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Kein Kies für marode Pisten im Landkreis Rostock

Sanitz/Güstrow Kein Kies für marode Pisten im Landkreis Rostock

12,3 Millionen Euro für Straßensanierung reichen nur für das Allernötigste

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In Liessow im Landkreis Rostock führt die Kreisstraße 31 über die Bahnlinie Rostock-Berlin. Die Brücke soll saniert werden.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Sanitz/Güstrow. Kleckern statt Klotzen: Viele Straßen im Landkreis Rostock sind marode und müssten dringend saniert werden. Doch das Geld reicht hinten und vorne nicht. Beispiel Sanitz: Bürgermeister Joachim Hünecke (FDP) zur Gelassenheit angesichts so einiger Rumpelpisten in seiner Gemeinde. „Wir haben zwei Probleme“, berichtet der Kommunalpolitiker.

OZ-Bild

12,3 Millionen Euro für Straßensanierung reichen nur für das Allernötigste

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Straßen und Brücken werden saniert

617 Kilometer Kreisstraßen unterhält

der Landkreis

Rostock. Um alle

angeschlagenen

Pisten zu sanieren, wären 170 Millionen Euro nötig. Dieses Jahr reicht das Geld nur für einen Bruchteil davon: Zwei

Kreisstraßen werden ausgebaut, zwei

Ortsdurchfahrten

und ein Radweg

entstehen, zwei marode Brücke werden saniert.

Zahlreiche Straßen wurden in den Jahren nach 1990 mit Fördermitteln als „ländliche Wege“ zwar neu gemacht, reichen für die jetzigen Bedürfnisse aber längst nicht mehr aus. „Mindestens zwei Nummern größer“ als damals sind die Landmaschinen und Laster, die hier heute unterwegs sind, erklärt Hünecke. Das bleibt nicht ohne Folge für den Belag: Viele Fahrbahnen sind wegen der Überlastung so stark verschlissen, dass eigentlich eine Komplettsanierung nötig wäre.

Hinzu kommt eine Handvoll weiterer „Alt-Pisten“, deren Belag noch aus der DDR-Zeit stammt. Insgesamt knapp ein Dutzend Gemeinde-Straßen in Santiz müssten saniert werden, schätzt Verwaltungsschef Hünecke. Doch daraus wird so schnell nichts. 19,4 Millionen Euro enthält der Bau-Etat der nächsten Jahre der Gemeinde – für neue Fahrbahndecken ist davon nur ein Teil vorgesehen. Straßensanierungen verschlingen viel Geld, weiß Hünecke.

Neben Bund, Land und Gemeinden ist der Landkreis für den Unterhalt vieler Straßen zuständig. 617 Kilometer Kreisstraßen sind das insgesamt im Landkreis Rostock. Um hier sämtliche Schäden zu beseitigen, wären laut Straßenbauamt 170 Millionen Euro nötig. Das dürfte noch ein Weilchen dauern: Gerade einmal 12,3 Millionen Euro hat der Landkreis im Doppelhaushalt 2017/18 veranschlagt, einschließlich Fördermitteln von Bund. Damit die am meisten drängenden Projekte zuerst abgearbeitet werden, hat das Straßenbauamt eine Prioritätenliste erstellt, die Stück für Stück abgearbeitet wird. An erster Stelle steht der Neubau der Ortsdurchfahrt Kavelsdorf, der bereits im vergangenen Jahr begonnen wurde. Kosten in diesem Jahr: eine Millionen Euro. Ebenfalls auf der Liste steht die neue Ortsdurchfahrt in Bützow und die Kreisstraße „Gü 18“ Strenz-Karow-Siemitz im Amt Güstrow Land für jeweils 2,5 Millionen Euro. 1,5 Millionen Euro sind für die Kreisstraße 13 zwischen Kankel im Amt Laage und dem Dummerstorfer Ortsteil Scharstorf vorgesehen. Ebenfalls 2017 saniert werden sollen die Brücke Stülower Weg in Bad Doberan über der Bahnstrecke nach Wismar (drei Millionen) und eine weitere Brücke in Laage- Liessow über die Bahngleise Berlin-Rostock ( 2,5 Millionen). Vorgesehen ist zudem die Weiterführung des zweiten und dritten Bauabschnitts des Radwegs Bartenshagen entlang der Kreisstraße „DBR 08“ für eine Million Euro.

Selbst ob diese kurze Liste wie geplant realisiert wird, ist nicht endgültig sicher. Die für April geplante Verabschiedung des Kreishaushalts steht noch aus. Ein weiteres Fragezeichen ist, ob die Fördermittel des Bundes wie erwartet fließen werden. Denn die „haben in den letzten Jahre stetig abgenommen“, erklärt Landkreissprecher Michael Fengler.

Bei kleineren Anlieger- und Verbindungsstraßen, bei denen eine Sanierung ansteht, „muss man behutsam vorgehen“, warnt indes Dummerstorfs Bürgermeister Axel Wiechmann (CDU). Denn dann werden in der Regel Ausbaubeiträge fällig, die von den Anwohnern bezahlt werden müssen. In Dummerstorf steht in absehbarer Zeit nichts an, sagt Wiechmann.

Gerald Kleine Wördemann

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