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Karnevalisten versetzen Gäste in Ekstase

Kröpelin/Neubukow Karnevalisten versetzen Gäste in Ekstase

Vereine in Neubukow, Kröpelin und Kühlungsborn feierten am Wochenende die fünfte Jahreszeit

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Das Dance-Team vom NCC 81 in Neubukow gehörte zu den Höhepunkten des Abends.

Quelle: Fotos: Jens Wagner

Kröpelin/Neubukow. Jecken und Narren haben am Wochenende Kröpelin, Neubukow und Kühlungsborn unsicher gemacht. In Kröpelin und Neubukow wurde ausgelassen gefeiert. Beim Kinderfasching gestern in Kühlungsborn kamen mehr als 300 Kindern mit ihren Eltern und Großeltern.

OZ-Bild

Vereine in Neubukow, Kröpelin und Kühlungsborn feierten am Wochenende die fünfte Jahreszeit

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Der Kröpeliner Karnevalsverein KKV 81 hat in diesem Jahr erstmals in die Aula seiner Grundschule gefeiert. Nicht nur aus Platzgründen, sondern auch des Mottos wegen: „Hurra, der KKV wird eingeschult.“ Wie passend, dass bis auf eine Ausnahme alle Mitglieder des Elferrates tatsächlich in die damalige Ernst-Thälmann-Oberschule vor Jahren eingeschult wurden, sagt Präsidentin Rosie Lübs und zeigt auf die Wand vor der Aula mit den Kinderfotos.

Der Saal füllt sich. Rund 100 Feierlustige sind gekommen. Es gibt Bier und Sekt und wer will, Schmalzstulle. Einige tragen ihr Original FDJ-Hemd. Und pünktlich um 20 Uhr geht es los. Mit Fibel, Ranzen und Schultüte marschiert der Elferrat ein. Die Funkengarde wirft anschließend ihre Beine in die Höhe, wirbelt in ihren Kostümchen über die Tanzfläche. Dann singen alle mit: Die Kneipe - oh pardon – die Schule in unserer Straße, begleitet von Musiklehrerin Barbara Stern. Jürgen Dassow, ein alter Hase im Karneval, ist der Direktor und haut einen Witz nach dem anderen raus. Dann der erste Sketch. Drei türkische Schüler, die perfekt deutsch sprechen, sollen korrektes Deutsch lernen. Die Lehrerin bringt ihnen bei, wie man sich vorstellt. Korrektes Ergebnis: „Alder binn'isch Orhan, wohn'isch in Schweinefresserland, du H***“. An Karneval ist alles erlaubt.

Das Besondere: Nicht nur der Ort ist neu, sondern auch, dass es zwischendurch mehrere Tanzpausen gibt für das Publikum. Kai und Mandy Pechacek kommen eigentlich aus Neubukow, doch seine Arbeitskollegen sind auch hier. „Wir sind früher immer zum Galaabend gekommen“, sagen sie. Das Programm gefalle ihn jedes Jahr gut.

In ihrer Heimat Neubukow wird zur gleichen Zeit gefeiert. 30 Jahre NCC steht auf dem Programm. Die Karnevalisten bieten an diesem Abend ein mehrstündiges Programm, für jeden ist etwas dabei. Und ja, das Männerballett ist eines der großen Höhepunkte des Abends und reißt die Frauenwelt von den Stühlen. Bekleidet mit Jeanshose und weißem Hemd, später Unterhemd, wird sich zu „Everybody“ von den Backstreet Boys bewegt. Die Chippendales sind gar nichts dagegen! Aber auch umgekehrt, die kleinen und großen Funken und das Dance-Team lassen Männerherzen höher schlagen. Es wird gegrölt, applaudiert und gepfiffen. Und immer wird um eine Zugabe gerufen.

Die Neubukower waren schon immer für jeden Spaß zu haben, erst recht, wenn sie mit 200 Gästen am Feiern sind. Und so schaffen es sogar die Wildecker Herzbuben – angeklebter Bart und Kopfkissen unter dem Jacket – nicht schwer die Masse mit ihren Schlagerhits zu begeistern. Rüdi und Chrischie, so heißt das beliebte Duo, singt „´Ti amo“. Und die Bütt vom trinkfesten Bahnbeamten ist zotig. Die Reime sollen die gleichen sein, wie schon vor 30 Jahren. Ein Zufall. „Damals stand mehr Stasi vor der Tür, als sonstwo“, heißt es. Es muss so um 1986/87 gewesen sein.

Das schönste Kostüm hat Robert Hilweg an. Er geht als Phantom der Oper. „Wir sind erst zum zweiten Mal hier. Dieses Mal dachte ich, ich muss mir mal was ordentliches einfallen lassen“, sagt der 27-Jährige. Es ist ihm gelungen.

Internet: Eine Bildergalerie gibt es unter www.ostsee-zeitung.de

Katarina Sass

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