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Kreis weist Tierschützer-Beschwerde ab

Westenbrügge/Güstrow Kreis weist Tierschützer-Beschwerde ab

Landestierschutzbund bezichtigt Veterinäramtsleiterin der Untätigkeit / Westenbrüggerin muss Katzenzahl senken

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Quelle: Thomas Hoppe

Westenbrügge/Güstrow. Der Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes hat in einer Dienstaufsichtsbeschwerde der Leiterin des Veterinäramtes des Landkreises Rostock „Untätigkeit im Amt“ vorgeworfen. Dabei geht es den Beschwerdeführern um eine jahrelange mutmaßlich vernachlässigte Kontrolle einer Katzenhalterin in Westenbrügge, bei der zahlreiche Katzen – die Tierschützer sprechen von 40 bis 60 – unter katastrophalen Zuständen hausen würden. Die Tiere sollen verwahrlost, krank und abgemagert sein. Sowohl der Kreis als auch die Halterin weisen das zurück (OZ berichtete). Seit zwei Jahren sei die Kritik an der Westenbrügger Katzenhaltung in einem Doppelhaus im zuständigen Veterinäramt bekannt. Geändert habe sich daran bislang wenig, so der Tierschutzbund. Der Landkreis widerspricht dem: „Das Veterinäramt kontrolliert und reduziert den ungewöhnlich großen Katzenbestand bereits seit Ende 2014 und will den Vorgang im Oktober 2016 zum Abschluss bringen. Dazu sind Verfügungen seitens des Veterinäramtes ergangen, deren Einhaltung regelmäßig kontrolliert und deren Nichterfüllung sanktioniert wird. Die Zuchtgenehmigung wurde ausgesetzt, die Kastration potenter Katzen verfügt und eine Reduzierung des Bestandes angeordnet“, teilte gestern Landkreissprecher Michael Fengler auf Anfrage mit.

OZ-Bild

Landestierschutzbund bezichtigt Veterinäramtsleiterin der Untätigkeit / Westenbrüggerin muss Katzenzahl senken

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Aus Sicht des Veterinäramtes hätte es keine Gefahr im Verzug gegeben, „so dass die Katzen dort nicht zwangsweise zu entfernen waren“. Das Veterinäramt habe im Mai 2016 „nach Absprache mit der Halterin einen von drei wilden, ungeplanten Würfen aus dem Frühjahr aus dem Bestand genommen.“ Das hätte „dem Tierwohl und den Zwecken des behördlichen Vorgehens zur Bestandskontrolle“ gedient. Die Amtsveterinäre hätten auf Überzeugungsarbeit bis zur freiwilligen Herausgabe als das mildere Mittel gesetzt, statt auf Beschlagnahme, wozu sie zunächst von Gesetzes wegen angehalten gewesen wären, heißt es. Wie der Landkreis weiter betont, sei die Versorgung aller Tiere gesichert gewesen und „der Tatbestand der Tierquälerei“ seitens des Veterinäramtes nicht festgestellt worden.

Der Kreis will bereits im Dezember 2014 die Reduzierung des Bestandes verfügt haben. Im Juli 2016 sei diese Verfügung erneuert und konkretisiert worden. Demnach soll der Gesamtbestand der Tiere bis Ende Oktober um 31 kastrierte Katzen und Kater verringert werden. Michael Fengler: „Für die Kastration der derzeit noch potenten Tiere geht der Landkreis in Vorleistung und lässt sich die Kosten von der Halterin erstatten. Vor dem Weggeben sind die Tiere einer Behandlung gegen Parasiten zu unterziehen. Die Halterin darf nur 14 Tiere behalten. Die Zuchtgenehmigung ist ausgesetzt. Diese Verfügungen und das andauernde Verfahren sind Ergebnis regelmäßiger Kontrollen durch das Veterinäramt des Landkreises Rostock“. Zur Dienstaufsichtsbeschwerde des Tierschutzbundes teilte der Sprecher mit, dass das Rechtsamt des Kreises die im Juli erhobene Beschwerde gegen die Leiterin des Veterinäramtes zurückgewiesen habe: „Im Laufe des Verfahrens wurden die Akten und damit die Arbeit des Veterinäramtes geprüft. Ein Fehlverhalten der Amtsleiterin, das dienstrechtliche Folgen nach sich zöge, liegt demnach nicht vor“. Die Beschwerde unterschrieben hatte Margret Kuhlmann, die stellvertretende Landesvorsitzende die Tierschutzbundes. Sie bestätigte gestern am OZ-Telefon, dass sie vom Kreis über die Zurückweisung der Beschwerde informiert worden sei: „Die Beschuldigungen in meinem Brief würden nicht stimmen. Ich habe ihnen geantwortet und eine Kopie von dem geschickt, was ich der Staatsanwaltschaft gesandt habe. Dort führte ich zwei weitere Fälle an, zu denen ich in den letzten Tagen Informationen gesammelt habe, um nachzuweisen, dass die Amtsleiterin nicht im Sinne des Tierschutzgesetzes Auflagen erteilt bzw. sanktioniert hat. Da ist nämlich auch nichts getan worden. Ich war 2014 in Westenbrügge gewesen. Damals waren da schon 40 Katzen, viel Schmutz und es gab starken Ammoniakgeruch und so weiter.“

Thomas Hoppe

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