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Kirchen, Mühlen und Häuser laden zum Staunen ein

Kirchen, Mühlen und Häuser laden zum Staunen ein

79 Denkmale im Landkreis Rostock machen beim Tag des offenen Denkmals mit / In Bad Doberan ist die Schaumühle im Wirtschaftsgebäude erstmals zu besichtigen

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An der Kirchenruine Satow wird ein kleiner Markt aufgebaut, auf dem altes Handwerk gezeigt wird. Nach Bedarf werden Führungen durch die Ruine angeboten. Fotos (2): Veranstalter

Bad Doberan Sie klappern als Mühlen, schnaufen als Bäderbahn oder läuten als Kirchen – etwa 800 Denkmale gibt es zwischen Nienhagen, Kühlungsborn, Neubukow und Bad Doberan. Etwa 3100 sind es im Landkreis Rostock. Zum Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Denkmal gemeinsam erhalten“ am Sonntag, 11. September, sind einige von ihnen zu besichtigen.

 

OZ-Bild

Einbau des Mühlensteins in die Mühle im Wirtschaftsgebäude in Bad Doberan. Am 11. September kann sie erstmals besichtigt werden.

Quelle:
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Der Grenzturm in Kühlungsborn macht beim Tag des offenen Denkmals mit.

Quelle: Frank Söllner
OZ-Bild

Einbau des Mühlensteins in die Mühle im Wirtschaftsgebäude in Bad Doberan. Am 11. September kann sie erstmals besichtigt werden.

Quelle:
OZ-Bild

Der Grenzturm in Kühlungsborn macht beim Tag des offenen Denkmals mit.

Quelle: Frank Söllner

Neu dabei sind unter anderem das Herrenhaus in Westenbrügge, der Getreidespeicher in Schwaan und das umgebaute Pfarrhaus in Petschow. In Bad Doberan kann erstmals die neu eingebaute Mühle im alten Wirtschaftsgebäude auf dem Klostergelände besichtigt werden. Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos) wird sie 12 Uhr einweihen, Pastor Albrecht Jax die neue Klostermühle segnen. Von 13 bis 16 Uhr lädt Mühlenbauer Jochen zum Köhler Schaumahlen ein. Zudem kann von 12 bis 17 Uhr die Ausstellung „Klosterstätten MV“ sowie die Schau zum Leben und Wirken der Zisterzienser besucht werden.

Das Spektrum der Denkmale im Altkreis Bad Doberan ist breit. „Es reicht von Kirchen, Gutshäusern, Bahnhöfen, Mühlen, Bäderarchitektur, Katen und Bauernhäuser über Kopfsteinpflasterstraßen bis hin zu Trafohäuschen“, sagt Landkreis-Sprecher Michael Fengler. Für Erhalt und Pflege des Denkmale sei immer der Eigentümer zuständig. Eine Herausforderung hierbei sei die stetige Suche nach Kompromissen zwischen Erhaltung des Denkmals, seiner Nutzung und Wirtschaftlichkeit.

Was zu einem Denkmal wird, regelt das Denkmalschutzgesetz. „In jedem Fall muss das öffentliche Interesse an der Erhaltung des Objektes gegeben sein“, so Michael Fengler.

KÜHLUNGSBORN

Seit 1991 ist der Ostsee-Grenzbeobachtungsturm BT 11 an der Ostseeallee in Kühlungsborn ein Denkmal. Er wurde zur Grenzüberwachung der DDR-Küste 1972 errichtet. Zum Tag des offenen Denkmals können Interessierte von 10 bis 17 Uhr zur Rundkanzel hochklettern. Innen findet man Schießscharten, Funkgerät, Ferngläser, Gegensprechanlage für das Grenzmeldenetz und eine AK47 vor, teilt Knut Wiek vom Grenzturmverein mit. Es gibt Kaffee und Kuchen und Bücher zum historischen Thema. Zudem sind Neuzugänge von original Fluchtboote zu besichtigen und ein großer mobiler SIL-Suchscheinwerfer der Grenztruppen. Auch Zeitzeugen können befragt werden.

Ein paar Meter weiter öffnet das Haus Rolle , Ostseeallee 18, von 10 bis 16 Uhr seine Türen. Die heutige Heimatstube mit Ausstellung zur Orts- und Bädergeschichte wurde 1906 als Privatvilla erbaut. In der Schlossstraße ist die Evangelische St.-Johannis-Kirche von 12 bis 18 Uhr zu besichtigen, die 1219 als Feldsteinkirche erbaut wurde und seit 2010 saniert wird.

KRÖPELIN

Der 1883/84 erbaute Bahnhof von Kröpelin , der Ende der 1930er Jahre umgebaut wurde, kann ab 14 Uhr besichtigt werden. Er gehört dem Verein „De Drom“, der eine Führung durchs Gebäude, Bahnhofsstraße 1, sowie Kaffee und Kuchen anbietet. Danach geht es zur Besichtigung des Bahnhofs Neubukow, der ebenfalls dem Verein gehört. Dieser möchte in der Region eine Nordische Kunstakademie etablieren. Anmeldung unter ☎ 038292/820495.

Als Standesamt und Begegnungsstätte wird die Kröpeliner Mühle , Schulstraße 10, heute genutzt, die von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden kann.

