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Gemeinde Satow: Amt für Raumordnung streicht Bauland

Satow Gemeinde Satow: Amt für Raumordnung streicht Bauland

Die Gemeindevertreter mussten die dritte Auslegung zum Flächennutzungsplan beschließen / Nicht in allen Ortsteilen darf gebaut werden

Satow. Die Gemeinde Satow bekommt Planungssicherheit für die kommenden 15 bis 20 Jahre. Es hat einen Flächennutzungsplan in Auftrag gegeben, den das Amt für Raumordnung und Landesentwicklung nach einigen Änderungen zurzeit prüft. Auf ihrer jüngsten Sitzung segneten die Gemeindevertreter die neuen Einwendungen zum dritten Mal ab. Jetzt erfolgt erneut die Auslegung für die Öffentlichkeit sowie die Beteiligung der Behörden.

Wichtigste Neuerung: In Satow wird nach Jahren des Stillstandes ein Wohngebiet mit 54 Bauplätzen ausgewiesen. Dafür hat das Amt bereits grünes Licht gegeben. „Das ist wichtig für die Gemeinde, weil die Nachfrage nach Grundstücken da ist“, sagt Lars Fricke vom Stadt- und Regionalplanungsbüro aus Wismar. Er kennt den baulichen Zustand in den Orten ganz genau, denn er hat den Flächennutzungsplan erstellt. „Die Gemeinde will Bauland und Gewerbeflächen bereithalten. Das Amt für Raumordnung dagegen geht von einer schrumpfenden Bevölkerung aus“, erklärt Fricke die unterschiedlichen Zielsetzungen. Während also die Gemeinde auch in ihren Ortsteilen Häuslebauer mit freiem Bauland anlocken möchte, will das Amt tendenziell alles zentrieren. Das Amt hat dementsprechend fünf Flächen, die die Gemeinde als Bauland in den Ortsteilen ausweisen lassen wollte, gestrichen. Darüber mussten die Gemeindevertreter abstimmen und waren mehrheitlich dafür. Großes Interesse hatte die Kommune an der Erschließung von Bauland in Hanstorf und Anna Luisenhof. Doch hier darf niemand mehr bauen. Eine Fläche in Radegast ist von einem Wohngebiet in ein Mischgebiet umgewandelt worden.

„Das Amt für Raumordnung sieht es lieber, wenn in den größeren Orten gebaut wird beziehungsweise dort, wo es auch die notwendige Infrastruktur gibt“, so Fricke. So dürfen Satow wachsen und auch Heiligenhagen, da es verkehrstechnisch so günstig gelegen ist, dass auch die Älteren später gut zu Ärzten etc. kommen. Der Abstimmungsprozess zwischen Kommune und der Entscheidungsbehörde ziehe sich oft über Jahre hin, so Fricke. Er kritisiert, dass das Amt nicht berücksichtigt, dass die Bevölkerungszahl im Land seit zwei Jahren wieder steigt – nicht zuletzt durch die Flüchtlinge. Außerdem würde es wieder mehr Menschen von der Stadt auf das Land ziehen.

In Groß Bölkow wird ein Wohngebiet mit 13 Grundstücken entstehen, für das die Gemeinde bereits einen Bebauungsplan in Auftrag gegeben hat.

Katarina Sass

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