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Gläubige wählen wichtigstes Gremium

Bad Doberan Gläubige wählen wichtigstes Gremium

Am 27. November wird der Kirchengemeinderat gewählt / Großes Aufgabenspektrum / Umbau des Küsterhauses

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Die Arbeit des KGR nimmt viel Zeit in Anspruch.“ Albrecht Jax, Pastor

Bad Doberan. 1743 wahlberechtigte Kirchenmitglieder sind aufgerufen am 27. November den Kirchengemeinderat (KGR) zu wählen. Er besteht aus zwölf Mitgliedern, 15 stellen sich zur Wahl. Vor ihnen liegt eine Legislaturperiode mit großen Herausforderungen und wichtigen Aufgaben.

Ohne ihn ist keine Arbeit möglich. Der Kirchengemeinderat ist das Gremium, das die Leitung inne hat. „Das hat nicht der Pastor“, betont Pastor Albrecht Jax. Den Kandidaten zieht sogleich den Zahn:

„Die Arbeit des KGR ist nicht ohne. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Aber mit ein paar wenigen Stunden im Monat ist es nicht getan“, sagt Jax und schätzt, dass es locker 15 Stunden im Monat sein werden. Und das sei nur die reine Sitzungsarbeit. Hinzu kämen die Stunden, in denen vor- und nachbereitet werden muss. Entsprechend groß war die Überredungskunst 15 Kandidaten für die kommende Legislaturperiode von sechs Jahren zu gewinnen. „Aber ich bin dankbar, dass die Mitglieder nun eine Auswahl haben“, sagt Jax. Denn zwölf von 15 müssen gewählt werden, die drei Nichtgewählten würden Nachrücker sein. Ähnlich wie in einem Stadtparlament teilt sich der KGR in verschiedene Ausschüsse ein. Dazu zählen der Friedhofsausschuss, der Kirchenmusikausschuss, der Münsterausschuss – „allein das ist ein riesiger Arbeitsbereich“ –, aber auch Ausschüsse, die sich vorrangig um die baulichen, die finanziellen und die sozialen Belange der Christengemeinschaft kümmern. Unterstützt werden die Ausschüsse von sachkundigen Einwohnern, die ebenfalls gewählt werden müssen. Dem KGR obliegen auch die Personalentscheidungen, er stellt die hauptamtlichen Mitarbeiter der Kirchengemeinde ein, von denen es 20 gebe. Geht es nach Jax, der nur für sich als Pastor sprechen kann, so liege eine große Herausforderungen in der Flüchtlingsarbeit, die vor allem im letzten Jahr auch in Doberan zum Tragen gekommen war. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir uns dem Thema in den nächsten Jahren stärker widmen müssen“, sagt der Pastor. Denkbar sei ein eigener Arbeitsbereich innerhalb eines Ausschusses. Doch auch das muss der neu gewählte KGR, der im Januar feierlich eingeführt wird, entscheiden.

Zumindest der Bauausschuss wird in den kommenden Monaten eine große Rolle spielen, auch was die Wirkung nach außen betrifft. Denn er wird den Umbau des Küsterhauses gegenüber des Münsters kontrollieren und koordinieren. Hier soll im Erdgeschoss der Michaelhof mit den Kröpeliner Werkstätten einziehen. Sie wollen hier ein Café betreiben, in dem Menschen mit und ohne Behinderung ins Gespräch kommen. Das Projekt nennt sich „Samocca“ und ist ein bundesweit betriebenes Franchise-System. Das Besondere: Das Konzept sieht den Betrieb einer eigenen Rösterei vor. „Gäste können sich ihren Kaffee individuell zusammenstellen“, ergänzt Jax. Geht alles glatt, könnte die Caférösterei bereits zur Saison 2017 eröffnen. Im Obergeschoss, wo die Münsterverwaltung ihre Büros hat, würden die Räume „etwas verbessert“ werden.

Auf der Vorhabenliste der Kirchengemeinde stehen außerdem die Kapellen in Althof und Heiligendamm. In letzterer sei die Innensanierung dringend notwendig. Was die Ausrichtung betrifft, so sieht Pastor Jax wieder die Älteren im Vordergrund, nachdem sich die Gemeinde verstärkt auf Familien und Kinder konzentriert habe.

Die Wahl am 27. November findet im Gemeindezentrum von 11 bis 17 Uhr statt. Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Kirche ab 14 Jahre. Jeder Wähler bekommt einen Stimmzettel, auf dem er zwölf Kreuze machen kann. Kandidaten dürfen nicht doppelt gewählt werden. Auch die Briefwahl ist möglich und unter ☎ 038203 / 16439 zu beantragen.

Das sind die Kandidaten

Dieter Abeling: 64 Jahre, Rentner, verheiratet, Mitglied des Posauenchores

Jochen Arenz: 51 Jahre, Dipl.-Sozialarbeiter, leitet das Johanniterhaus

Franz Berndt: Dipl.-Bauingenieur, im KGR bisher für Bauliches zuständig

Rainer Boosmann: seit Jahren im KGR Brunhild Brokopp: 12 Jahre Vorsitzende des Friedhofausschusses im KGR

Theresa Busch: 35 Jahre, will Gottesdienste für alle Generationen pflegen

Heike Fiedler-Römhild: 60 Jahre, war Mitglied im Münsterausschuss

Jeannine Kumpf: kümmerte sich im KGR um Touristisches im Münster

Renate Kutzmer: ehem. Küsterin am Münster, will Erfahrungen einbringen

Barbara Niehaus: leitet die Suppenküche, Mitglied im Gemeindeausschuss

Jutta Riemann: 60 Jahre, arbeitet in der Kirchenkreisverwaltung Güstrow

Hannes Roggelin: 26 Jahre, koordiniert die Flüchtlingshilfe

Karin Rose: 55 Jahre, war zwei Legislaturperioden im KGR

Angelika Rosenfeld: 67 Jahre, will sich um Finanzen im KGR kümmern

Bastian Strahlmann: Musikausschuss

Katarina Sass

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