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Hirsch schwimmt in Ostsee vor Heiligendamm

Heiligendamm Hirsch schwimmt in Ostsee vor Heiligendamm

DRK-Wasserwacht und Polizei ziehen das Tier aus dem Wasser / Hirsch stirbt an Land

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Retter der DRK-Wasserwacht decken am Strand von Heiligendamm den toten Hirsch ab.

Quelle: Stefan Tretropp

Heiligendamm. Ungewöhnlicher Einsatz für die Rettungsschwimmer der DRK-Wasserwacht in Heiligendamm: Ein rund 300 Kilo schwerer Hirsch schwamm gestern in der Ostsee. Die DRK-Wasserwacht und die Polizei versuchten, das Tier zu retten. Sie schafften es, den völlig entkräfteten Hirsch an Land zu holen. Nach einer Untersuchung verstarb er jedoch am Strand.

 

OZ-Bild

Tanjana Lutz hat den Hirsch in Kühlungsborn fotografiert.

Quelle:

Was Rettungsschwimmer Michael Reil gegen 14 Uhr durch sein Fernglas sah, wird er nicht so schnell vergessen. Er entdeckte ein riesiges Geweih zwischen den Badegästen. „Eigentlich erwarte ich Köpfe von Menschen. Ich dachte, ich spinne“, sagt Reil. Mehrere Helfer eilten sofort ins Wasser und versuchten über Rettungsboote zu dem Tier zu gelangen und ihm aus dem Wasser zu lotsen. „Er wollte nicht raus“, sagt Benjamin Wehner von der DRK-Wasserwacht. Die Rettungsschwimmer hätten die Badegäste aus dem Wasser geholt, zwei Buhnenbereiche wurden abgesperrt, die Polizei und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger angefordert. Zur Hilfe eilte ein Boot der Wasserschutzpolizei.

Die Rettungsschwimmer versuchten mit einem Boot und Rettungsbrettern an das Tier heranzukommen und eine Leine an seinem Geweih zu befestigen. „Das ist nicht ungefährlich“, sagt Benjamin Wehner. Erst vergebens, aber mit Hilfe der Boote der Wasserschutzpolizei konnte der Hirsch einkreist werden, der zuvor immer wieder entlang des Uferstreifens hin- und hergeschwommen sei.

Die Einsatzkräfte schafften es, ein Seil um das Geweih des Tieres zu legen und ihn so aus dem Wasser zu ziehen. Eine Tierärztin untersuchte den Hirsch am Strand. Wenige Minuten nach der vermeintlichen Rettung verstarb das entkräftete Tier. Mit einem Radlader wurde der Hirsch vom Strand entfernt. Nach drei Stunden war der Einsatz beendet.

Die Gäste am Strand seien sehr ungehalten und unfreundlich gegenüber den Rettungsschwimmern gewesen, kritisiert Benjamin Wehner. „Menschen retten können wir sofort, aber Tiere, gerade ein Hirsch, sind sehr ungewöhnlich.“ Woher der Hirsch komme, wisse er nicht.

Vermutlich aus Kühlungsborn Ost. Dort hat ihn Tanjana Lutz gesehen. Die 46-Jährige aus Buxtehude war gegen 7.30 Uhr an ihrem letzten Urlaubstag in Höhe des Strandaufganges 8. „Da waren Leute und der Hirsch am Strand, der dann ins Wasser lief und Richtung Heiligendamm davonschwamm“, schildert sie.

st/al

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