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Kühlungsborn soll Seebrücke der Superlative bekommen

Kühlungsborn/Rostock Kühlungsborn soll Seebrücke der Superlative bekommen

Investor plant 30-Millionen-Euro-Projekt mit Schwimmbad, Geschäften und Aquarien

Kühlungsborn/Rostock. Gerade hat Binz auf Rügen Pläne für eine neue Seebrücke im Ortsteil Prora vorgelegt. Jetzt zieht der wohl schärfste Konkurrent im Land nach: „Paradise Island“ (zu Deutsch: Paradies-Insel) heißt das Projekt, das eine Investmentfirma aus den USA vor Kühlungsborn plant. Für 30 Millionen Euro soll dort die spektakulärste Seebrücke der Ostsee entstehen — mit Geschäften, Aquarien und einem Schwimmbad auf dem Meer.

 

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Schon seit Jahren fordern Touristiker und Kommunalpolitik eine zweite Seebrücke im größten Ostseebad des Landes. „Aber wir brauchen mehr als nur einen Steg, auf dem die Gäste spazieren gehen können“, hatte Bürgermeister Rainer Karl (parteilos) unlängst gefordert. Die Firma Mount Whitney Consulting, die nach eigenen Angaben ihren Firmensitz in Las Vegas hat, will den Traum wahr machen. 500

Meter lang soll das Bauwerk werden — und 200 Meter breit. Die Entwürfe stammen vom Hamburger Ingenieurbüro B&O. Planer Bernd Opfermann hat unter anderem die Seebrücken in Binz, Boltenhagen und Wustrow geplant, zudem die Häfen Kühlungsborn und Hohe Düne.

Nun will er in Kühlungsborn neue Maßstäbe setzen: „Der Investor will Außergewöhnliches schaffen“, sagt Opfermann. An der äußersten Spitze ist nicht nur ein Schiffsanleger, sondern auch eine Aquarien-Welt geplant. Auf einer zweiten Insel soll ein Restaurant mit Treppenstufen ins Meer entstehen. „Zudem planen wir acht Geschäfte.“ Der Clou wird ein Schwimmbad auf dem Meer. „Möglicherweise sogar überdacht“, erklärt Opfermann. Vorbild seien die Wasserwelten in Florida. Für das Restaurant gebe es bereits Interessenten aus Kühlungsborn.

Besonders ist auch die Finanzierung: Während die allermeisten Seebrücken im Land von der öffentlichen Hand bezahlt wurden, will die Mount Whitney-Gruppe private Investoren gewinnen. „Die wollen mit der Brücke Geld verdienen und den Anlegern jährlich eine kleine Rendite zahlen“, sagt Opfermann.

Politik und Verwaltung in Kühlungsborn sind begeistert: „Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal“, so Bürgermeister Karl. Und: „Die politischen Gremien haben der Grundidee zugestimmt.“ Der Landestourismusverband betrachtet die Planung gespannt: „Mutige Visionen prägen eine dynamische Branche wie den Tourismus“, sagt Vize-Geschäftsführer Tobias Woitendorf. Er gibt aber zu bedenken:

„Das Bauen auf dem Wasser erfordert dieselbe Sensibilität wie an Land. Charakter und Ortsbild der Seebäder sollten erhalten bleiben.“ Außerdem: „Seebrücken wirtschaftlich zu betreiben, ist selbst im internationalen Maßstab eine Herausforderung.“ Nach OZ-Informationen will Kühlungsborn für den Bau der Brücke eine Bürgschaft fordern — damit das Bauwerk in jedem Fall fertiggestellt wird und im Falle einer Pleite des Investors keine Ruine zurückbleibt. Lokales

Von Andreas Meyer

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