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Immer mehr Urnenbestattungen auf Doberans Friedhof

Bad Doberan Immer mehr Urnenbestattungen auf Doberans Friedhof

4300 Grabstätten auf der Anlage an der Waldstraße

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Das Rondell einer Urnengemeinschaft auf dem Doberaner Friedhof. Die Namen der Verstorbenen sind auf Tafeln zu lesen, erklärt Friedhofsverwalter Sven Jantzen. Eine Bank lädt Angehörige zum Verweilen ein. FOTOS: RENATE PETER

Bad Doberan. Die Gräber sind mit Schnee bedeckt. „Wir haben es nicht mal mehr geschafft, zum Totensonntag das viele Laub zu beseitigen. Der plötzliche Wintereinbruch hat uns überrascht“, sagt Sven Jantzen, Leiter der Bad Doberaner Friedhofsverwaltung. Das Wasser ist wegen Frostgefahr abgestellt. Jetzt stellen die Familien keine Blumenvasen mehr auf die Gräber. Zum Totensonntag werden die Grabstätten mit Tannengrün und Gestecken geschmückt. Am Sonntag werden um 15 Uhr in der Doberaner Friedhofskapelle die Namen aller Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres verlesen.

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4300 Grabstätten auf der Anlage an der Waldstraße

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135 Beerdigungen im Jahr

1838 wurde der Doberaner Friedhof angelegt. Der alte Friedhof ist nahe des Münsters. Die Friedhofskapelle wurde 1938 errichtet.

4300 Grabstätten zählt der Friedhof an der Waldstraße.

135 Beerdigungen werden durchschnittlich im Jahr in Doberan gezählt. Nur zehn Prozent sind Erdbestattungen.

4300 Grabstätten gibt es auf dem Doberaner Friedhof. Früher waren es mehr. In den 1960er-Jahren hätte es kaum freie Flächen gegeben, sagt Jantzen. Die Nutzungsrechte galten über 60 Jahre und länger, mehrere Generationen wurden dort beerdigt. Doch die klassischen Familiengrabstätten gibt es nicht mehr. Heute werden Nutzungsverträge für Urnengräber über 20, für Erdbestattungen über 25 Jahre geschlossen. Jährlich zählt der Doberaner Friedhof etwa 135 Beerdigungen. „Nur noch zehn Prozent sind Erdbestattungen“, sagt der Friedhofsverwalter. Das sei aber weniger eine Frage des Preises, sondern der Pflege geschuldet. Mindestens alle 14 Tage pflegen und gießen, das würden die wenigsten schaffen. Wichtig sei den Menschen aber der Bezug zum Trauerort. Anonyme Bestattungen gibt es auf dem Friedhof an der Waldstraße nicht mehr. Aber es werden mehr und mehr Gemeinschaftsanlagen genutzt. 50 Prozent der Urnenbeisetzungen finden in solchen Anlagen statt.

Neben den klassischen Erd- und Urnengräbern bietet Doberans Friedhof die Urnengemeinschaft, die naturnahe sowie die Partnerurnengemeinschaft und die Rasengräber an.

Ein Rondell mit 120 Urnen in einer Gemeinschaft ist belegt. Eine ähnliche Anlage, ein Oval, mit 160 Grabstätten ist zur Hälfte belegt. Namenstafeln, in der Mitte ein Baum und Sitzmöglichkeiten gestalten die Anlage. Eine naturnahe Urnengemeinschaft ist auf dem Areal an der Ecke Brodhäger Weg/Waldstraße. Auf einer Stele sind die Namen der Verstorbenen zu lesen. Diese Anlage sei noch erweiterbar, so Sven Jantzen. In der Partnerurnengemeinschaft besteht die Möglichkeit, dass der Verstorbene neben seinem Partner beigesetzt werden kann.

Unweit der Kapelle ist die Anlage für Rasengräber. Auf der Fläche, die etwa 46 Meter lang und 25 Meter breit ist, sind Urnen- und Erdbestattungen möglich. Jedes Grab hat seinen eigenen separaten Stein. Die Fläche wird durch die Friedhofsverwaltung gepflegt. Die erste Reihe sei belegt, die zweite zu dreiviertel, sagt Sven Jantzen.

Wenn der Frost im Boden steckt, ist es für die fünf Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung schwer, die Gräber auszuheben. „Aber abgesagt wurde eine Beerdigung noch nie“, sagt Jantzen.

1838 wurde der Doberaner Friedhof angelegt. In den 20er- und nochmal in den 40er-Jahren wurde er vergrößert. 1938 wurde die Kapelle fertiggestellt.

Zur Doberaner Kirchengemeinde gehört auch der kleine Althöfer Friedhof. Er wird vor allem von Althöfern und Hohenfeldern in Anspruch genommen. Aufgrund des Unterbodens ist hier nur Urnenbestattung möglich. 70 Grabstätten sind belegt, viele noch frei.

Renate Peter

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