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Bad Doberan Giftige Pflanze in der Mollistraße

Stechapfel wächst im Blumenkübel / Doberaner Gunnar Neumann entdeckte sie

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Inmitten anderer Blumen hat sich in diesem Kübel eine giftige Stechapfel-Pflanze ausgesät. Gunnar Neumann hat sie entdeckt.

Quelle: Renate Peter

Bad Doberan. Gunnar Neumann könnte einige Kinder vor großem Schaden bewahrt haben. Eher zufällig entdeckte der Bad Doberaner Gastronom gestern eine giftige Pflanze in einem der hübschen Blumenkübel in der Mollistraße: eine Stechapfel-Pflanze.

„Eine imposante Pflanze, aber selbst in niedrigen Dosen giftig. Sie kann sogar zum Tode führen“, sagt der Betreiber des Café Z. in der Mollistraße. Deshalb informierte er sofort die Polizei. Doch die Beamten kamen nicht. „Die Pflanze falle nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, hat man mir erklärt“, sagt Neumann. Doch er macht sich wegen der Giftigkeit Sorgen.

Die Blumenkübel in der Mollistraße gehören der Stadt und werden durch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes bepflanzt und die Blumen durch sie auch gepflegt und gegossen. Gerhart Kukla, Leiter des Bürgeramtes im Rathaus, war überrascht. „Wir pflanzen so etwas natürlich nicht“, betont Kukla. Sie habe sich wahrscheinlich selbst gesät. Doch sofort informierte er Joachim Krüger, den Leiter des städtischen Bauhofes, der sich ebenfalls erschrocken zeigte. Die Stechapfel-Staude sollte sofort entfernt werden.

Gerade der europäische Stechapfel soll sehr schnell wachsen. In Gärten ist er zwar ein Hingucker, sollte aber in Parzellen, in denen sich Kinder aufhalten, wegen der Giftigkeit nicht angebaut werden, wird im Internet gewarnt.

Danach ist der Stechapfel ein „einjähriger Strauch, der hauptsächlich auf trockenen, sandigen Plätzen wächst. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 30 bis zu 200 Zentimetern und hat eiförmige, grob gezähnte Blätter. Von Juni bis September wachsen die typischen, meist weißen, einzelstehenden, fünfzipfeligen, trompeten-trichterförmigen Blüten, die einen starken Duft verströmen. Im Herbst reifen grüne, walnussgroße, kastanienartige Früchte heran.“

Der Stechapfel wird auch heute noch sowohl für medizinische als auch rituell-spirituelle Zwecke verwendet. Sogar als Droge findet sie Verwendung. Doch ihr Konsum kann nicht nur optische Halluzinationen, Unruhe und Desorientierung herbeiführen, sondern schwere Nebenwirkungen haben, die bis zum Atem- und Herzstillstand führen können. Bei schwerwiegenderen Vergiftungen sollte man unbedingt einen Arzt konsultieren.

rp

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