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25 Jahre Malkreis im Pfarrhaus

Kühlungsborn 25 Jahre Malkreis im Pfarrhaus

Physiker Dr. Gerd Sonnemann leitet Kurs in der evangelischen St.-Johannis-Kirche Kühlungsborn

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Immer montags trifft sich der Malkreis. Im Kurs lernen die Mitglieder auch etwas über die Geschichte der Kunst.

Quelle: Fotos: Sabine Hügelland

Kühlungsborn. Immer montags ab 16.30 Uhr wird die Pfarrscheune an der Kühlungsborner Schlossstraße für zwei Stunden zum Kunstlehrpfad – seit einem Vierteljahrhundert. Am 19. Oktober begeht der Malkreis der evangelischen St.-Johannis-Kirche Kühlungsborn sein 25-jähriges Bestehen.

OZ-Bild

Physiker Dr. Gerd Sonnemann leitet Kurs in der evangelischen St.-Johannis-Kirche Kühlungsborn

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Der Physiker Dr. Gerd Sonnemann, Mitglied im Pommerschen Künstlerbund, rief den Malkreis einst ins Leben und leitet ihn seitdem. „Wir sind ein offener Kreis, unabhängig von Konfession und Glauben der Mitglieder. Die Teilnahme ist kostenfrei“, sagt er und bedankt sich bei der Kirchgemeinde: „Es ist sehr großzügig von der Kirche, dass wir den Raum nutzen dürfen.“

Die Zahl der Montagsmaler schwankt, liegt etwa bei 15. Mit nur einer Ausnahme besuchen ausschließlich Frauen den Kurs. „Frauen sind scheinbar doch die kulturvolleren Menschen“, sagt Sonnemann und schmunzelt. Denn auch seine Frau Isolde ist mit dabei.

Im Kurs lernen die Mitglieder nicht nur verschiedene Maltechniken, sondern auch Kunstgeschichte. Sie erfahren Wissenswertes über Maler und Kunstepochen. Die Räumlichkeiten lassen es nicht zu, geruchsstarke Techniken wie Öl oder Acryl zu nutzen. „Vornehmlich arbeiten wir in Aquarelltechnik, aber auch Rohrfeder, Linolschnitt, Pastell oder Kohle kommen zum Einsatz“, erläutert Sonnemann.

Kürzlich stand ein Bild des Expressionisten Max Pechstein (1881– 1955) Pate für ein Bild, das von jedem Malkreis-Mitglied auf eigene Art umgesetzt wurde. Jeder habe sein eigenes Temperament und seine Art, die Themen anzugehen, weiß Gerd Sonnemann. „Ich möchte nicht, dass sie mich kopieren, sondern eigenständige Persönlichkeiten sind“, sagt der 77-Jährige.

Der Kreis begann seinerzeit mit einem Satz von Albrecht Dürer: „Denn wahrhaftig steckt die Kunst in der Natur, wer sie heraus kann reißen, der hat sie.“ Sonnemann erklärt: „Herausreißen bedeutet mehr als nur abzubilden, sondern gleichsam Abstrahieren, Vereinfachen und Gestalten.“ Ein Ziel, das angestrebt werde, „dem man sicher nur bedingt gerecht werden kann. Wir sind alle Suchende und Lernende.“

Für die Mitglieder des Malkreises geht es um das ehrliche Bemühen um Kunst. „Ein unvollkommenes, aber ehrlich gemaltes Bild ist mehr wert als ein auf Effekten beruhendes routiniert gemaltes Werk“, glaubt der Leiter.

Teilnehmerin Margret Friedrich ist seit elf Jahren dabei. „Das ist wirklich ein sehr netter Kreis und wir haben einen Meister, von dem wir viel lernen können“, sagt sie. Nie käme er unvorbereitet in einen Kurs. Eveline Niesler ist seit neun Jahren dabei und bestätigt.„Ich bin sofort herzlich aufgenommen worden. Und hier haben die Mitglieder auch mal ein Ohr für Privates“, sagt sie. Vor drei Jahren stieß Helga Kaiser hinzu: „Man lernt hier wirklich viel dazu.“

Der Malkreis unterstützt regelmäßig die Bibelwoche und andere kirchliche Veranstaltungen, wie den Seebrückengottesdienst, wo Bilder verkauft und die Erlöse für den guten Zweck gespendet werden. Der Malkreis sieht sein Schaffen auch als kleinen kulturellen Beitrag für die Stadt Kühlungsborn.

„25 Jahre – das mögen etwa 900 Veranstaltungen gewesen sein, an denen wir teilgenommen haben“, resümiert der Kursleiter. Man habe Ateliers ansässiger Künstler und Kunstausstellungen besucht, regelmäßig eigene Ausstellungen in der Pfarrscheune gestaltet. Nach den Malstunden „werten wir die am Abend entstandenen Werke gemeinsam aus“, erzählt er und fügt eine Einladung hinzu: „Jeder, unabhängig von seinen Vorkenntnissen, ist hier willkommen.“

Info: www.gerd-sonnemann.de

Sabine Hügelland

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