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Hastorfer bauen mithilfe vieler Spenden ihren Spielplatz

Hastorf Hastorfer bauen mithilfe vieler Spenden ihren Spielplatz

1500 Euro kamen allein durch private Gelder zusammen / Ortsansässige Spielzeugfirma unterstützte das Vorhaben / Einweihungsparty ist geplant

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Paul-David Ronnecker, Bastian Sonntag und Andy Possehl (v.l.) gehörten zu den fleißigen Helfern – aber auch ihre Kinder.

Quelle: Renate Peter

Hastorf. Neugierig schauen die Lütten auf das neue große Holz-Spielgerät mit Schaukel und Rutsche in Hastorf. Bald dürfen sie es in Besitz nehmen. Am kommenden Dienstag soll der neue Spielplatz des kleinen Dorfes abgenommen werden. Jetzt machten sich Eltern daran, den angefahrenen Kies auf der Fläche des Spielgerätes zu verteilen.

Früher sei dies ein Bolzplatz gewesen, dann kam ein Volleyballnetz hinzu, erzählt Bastian Sonntag, Anwohner und auch Mitglied der Hanstorfer Ortsteilvertretung. „Als dann ringsherum Baugebiete ausgewiesen wurden, hatten wir Angst, dass der Spielplatz verschwinden könnte“, sagt der junge Papa. Eltern des Dorfes bauten eine Tischtennisplatte auf. Traktorenreifen wurden eingebuddelt und eine Sandkiste errichtet. Seit insgesamt zwölf Jahren werde der Spielplatz nahe der Bushaltestelle nach und nach erweitert und verschönert, erzählt Bastian Sonntag. Im vorigen Jahr sei dann die Schaukel nicht mehr durch die Sicherheitskontrolle gekommen.

Von der Gemeinde hätten die Hastorfer 2500 Euro für eine neue Schaukel bekommen. „Aber wir sagten uns: Da muss doch mehr möglich sein“, so Bastian Sonntag. Und so begann eine tolle Eigeninitiative.

Die Hastorfer wandten sich an „Ein Herz für Kinder“. Von der Hilfsorganisation bekamen sie eine Spende von 3000 Euro. Von der Gemeinde erhielten sie ebenfalls 3000 Euro. Immerhin 1500 Euro kamen aus Spenden von Familien des Dorfes zusammen, sagt Bastian Sonntag dankbar. 500 Euro steuerte eno energy aus dem Windpark Stäbelow bei. „Beim Spiel ohne Grenzen zum Sommerfest in Satow hat unser Dorf dieses Jahr gewonnen. Die Prämie floss ebenfalls in das Spielplatz-Vorhaben“, erklärt der Hastorfer. So waren gut 8000 Euro zusammengekommen. Das reichte zwar nicht, doch das Glück half: Vor drei Jahren siedelte sich die Rostocker Arbolito Spielraumgestaltung mit ihrer Werkstatt in Hastorf an. „Für uns war es selbstverständlich zu helfen“, sagt Paul-David Ronnecker. „Unsere Firma steht für Holz- und Farbgestaltung, Spielplatzbau, Instandhaltung und Spielgeräte. Hier in der Region haben wir schon in Rostock oder Graal-Müritz unsere Handschrift hinterlassen. Wir freuen uns, Spielplätze zu errichten, kennen uns da auch mit Fördermitteln aus. Doch besonders schön ist es natürlich, einem Dorf zu helfen, in dem man arbeitet“, sagt der junge Papa. Zahlen nennt er nicht. Aber sein Unternehmen hat eine große Summe „ausgeglichen“.

Familie Mielke aus Parkentin lieferte den Kies. Den verteilten Eltern am Donnerstag auf dem Platz. „Wir haben eine WhatsApp-Gruppe hier. Da läuft die Kommunikation“, sagt Bastian Sonntag schmunzelnd.

Väter und Mütter kamen mit Schaufeln. Und selbst die Lütten wollten helfen. Andy Possehl kam mit einem Mini-Bagger. „In solchen Fällen unterstützt unsere Hanstorfer Landbau GmbH gern mit Technik“, sagt der Anwohner.

123 Einwohner zählt das kleine Dorf, darunter 20 Kinder. Es ist recht familiär in Hastorf. Deshalb wird auch eine zünftige Einweihungsparty für den Spielplatz vorbereitet. Auch sonst feiern die Einwohner gern gemeinsam – beim Herbstfeuer oder beim Osterfeuer beispielsweise, erzählt Bastian Sonntag.

Spielplätze in unterschiedlicher Größe

123 Einwohner zählt Hastorf, ein Dorf im Ortsteil Hanstorf der Gemeinde Satow.

20 Kinder wohnen in Hastorf. Sie können sich über einen neuen Spielplatz freuen.

11 Spielplätze gibt es in der Gemeinde Satow – in unterschiedlicher Größe: Radegast, Gerdshagen, Heiligenhagen, Hohen Luckow, Hanstorf, Hastorf, Gorow, Reinshagen, Satow um den See, Rederank und Pustohl. Der Bauhof pflegt die Plätze.

Renate Peter

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