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Kröpelin will „Jeckensteuer“ erheben

Kröpelin/Neubukow Kröpelin will „Jeckensteuer“ erheben

In Kröpelin und Neubukow rissen die Narren am Sonnabend die Macht an sich / Neubukower NCC wird 30

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Junge Kröpeliner Funken erfreuten am Sonnabend auf dem Markt die Freunde des Karnevals. Fotos (3): Renate Peter

Kröpelin/Neubukow. Fröhlich und auf dem eigenen Hänger hinter einem Traktor kamen die Karnevalisten um Präsidentin Rosi Lübs am Sonnabendvormittag auf den Marktplatz gefahren. Den großen Hänger hatte der Verein für alt gekauft und aufgebaut. Es war nicht die erste Station der fröhlichen Schar. Zuvor hatten sie – in gewohnter Tradition – die Bewohner des Seniorenzentrums Am Wedenberg besucht und mit ihnen gesungen und geschunkelt. Immer dabei Barbara Stern mit ihrem Akkordeon. Doch bevor das bunte Programm anlässlich der 37. Kröpeliner Karnevalssaison auf dem Platz begann, ging der Elferrat erst einmal ins Rathaus. Hauptamtsleiter Thomas Gutteck wusste, dass er bald den Schlüssel und die Stadtkasse rausrücken müsste. „Ich wollte Euch deshalb erst einmal gnädig stimmen“, sagte er und hatte die kleinen Gläser gefüllt. Doch trotz der willkommenen „inneren“ Aufwärmung musste der Mann mit. „Wir haben doch nichts“, erklärte Thomas Gutteck nicht nur auf die Stadtkasse bezogen. „Einen Bürgermeister haben wir nicht. Der erste Stellvertreter ist nicht da. Und die zweite Stellvertreterin derzeit auch nicht. Dafür ist der Schreibtisch voller Arbeit.“ Dass die Stadtkasse nicht mehr so prall gefüllt sei, habe Ursachen. So wurde der Mehrgenerationenplatz in Kröpelin gerade fertiggestellt und zwei Aussichtstürme sollen gebaut werden. Im nächsten Jahr will die Stadt Kröpelin die Bahnhofsstraße ausbauen – mit Bushaltestellen – und der Schulhof der Kröpeliner Grundschule soll neu gestaltet werden. Damit die Stadt Geld einnimmt, schlug der Hauptamtsleiter eine „Jeckensteuer“ vor. Doch Gutteck rückte den großen Rathausschlüssel und die kleine Stadtkasse raus. Hatte schließlich auch etwas Gutes für ihn: „ Ich bummel denn jetzt meine Überstunden ab.“

OZ-Bild

In Kröpelin und Neubukow rissen die Narren am Sonnabend die Macht an sich / Neubukower NCC wird 30

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Karnevalspräsidentin Rosi Lübs nahm alles entgegen und lud die Kröpeliner ein, mit Frohsinn, Tumult und Heiterkeit in die fünfte Jahreszeit zu starten. Mit Heiterkeit ging sie auf die bevorstehende Bürgermeisterwahl in der Stadt ein und wünschte, dass das neue Oberhaupt mehr Geschick habe. Die Präsidentin lüftete das Geheimnis des Mottos: „Da unsere Veranstaltungen am 25. und 26. Februar in der Aula unserer Schule stattfinden, haben wir das Motto dementsprechend gewählt“, so Rosi Lübs: „Der KKV wird eingeschult“. Der Elferrat ließ es Bonbons auf dem Markt regnen. Dass keiner hungrig blieb, dafür sorgte die Kröpeliner Feuerwehr. Sie war mit Gulaschkanone, Grill und einem Stand mit Glühwein und anderen Getränken „ausgerückt“. Ein DJ sorgte für Musik. Am 25. und 26. Februar lädt der Kröpeliner Karnevalsverein, der 75 Mitglieder zählt, zu seinen großen Veranstaltungen in die Aula ein. Dazu wird ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Am Sonnabend gab es einen kleinen Vorgeschmack – allerdings bei Kälte. Und so mussten sich die jungen Funken nach ihren Auftritten auch schnell wieder Jacken überziehen. Zum Abschluss tanzten und schunkelten die Karnevalisten gemeinsam mit den Kröpelinern.

Bunt und fröhlich ging es auch in Neubukow zu. Bei sogar neun Grad minus, aber zeitweiligem Sonnenschein, wurde gefeiert und das 30-jährige Bestehen des Neubukower Carneval Clubs (NCC) eingeläutet.

Die Neubukower Narren kamen mit ihrer neuen Präsidentin Ramona Ruhnke. Die hatte zwar am 11.11. bereits ihren Amtsantritt im Rathaus, doch die närrische Feier gab es erst am Sonnabend. Ein Umzug begann am Bahnhof und endete um 11.11 Uhr auf dem Markt. Dort rissen auch die NCC-Narren die Macht an sich, entrissen Bürgermeister Roland Detholff den Rathausschlüssel und erfreuten die Neubukower und Gäste mit einem Programm. Kinder konnten sich schminken lassen. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt.

Abendveranstaltungen fanden weder in Kröpelin noch Neubukow statt. Doch alle können sich auf die tollen Tage im Februar freuen, wenn es heißt „Kröpelin helau“ und „Neubukow pass auf!“

Fünf Karnevalshochburgen in unserer Region

5 Karnevalshochburgen gibt es im Altkreis Bad Doberan – westlich von Rostock: Satow, Bad Doberan, Kühlungsborn, Kröpelin und Neubukow. Ältester Verein ist der Satower KV.In Satow rufen die Narren „Satow Radau!“, im Ostseebad sagen sie „Kübo ahoi!“, in Neubukow wird gefordert „Neubukow pass auf!“. In Bad Doberan und Kröpelin ist der Ruf „Helau!“.

Rosenmontag ist im nächsten Jahr am 27. Februar. Am Wochenende davor haben die Närrinnen und Narren ihre großen Veranstaltungen mit tollen Programmen.

Renate Peter

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