BAD DOBERAN

Neben der Schaumühle können auf dem Klostergelände auch das Münster, das Beinhaus und die Bibliothek besucht werden. Der Münsterbauverein führt von 11 bis 18 Uhr stündlich durch das Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert mit der reichsten mittelalterlichen Ausstattung der Zisterzienserklöster in Europa. Von 11 bis 16 Uhr ist die Bibliothek im südwestlichen Querhausanbau geöffnet. Der Bestand ist vorrangig aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Ebenfalls von 11 bis 16 Uhr kann das Beinhaus besichtigt werden.

Am Klostergelände grenzt das Möckelhaus , in dem das Stadt- und Bädermuseum untergebracht ist. Von 12 bis 17 Uhr ist der Eintritt in das Wohnhaus von G.L. Möckel frei. Er war Baumeister, der unter anderem das Gymnasium am Alexandrinenplatz 1887 bis 1889 erbaute. Schüler und Lehrer führen von 10 bis 14 Uhr durch den neugotischen Backsteinbau.

HEILIGENDAMM

Auch das erste deutsche Seebad beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals. Gästeführer Martin Dostal führt um 10 Uhr unter dem Thema „Denkmal zwischen gegensätzlichen Interessen – Wenn zwei sich streiten, leidet das Denkmal“ durch Heiligendamm. Treffpunkt ist das Eiscafé Coco. Der Rundgang kostet 3,50 Euro.

Von 14 bis 16 Uhr findet eine öffentliche Führung über das Gelände des Grand Hotels Heiligendamm sowie durch ausgewählte Häuser statt. Zeitgleich wird für die 8- bis 14-Jährigen eine Kulturrallye angeboten. Um 16.30 Uhr hält Bernd Kasten einen Vortrag über die Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin. Voranmeldungen für die Veranstaltungen auf dem Hotelgelände unter ☎ 038203/ 74019719.

WESTENBRÜGGE

Eigentümer Stephan Gloge führt von 12 bis 16 Uhr durch das 1696 auf einer mittelalterlichen Wasserburginsel erbaute barockes Herrenhaus in Westenbrügge. 1850 wurde es klassizistisch umgebaut.Für die Besucher wird das restaurierte Salon-Appartement mit Stuck, Ornamenten und innenliegenden Burgbrunnen unter Glas geöffnet.

STEFFENSHAGEN

Zum Tag des offenen Denkmals öffnet die Dorfkirche in Steffenshagen, Ecke Kröpeliner Straße, von 10 bis 16 Uhr die Türen. Der dreischiffige Backsteinbau ist eine Tochter des Zisterzienserklosters Althof-Doberan. Zu besichtigen ist der Chor aus dem 13. Jahrhundert mit Reliefziegeln mit Motiven des geistlichen Tierkampfs.

RETSCHOW

Mitglieder des Fördervereins zum Erhalt der Dorfkirche führen nach Bedarf von 11 bis 18 Uhr durch die Dorfkirche in Retschow, Dorfstraße. Zur gleichen Zeit hat auch der Denkmalhof Pentzien an der Dorfstraße geöffnet. Seit 1983 ist der Hof ein privates Museum mit landwirtschaftlichen Gegenständen aus dem Haus der Eltern und Großeltern der Inhaber. Spinnerinnen zeigen ihr Handwerk am Spinnrad.

RETHWISCH

In Rethwisch führen um 11 und 15 Uhr Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der Dorfkirche Rethwisch e.V. durch das Gotteshaus, Doberaner Straße 2, aus dem 14. Jahrhundert. Es ist für Besucher von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

PARKENTIN

Auch hier öffnet die Dorfkirche in der Rostocker Straße für Besucher, die sich von 11 bis 17 Uhr das Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert anschauen können. Am Stegebach 11 lädt Familie Reich von 9 bis 18 Uhr in den Altenteilerkaten – ein Hallenhaus und zwei baulich angepasste Fachwerknebengebäude mit Töpferei, Holzbrandofen und Bauerngarten.

GEMEINDE SATOW

Einen kleinen Markt mit verschiedenen Handwerkstechniken wie das Herstellen von Ziegelsteinen, Filzen, Spinnen oder Weben wird an der Kirchenruine Satow , Hauptstraße 1, aufgebaut.

Ab 14 Uhr bieten Mitglieder des Vereins „Lebendige Steine Kirchruine Satow“ stündlich und nach Bedarf Führungen an. Die Kirche in Hanstorf ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Das Schloss Hohen Luckow , Rostocker Straße 23, lädt von 14 bis 17 Uhr ebenfalls zum Tag des offenen Denkmals ein. Ebenso die Kirche , die von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist. Um 17 Uhr singt der Bad Doberaner Kornhaus-Chors unter Leitung von Uta-Katharina George.

Insgesamt sind 79 Denkmale im Landkreis Rostock beim Tag des offenen Denkmals vertreten. Landrat Sebastian Constien (SPD) eröffnet diesen am 11. September im Kloster Rühn. Denkmale gemeinsam erhalten: „Mit dem Kloster Rühn haben wir ein herausragendes Beispiel für dieses Motto“, so Constien. Alle Teilnehmer finden sich im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Anja Levien

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