegeben. Dazu trage auch die Prävention mit bei.

„Wir wollen Eltern und Kindern die Angst nehmen, was es bedeutet, mit dem Bus unterwegs zu sein“, sagt Simone Zabel. „Unser besonderes Anliegen ist es, die Zahl der Wegeunfälle zu reduzieren“, fügt Sebastian Körner, Direktor der Unfallkasse MV, hinzu.

Alexander Schulz von der Rostocker H2F Kommunikationsagentur hat Ida und Tim ins Leben gerufen und die mehr als 60 Illustrationen gezeichnet, von denen einige auch auf dem Bus abgebildet sind. Bevor das Heft in Druck ging, haben sich einige Kinder die Zeichnungen angeschaut, ob sie verständlich sind.

Der Busschulbus kommt zu den Kindertagesstätten oder Schulen. Die Schulung findet dann direkt an der Haltestelle und im Bus statt. „Da die Nachfrage sehr groß ist, haben wir jetzt zwei weitere Busfahrer geschult“, sagt Simone Zabel. Im vergangenen Jahr haben 980 Schüler und Vorschulkinder an der Busschule teilgenommen.

Busschule im Landkreis

12000 Schüler werden etwa täglich im Landkreis Rostock zu über 60 Schulen befördert. Im vergangenen Jahr haben 980 Vorschüler und Erstklässler aus 28 Einrichtungen und Schulen an der Rebus-Busschule teilgenommen.

65 Illustrationen hat Alexander Schulz von der H2F Kommunikationsagentur für die neue Busschule entworfen. Sie ist auf dem Bus und im Lern- und Arbeitsheft zu sehen.

Von Anja Levien

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