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Jäger gegen schärfere Gesetze

Sanitz Jäger gegen schärfere Gesetze

Jagdverband bezeichnet mögliches Verbot des Waffenhandels als übertrieben

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Wir als Jäger haben einen Schuss im Lauf und zwei im Magazin.“Gerhard Kusch, Kreisjagdverband

Sanitz. Gegen eine Verschärfung des Waffenrechts, wie es in der Europäischen Union angedacht wird, wenden sich die Jäger des Kreisjagdverbandes Rostock/Hansestadt Rostock.

„Wir werden uns mit diesem Thema im Rahmen unserer Kreisdelegiertenkonferenz befassen“, sagte Gerhard Kusch, Vorsitzender des Verbandes.

Nach seiner Ansicht neigten auch die Politiker der Bundesrepublik zu einer solchen Verschärfung, die im Hinblick auf die Terroranschläge von Paris angestrebt werde. „Das ist in meinen Augen aber lediglich politischer Aktionismus“, sagte der Verbandsvorsitzende: „Schließlich werden 90 Prozent aller Straftaten mit illegalen Waffen begangen und nicht mit denen von Jägern.“ Vorgesehen sei unter anderem ein Verbot von halbautomatischen Waffen. Sie sind mit einem Magazin versehen, aus dem automatisch nachgeladen wird. „Wir als Jäger haben einen Schuss im Lauf und zwei im Magazin“, sagte Kusch. „In unseren Wäldern rennt keiner mit einer Kalaschnikow herum.“ Auch ein Verbot des Waffenhandels im Internet sieht Gerhard Kusch als übertrieben an. „Die Jäger kaufen und verkaufen ihre Waffen. Das ist richtig. Aber sie verkaufen sie nur an Personen, die zum Waffenbesitz berechtigt sind.“ Es dürfte den Institutionen der EU bekannt sein, dass ein Dark-Net gebe, in dem mit Waffen gehandelt werde, dies müsse unterbunden werden.

Ein weiteres Diskussionsthema wird auch die Verpachtung von Jagdflächen sein. „Viele dieser Pachtverträge laufen nun aus“, erläuterte der Verbandsvorsitzende, „nach zwölfjährige Laufzeit haben sich die Besitzverhältnisse der Flächen aber geändert.“ So gebe es jetzt vermehrt die Möglichkeit Eigenjagden einzurichten. Dies könne jeder Jäger, der über mindestens 75 Hektar Fläche verfüge.

Gleichzeitig sei ein Anstieg der Pachtentgelte zu beobachten.

„Das macht uns doch einige Sorge“, so Kusch. Er sieht die Gefahr, dass sich einheimische Waidmänner eine Jagd vielleicht bald nicht mehr leisten können. „Von Jägern, die anreisen müssen, hat die Region weniger Vorteile.“ So befürchtet Kusch, dass die kontinuierliche Bejagung der Wildschweine in der Region leiden könnte. „Uns kommt auch häufig die Aufgabe zu, uns um Unfallwild zu kümmern, das erst aufgespürt werden muss, das setzt voraus, dass der Jäger auch in der Region bekannt und aufzufinden ist“, so ein weiteres Argument des Verbandsvorsitzenden der hiesigen Jägerschaft.

 



msc

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