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Karneval: Im Wirtshaus ist was los

Satow Karneval: Im Wirtshaus ist was los

Verein Satowia lädt mit aufwendigen Programmen bis Sonntag zum närrischen Treiben ein

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Es geht zur Sache im Wirtshaus Satowia. Selbst Speisen und Getränke führen ein Eigenleben.

Satow. Luftschlangen kringeln sich. Kostüme glitzern im Scheinwerferlicht, das auf Köche fällt, und die geben ordentlich Gas. Wer wird die Küchenschlacht gewinnen?

OZ-Bild

Verein Satowia lädt mit aufwendigen Programmen bis Sonntag zum närrischen Treiben ein

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Erwartungsvoll blicken Zuschauer auf die Szene. „Licht aus! Musik“, ruft Martina Bigge am Dienstagabend bei den Proben ins Mikrophon. Sie ist die Ministerin für Karnevalstanz und dreht sich um. Ihr Blick in der Mehrzweckhalle geht nach oben, dort, wo die Ton- und Lichttechniker agieren. Aufregung liegt in der Luft, denn schon heute um 10 Uhr heißt es „Satow Radau“.

Mit den jüngsten Karnevalisten aus dem Kindergarten „Knirpsenland“, dem Prinzen Richard und der Prinzessin Michelle, beginnt das närrische Treiben in Satow. „Im Wirtshaus Satowia gibt’s Radau – Gute Laune beim SKV“, heißt das diesjährige Motto des Satower Karneval-Vereins Satowia (SKV). Zum 47. Mal betritt der SKV damit die Bühne in der Faschingszeit. Vor den Köchen tanzten zur Kostümprobe Schnapsflaschen. „Prost ihr Säcke“ ist zu lesen, denn auch sie gehören wahrlich in ein Wirtshaus.

An dieser Stelle wird definitiv nicht verraten, was für Höhepunkte anstehen. Außer, dass im Wirtshaus so einiges los sein wird. Es wird geliebt und getrunken, und nicht immer geht es friedlich zu.

Die fesche Bedienung wird angeglotzt, es wird gerüpelt und geflirtet. Die sehr hübschen Tänzerinnen, auch Dirndl-Mädels und Jungens in Krachledernen haben ihren Teil der Proben gut gemeistert.

Klassische Funken – von Tanztheaterleiterin Diana Rall koordiniert – dürfen auf keiner Karnevalsveranstaltung fehlen, und ihre Tänze sitzen. Schließlich proben alle 131 Mitglieder bereits seit September 2016. Bis zum Sonntag um 19.30 Uhr dauert das bunte Treiben in Satow an dem 16 Arbeitsgruppen und der Elferrat des SKV beteiligt sind. „Heute ist große Probe mit den Erwachsenen, um zu sehen, wie die Aufteilung auf der Bühne aussieht und ob das Licht stimmt“, sagt Elferratsmitglied Martina Bigge, die früher selbst mittanzte und genau weiß, worauf sie achten muss. „Das klappt alles schon ganz gut“, sagt sie, und doch muss immer etwas wiederholt werden. Schließlich hat Satowia einen guten Ruf zu verlieren: „Wir sind bis über die Landesgrenze hinaus bekannt“, sagt der Präsident Erhardt Liehr, der im 29. Jahr das SKV-Zepter hält.

„Wir haben in diesem Jahr auch bei der Technik nachgelegt. Das wird zu hören sein, vor allem, wenn die Rostocker Blasmusikanten spielen“, sagt Liehr. Mehr als 80 verschiedene Musiktitel, die im Zusammenhang mit dem Thema stehen, werden gespielt, ausgesucht aus arrangierten 300 Liedern.

Das Wirtshaus-Thema ist nicht zufällig gewählt: „Es ist Ironie des Schicksals. Bis Freitag wird das alte Wirtshaus ,Seeblick’ abgerissen sein. Wir bauen ein Wirtshaus für ein Wochenende auf“, sagt Erhardt Liehr.

70 bis 80 Kinder sind dabei und um die 50 Jugendliche. Der SKV hat keine Nachwuchsprobleme. Gut das halbe Dorf ist beim Karneval involviert. „Wir waren im Kinder- und Jugendbereich noch nie so viele Tänzer“, freut sich Ulrike Winkhaus. Sie ist seit 2008 Mitglied im Elferrat und zuständig für die Nachwuchsarbeit. „Die Kleinen werden ein dreistündiges Programm mit Tanz- und Spielrunden bringen.

Die Jugend präsentiert ein Ein-Stunden-Programm. „Vier Arbeitsgruppen kümmern sich um Ausstattung, Ton und Licht. „Wir sind ein Sechs-Mann-Team“, so Beleuchtungstechniker Christian Hammer. „Es ist schon eine Herausforderung, den Wünschen der Akteure nachzukommen. Aber wir machen das schließlich alle mit Herzblut.“ Mit „grazilem“ Modelgang wird das Männerballett im Alter zwischen 26 bis Anfang 60 aufwarten. „Ja, die Männer haben so ihre Probleme mit dem Rhythmus“, sagt die Leiterin Elke Küster und schmunzelt. Auch so eine feste Größe wie der SKV kann ohne Unterstützung nicht agieren und ist froh, einen langjährigen Sponsor und sechzig Förderer zu haben.

Satow Radau: das Programm

Die Narren sind ab heute los. „Satow Radau“ heißt es heute von 10 bis 13 Uhr beim Kinderkarneval mit einem Programm von Kindern für Kinder bis zu 13 Jahren. Eintritt Kinder ein Euro, Erwachsene zwei Euro.

Der Jugendkarneval startet am 24. Februar um 17.30 Uhr. Geboten wird ein Programm von Jugendlichen für Teilnehmer ab 14 Jahren, Eintritt sechs Euro, ohne Kostüm 12 Euro.

Närrisches Treiben herrscht am 24. und 25. Februar ab 20.11 Uhr. Dann kommt das Programm des Satower Karneval-Vereins auf die Bühne. Eintritt 19,99 Euro.

Seniorenkarneval mit dem Programm des Satower Karneval-Vereins am 26. Februar ab 14.30 Uhr. Eintritt 12, 99 Euro.

Sabine Hügelland

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