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Gutteck ist neuer Rathauschef

Kröpelin Gutteck ist neuer Rathauschef

Kröpelin hat Thomas Gutteck mit 1338 Ja-Stimmen gewählt

Kröpelin. hat einen neuen Bürgermeister. Der einzige Kandidat Thomas Gutteck (parteilos) hat bei der gestrigen Wahl 1338 Stimmen auf sich vereint und damit über 700 Stimmen mehr als benötigt gesammelt. 36 Prozent aller wahlberechtigten Kröpeliner sind zur Urne gegangen.

 

OZ-Bild

Symbolisch: Thomas Gutteck hat seinen Briefwahl-Bogen längst in den Briefkasten geworfen. Der 38-Jährige ist neben dem Bürgermeisterposten weiterhin Hauptamtsleiter.

Quelle: Foto: Katarina Sass

Das Wahlergebnis

1485 wahlberechtigte Kröpeliner gingen gestern in die Wahlkabinen der sieben Wahllokale. 1477 gültige Stimmen wurden abgegeben, davon fallen 1338 auf Gutteck. 139 machten ihr Kreuz bei Nein. 259 Kröpeliner wählten per Brief.

36 Prozent betrug die Wahlbeteiligung.

Kröpelin hat sich klar zu seinem Verwaltungschef als neues Stadtoberhaupt bekannt. 1485 Einwohner gingen zur Wahl, das entspricht 36 Prozent der Wahlberechtigten. Davon sind acht Stimmen ungültig, 295 wählten per Brief. 1138 Wähler stimmten für Gutteck, 139 gegen ihn. Das bedeutet, dass 90,6 Prozent der Wähler mit Ja gestimmt haben. „Ich bin fasziniert von einem so hohen Vertrauensbonus“, sagte Gutteck gestern Abend nach Auszählung der Stimmen.

Ihr Kreuz hat auch Angelika Heim im Wahllokal im Rathaus gemacht. Sie wünscht sich vom neuen Stadtoberhaupt, „dass endlich die Dammstraße saniert und auf 30 km/h begrenzt wird“, sagt die Kröpelinerin. Außerdem könne er ruhig für mehr Veranstaltungen sorgen. Eine Wählerin aus Prinzip ist Waltraut Jakubowski. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass er etwas Gutes für die Stadt tun kann“, sagt sie. Ein anderer Einwohner, der seinen Namen nicht nennen will, geht nicht zur Wahl. Seine Begründung: „Dann kann ich mich hinterher auch nicht beschweren, wenn wieder etwas nicht läuft in der Stadt.“

Der 38-jährige Thomas Gutteck ist zweifacher, bald dreifacher Familienvater und Hauptamtsleiter der Stadtverwaltung. Die Gründe, die nach eigenen Aussagen für ihn sprechen, sind nicht nur sein Alter.

„Ich habe zehn Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet, aber ich weiß auch, wie die Stadtvertretung tickt“, sagt er. Der Kröpeliner kenne die Bedürfnisse der Stadt und auch ihre Probleme: „Die Verkehrsthemen sind immer brennende Themen.“

Auf ein Wahlprogramm mit unrealistischen Versprechungen habe er bewusst verzichtet, da er die meisten Entscheidungen nicht allein treffen könne. „Mir geht es darum, die Vereine zu unterstützen, den Akteuren Probleme abzunehmen und ihnen das Leben leichter zu machen“, sagt er. Manches Problem lasse sich schnell und umkompliziert lösen, „wenn man A und B an einen Tisch zusammenbringt“. Das gelte auch für die Gewerbetreibenden in der Stadt. Er könne nicht dafür sorgen, dass sich Kröpelin zu einem florierendem Zentrum entwickle. Ihm geht es um den Ist-Zustand.

Der Wahlausschuss wird am Dienstag das endgültige Ergebnis ermittelt haben. Dann gibt es noch eine Widerspruchsfrist, die abgewartet werden muss. Gutteck rechnet damit, dass er ab 1. April sein neues Amt antreten kann. Er bleibt aber weiterhin noch Hauptamtsleiter der Stadtverwaltung. Ob und wie diese Stelle neu besetzt wird, entscheidet letztlich der Hauptausschuss. „Das Tagesgeschäft geht also erst einmal weiter“, antwortet er auf die Frage, was er als erstes umsetzen möchte als Bürgermeister.

In diesen Tagen erwartet seine Frau das dritte Kind. In Elternzeit werde er aber nicht gehen, sagt er. Das wäre ein falsches Signal. Dennoch ist die Herausforderung für ihn groß. Seine Familie, sein Beruf und das Ehrenamt. Ohne seine Familie im Rücken, die um seine rare Zeit weiß, hätte er die Entscheidung nicht getroffen. Thomas Gutteck löst Rüdiger Kropp ab, der als Bürgermeister vorübergehend das Amt inne hatte.

Zuvor war Hubertus Wunschik (Grüne) vor dem Oberverwaltungsgericht Greifswald mit einer Klage gescheitert, weil die Kröpeliner Stadtvertreter ihn in den Ruhestand versetzt hatten.

Katarina Sass

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