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Idee des Ehm-Welk-Hauses auf der Buchmesse

Bad Doberan Idee des Ehm-Welk-Hauses auf der Buchmesse

Am Sonnabend lesen sieben Schülerinnen vor Eltern und weiteren Gästen / Zwei Jungen musizieren dazu / Talentförderung begeistert bis nach Frankfurt/Main

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Heidi Greßmann mit dem Buch und Illustrationen, die zur Lesung am Sonnabend aufgehängt werden sollen.

Quelle: Renate Peter

Bad Doberan. Mit dem jährlichen Lesewettbewerb, unterstützt vom Deutschen Buchhandel, hat sich das Bad Doberaner Ehm-Welk- Haus einen Namen gemacht. Die besten Leser aus den Schulen des Altkreises treffen sich im Februar zum regionalen Wettbewerb im einstigen Wohnhaus des Doberaner Schriftstellers. Ein Sieger oder eine Siegerin wird gekürt.

„Doch eigentlich waren alle Schüler im Februar so toll im Lesen, dass es schade war, die anderen einfach gehen zu lassen“, sagt Heidi Greßmann vom Freundeskreis Ehm Welk. So organisierte der Verein Anfang März eine literarisch-musikalische Veranstaltung mit sieben Teilnehmerinnen des Wettbewerbs (es waren alles Mädchen). Die Veranstaltung kam nicht nur bei den Eltern und weiteren Besuchern gut an, sondern hat inzwischen auch positive Resonanz beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main ausgelöst. Der Freundeskreis hatte in Vorbereitung des nächsten Wettbewerbs Kontakt zum Börsenverein aufgenommen und dort sei man so begeistert gewesen von dieser „einmaligen Idee, übers Jahr mit den Schülern weiterzuarbeiten und Lese-Talente zu fördern“, dass der Freundeskreis sich nicht nur über ein Paket mit Büchern freuen durfte. Die Idee des Ehm-Welk-Freundeskreises soll auf die nationale Buchmesse in Leipzig getragen werden. „Da sind wir so richtig stolz drauf“, sagt Heidi Greßmann. Und der Freundeskreis habe auch eine Einladung zur Buchmesse bekommen, um das Projekt vorzustellen.

Die literarisch-musikalische Veranstaltung, die im März so begeisterte, soll am Sonnabend eine Neuauflage erfahren. Das Besondere: Die sieben Schülerinnen, sie kommen u.a. aus Satow und Graal-Müritz, haben nie zusammen geübt. „Alles ging per Telefon“, erzählt Heidi Greßmann. Seit September haben sich die Mädchen vorbereitet. Per Brief erhielten sie die Texte, per Telefon wurde vorgelesen. Die Mädchen werden am 12. November aus dem Buch von Edith Rimkus-Beseler „Guckloch ins Paradies“ kleine Pferdegeschichten über Shetlandponys und Islandpferde vortragen. Geschichten, die die Autorin und Fotografin mit ihren Enkelkindern und deren Freunde erlebte. Es sei eine kleine Erinnerung an Edith Rimkus-Beseler, die leider im März ganz plötzlich verstarb, sagt Heidi Greßmann. „Guckloch ins Paradies“ ist kein Märchen für Kinder, wenn es auch so beginnt: „Es war einmal... da stand ein dunkelbraunes Pony auf einer grünen Wiese. Im Bauch dieser kleinen Shetlandstute Perle wuchs ein Fohlen heran.“

Zu Edith Rimkus-Beseler hat der Freundeskreis Ehm Welk eine besondere Beziehung. Ende 2014 hatten sie sich kennengelernt. Die Autorin und Fotografin war mit zwei Ausstellungen im Ehm-Welk- Haus. Die ehemalige Kunsterzieherin hatte mit der Kamera Kinder begleitet. Sie wäre im Dezember 90 Jahre alt geworden. Im Dezember letzten Jahres stand noch fest, dass der Verein und die Autorin wieder etwas gemeinsam im Ehm-Welk-Haus machen wollen. „Leider ist das nicht mehr möglich. Jetzt wollen wir mit diesem Nachmittag an sie erinnern“, sagt Heidi Greßmann.

Musikalisch wird der Nachmittag mit den jungen Lesetalenten, die jetzt die siebte Klasse besuchen, durch Robert (14) und Herbert (12) aus Krakow am See umrahmt, dort, wo auch die Autorin lebte. Die Jungen haben die Lesetexte gehört und dazu die Musik ausgewählt. Auch das Vorspielen erfolgte per Telefon.

Der Freundeskreis Ehm Welk, der zwölf Mitglieder zählt, freut sich auf die Veranstaltung und lädt herzlich Besucher ein. Beim ersten Lesenachmittag waren mehr als 20 Interessierte gekommen. „Die jungen Talente werden noch einmal lesen. Wir möchten den Kindern freien Lauf in ihrer Phantasie lassen“, sagt Heidi Greßmann. Es sei eine Veranstaltung auch ganz im Sinne von Ehm Welk.

Im Februar soll der nächste regionale Lesewettbewerb im Ehm- Welk-Haus stattfinden.

Sieben Mädchen lesen am Sonnabend

12 Mitglieder zählt der Freundeskreis Ehm Welk in Bad Doberan, der mit literarischen und kulturellen Veranstaltungen das Erbe des Schriftstellers in seinem einstigen Wohnhaus bewahrt. Vorsitzende des Vereins ist Ulla Golombek, Geschäftsführerin ist Monika Schneider.Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags 13 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung 7 Mädchen lesen am Sonnabend, zwei Jungen musizieren dazu.

12. November, 16 Uhr: literarisch-musikalischer Nachmittag, Ehm-Welk-Haus, Dammchaussee 23

Renate Peter

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