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Bad Doberan Hier gedeiht seit Jahrzehnten Engagement

60 Jahre Jugendarbeit in der Feuerwehr Bad Doberan gefeiert / Rolle für gesellschaftlichen Zusammenhalt betont

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Ein Teil der aktuell 17 Mitglieder der Bad Doberaner Jugendwehr, freut sich über die von der Bäckerei-Konditorei Braun gefertigte und gemeinsam mit der Stadtverwaltung anteilig gesponserte Feuerwehr-Torte zum 60. Geburtstag der Brandschutz-Jugendarbeit in der Münsterstadt. Zudem gab es Schecks vom Stadtpräsidenten und vom Bürgermeister sowie ein „Care“-Paket voller süßer Sachen aus Bad Schwartau. Fotos (5): Thomas Hoppe

Bad Doberan. „Körperliche und seelische Gewalt wird in unserer Gesellschaft immer mehr zum Thema. Dem können wir nur entgegenwirken, wenn wir soziale Kompetenz und uneigennütziges Engagement lehren“, bringt die Jugendwartin der Bad Doberaner Freiwilligen Feuerwehr, Juliane Schwanbeck, ihre Meinung über das Ziel heutiger Jugendarbeit auf den Punkt. Diese sei nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, betont die 29-jährige verheiratete Mutter eines Dreijährigen und sieht die Aufgabe ihrer Arbeit auch darin, „dass junge Menschen einen Ort haben, wo sie sich wohlfühlen und akzeptiert werden“.

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60 Jahre Jugendarbeit in der Feuerwehr Bad Doberan gefeiert / Rolle für gesellschaftlichen Zusammenhalt betont

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Zum Beispiel Doberans Jugendwehr. Deren Mitglieder, ehemalige Mitglieder, aktive Feuerwehrleute, Vertreter des Kreises und der Stadt sind an diesem Samstagvormittag auf dem Thünenhof zusammengekommen, um den 60. Jahrestag der hiesigen Brandschutz-Jugendarbeit zu feiern.

In Doberan werde ihm um die Zukunft der Feuerwehr nicht bange, wenn er sehe, wer aus den Reihen der Jugendwehr jetzt bei den Aktiven Dienst leiste, betont der Kreisbrandmeister Mayk Tessin, bevor er ein großes Dankeschön an alle richtet, die an dieser Entwicklung Anteil haben. Immerhin komme fast jedes zweite aktive Doberaner Feuerwehrmitglied aus den Reihen der Jugendfeuerwehr, heißt es.

„1956 schafften die Gründungsväter eine Jugendarbeit, die bis heute hält“, unterstreicht Juliane Schwanbeck und Hauptlöschmeister Werner Junge – Autor der Bad Doberaner Feuerwehrchronik 1882 bis 2010 – spannt mit historischen Rückblicken einen Bogen über die vergangenen sechs Jahrzehnte.

Sein Ausgangspunkt ist die Freizeit-Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“, die vor 60 Jahren in der Münsterstadt vom erfahrenen Feuerwehr-Kameraden Erich Helm an der damaligen Polytechnischen Oberschule gegründet und von ihm bis 1967 geleitet worden war. Sein Nachfolger, Kamerad Herbert Jürß, soll mit der AG, die er bis 1982 führte, die bislang „größten Erfolge“ erzielt haben, unter anderem mehrere Siege bei Kreisausscheiden, vordere Platzierungen bei Bezirkswettbewerben und einen DDR-Meistertitel. Auch die folgenden Jugendwarte und ihre Stellvertreter werden genannt. Zu ihnen gehört Wolfgang Scheil, der bereits 1964 zu den Brandschützern ging und später ein dutzend Jahre lang die Jugendwehr hier leitete. „Ich freue mich besonders, dass Du gekommen bist, Wolfgang. Du hast immer viel für die Jugendarbeit gemacht und das muss auch gewertet werden“, begrüßt ihn die derzeitige Jugendwartin, die mit 13 zu Feuerwehr kam. Ihr unmittelbarer Vorgänger wiederum, Florian Weidt, kümmert sich inzwischen „vor der Tür“ um das aktuelle Zeltlager der Doberaner Wehr mit bis zu 70 Kindern aus den Gemeinden Hohenfelde, Satow und Kröpelin (OZ berichtete).

Die Jugendarbeit ist trotz ihres Alters offensichtlich jung geblieben. Kein Wunder also, dass die kranzumsäumte güldene 60 am Rednerpult beizeiten das Weite sucht und leise abfällt. Lautstark reagiert dann dafür das jugendliche Publikum, als eine kleine Jugendwehrabordnung aus der Partnerstadt Bad Schwartau mit einer Kiste voller Schwartauer Marmelade und Schokocreme sowie mit Süßigkeiten-Tüten und Riegeln – die Schleswig-Holsteiner sagen dazu „Care“-Paket – vor die versammelte Mannschaft tritt. „Bei uns im Kreis, gibt es keine Jugendfeuerwehr, die so lange lebt“, heißt es von der Kameradin der Feuerwehr Bad Schwartau-Rensefeld achtungsvoll.

Für den Kreis Rostock fällt dem stellvertretenden Jugendwart Dieter Klaes am OZ-Telefon auch nicht gleich eine weitere 60-Jährige ein: „Nach meiner Erkenntnis hat keine andere Feuerwehr in der näheren Region das so lange durchgezogen“. „Wir haben eine der ältesten Feuerwehren im Land“, weiß Bad Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau. Er gratuliert gemeinsam mit Bürgeramtsleiter Gerhart Kukla mit einer großen Torte – die den Einsatz zweier Löschschläuche gegen ein mächtiges Feuer zeigt – und hat einen „kleinen Scheck“ fertiggemacht. Wie auch der Stadtpräsident von Bad Doberan, Stephan Krauleidis, der außerdem ganz herzliche Grüße der Stadtvertreter überbringt – Jochen Arenz ist selbst erschienen. Ins Gratulationscour eingereiht hat sich auch die 2. Stellvertretende Landrätin Anja Kerl, die ausdrücklich all jenen dankt, die ihre Freizeit für Jugendarbeit zur Verfügung stellen – „Zeit, die immer wertvoller wird“.

Thomas Hoppe

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