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Kreatives Kunstprojekt: In Kröpelin wird Gewaltspirale enthüllt

Kröpelin Kreatives Kunstprojekt: In Kröpelin wird Gewaltspirale enthüllt

Die Beratungsstelle für Betroffene von häuslicher Gewalt des Internationalen Bundes beging gestern ihr 15-jähriges Bestehen

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Ellen Schlutow (l.) und Wiebke Bache erklären die Spirale der Gewalt, die aus Naturmaterialien entstand.

Quelle: Renate Peter

Kröpelin. 15 Jahre besteht die Beratungsstelle für Betroffene von häuslicher Gewalt des Internationalen Bundes in Kröpelin. Das wurde gestern Nachmittag mit einer Feierstunde gewürdigt. „Ich bin unheimlich froh, dass so viele gekommen sind. Denn Sie alle sind Helfer und Unterstützer unserer Beratungsstelle“, sagte Sigrid Warnke, Bereichsleiterin des IB. Ohne diese vielen Helfer sei die Arbeit gar nicht möglich, betonte Swen Framenau, Geschäftsführer des IB Nord.

Am 1. Januar 2001 war die Beratungsstelle gegründet worden, nachdem es zehn Jahre lang das Frauenhaus in Kröpelin gab. Wurden im Jahre 2000 acht Frauen und zehn Kinder im Frauenhaus betreut, waren es 2015 bereits 70 Frauen und 57 Kinder. In diesem Jahr suchten bis jetzt 55 Frauen, ein Mann und 43 Kinder Hilfe in der Beratungsstelle.

Unter den vielen Gästen gestern auch Christa Dröse, die von 2001 bis 2007 die Beratungsstelle leitete. Seit 2008 ist es Ellen Schlutow, die durch Wiebke Bache unterstützt wird. 1423 Frauen, Männern und Kindern wurde in den 15 Jahren in der Beratungsstelle geholfen.

Welches Netz der Hilfe besteht, erklärte Theresa Brunk von der Landeskoordinierungsstelle Cora Rostock. Dabei betonte sie, dass im ländlichen Raum vor allem die Kontakt- und Beratungsstellen wichtigster Anlaufpunkt sind. Seit 2008 werden im Kühlungsborner Rathaus jeden ersten Donnerstag im Monat Sprechstunden angeboten. In Bad Doberan sind sie nach Bedarf möglich. 2010 wurde in der Kröpeliner Beratungsstelle eine Selbsthilfegruppe für gewaltbetroffene Frauen gegründet. In kreativer und schöpferischer Betätigung können Frauen ihre Erfahrungen mit Gewalt verarbeiten. Waren es anfangs fünf Frauen, sind heute 14 in der Selbsthilfegruppe. Seit 2010 werden regelmäßig Kunstprojekte unter Anleitung von Künstlerinnen gefertigt, erzählte Ellen Schlutow. Neuestes Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Designerin Maren Teuber entstand, ist eine Gewaltspirale aus Naturmaterialien. Sie wurde gestern feierlich enthüllt. Ellen Schlutow erklärte, wie Frauen in diese Spirale der häuslichen Gewalt gelangen – vom Spannungsaufbau über Gewaltausbruch in die Reuephase und wieder in die Spannungsphase. „Bis zu sieben Mal kann eine Frau diese Gewaltspirale durchleben, bis sie sich trennt“, sagte Ellen Schlutow.

Kulturell umrahmt wurde die Veranstaltung gestern durch die Kühlungsborner Tanzgruppe von Roswitha Mehl und „The Weekenders“ aus Ribnitz-Damgarten.

rp

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