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Im „Hummelnest“ ist kaum noch Platz für Krippenkinder

Reinshagen Im „Hummelnest“ ist kaum noch Platz für Krippenkinder

Die Reinshäger integrative Kindertagesstätte ist ausgelastet.

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Direkt an die Kita grenzt der Gemeinderaum (links). Ob er jedoch für die Erweiterung der Kita genutzt werden könnte, ist fraglich.

Reinshagen. . Draußen ist viel Platz zum Toben. Die Mädchen und Jungen können nicht nur ihre Spielgeräte in Beschlag nehmen, sondern lieben auch den Baumstamm und die Hölzer davor. Gern gehen sie den Schulweg entlang in „ihre Höhlen“. Im Haus der Kindertagesstätte wird es dagegen eng. „Wir können keine Kinder mehr aufnehmen“, sagt Gabi Konrad, die Leiterin der integrativen Kindertagesstätte „Hummelnest“ in Reinshagen. 25 Mädchen und Jungen werden dort aktuell betreut. Platz ist für 17 Kindergarten- und acht Krippenkinder. Doch zurzeit werden im Krippenbereich nur drei kleine Kinder betreut – und fünf Kindergartenkinder. Wenn die „Großen“ noch nicht zur Schule kommen, könnten keine weiteren Kleinen aufgenommen werden, erklärt Gabi Konrad.

 

OZ-Bild

Die Kinder aus der Kita „Hummelnest“ spielen gern draußen rund um den großen Baumstamm. Rechts Kita-Leiterin Gabi Konrad. FOTOS: RENATE PETER

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Dabei hat sie bereits eine Ausnahmegenehmigung.

Gabi Konrad darf die Kita als integrative Einrichtung betreiben, da sie ausgebildete Heilerzieherin ist. Eigentlich ist die Kapazität für die integrative Einrichtung auf 23 Kinder begrenzt. „Ich habe deshalb auf den Integrativ-Status verzichtet. Die drei betreffenden Kinder haben die Einrichtung bereits verlassen. Und für ein Kind wurde eine Einzelintegration beantragt“, erklärt die Leiterin. Dadurch können zwei Kinder mehr das „Hummelnest“ besuchen. So viele Kindergartenkinder gab es in der Einrichtung noch nie. So müssen fünf von ihnen nun im Krippenbereich untergebracht werden. Da ändere sich auch der Erzieherschlüssel. Doch Gabi Konrad wird keine Erzieherin entlassen. Seit Jahren arbeitet sie mit Dörte Wodtke, Sabine Schlesinger und Silvia Standke zusammen.

Zwei Gruppenräume, ein Therapieraum sowie ein Schlafraum für die Krippenkinder stehen im Haus zur Verfügung. „Das reicht nicht mehr“, sagt Gabi Konrad.

Sie hatte daran gedacht, den Gemeinderaum, der an das Kita-Domizil grenzt, eventuell mit zu nutzen. Es brauchte nur ein Durchgang gemacht zu werden, das würde schnell zehn weitere Plätze schaffen.

Doch den Antrag dazu an die Gemeinde Satow will sie zurückziehen. Eine größere Einrichtung würde zusätzlich zu den Umbaumaßnahmen die Änderung des Kita-Konzeptes und neue Entgeltverhandlungen nach sich ziehen. Auch weiß die 55-Jährige nicht, ob die Reinshäger Ortsteilvertretung da hinter ihr steht.

„Teils teils. Wir müssen beide Seiten sehen. Kinder sind wichtig in unserem Dorf. Aber die Senioren brauchen auch einen Raum für ihre Veranstaltungen“, sagt beispielsweise Thomas Russnak. Es wäre dann der letzte Raum der Gemeinde im Ort weg. Die Rentner hätten keine Möglichkeiten für ihre Treffs, für Geburtstagsfeiern und ähnliches, sagt der Ortsteilvertreter. Aber man müsse für die Zukunft an eine Erweiterung der Kita denken, sagt er. Demnächst solle eine Versammlung sein, bei der Bürger ihre Meinung dazu sagen könnten.

Gabi Konrad hatte die ehemalige Kita-Leiterin in deren Schwangerschaft vertreten. 2001 hatte sie die Einrichtung von der Gemeinde übernommen – in private Trägerschaft. Die Gemeinde hatte das Gebäude umgebaut. Sie mietete den Kita-Teil. „Ausgelastet waren wir immer“, sagt sie. Auch eine Warteliste hätte es gegeben. Aber die wird länger. Die Kinder kommen aus der gesamten Gemeinde – auch aus Radegast, Bölkow oder Rederank. „Viele Eltern bringen auf dem Weg zur Arbeit in Doberan oder Rostock ihre Kinder her“, sagt Gabi Konrad. Und sie würden kleine Einrichtungen mit familiärer Atmosphäre oftmals bevorzugen. Die Kita ist auf naturnahe Arbeit, viel Selbstständigkeit und viel Bewegung ausgerichtet.

Dringend nötig wären jedoch die Sanierung der Fassade und der sanitären Einrichtung, hofft Gabi Konrad auf Unterstützung der Gemeinde Satow.

Renate Peter

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