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32 neue Quartiere am „Grünen Weg“

Kühlungsborn 32 neue Quartiere am „Grünen Weg“

Wohnungsnot bei Leuten aus dem Gastgewerbe ist groß / Ein Hotel-Inhaber will gegensteuern

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„Wir wollen so schnell wie möglich mit dem Bau der vier Häuser beginnen. Kleinere Wohnungen werden gesucht.Michael Riebesell Bauherr

Kühlungsborn. Im Ostseebad Kühlungsborn soll ein neuer Anlauf genommen werden, um kleinere, bezahlbare Wohnungen vor allem für Fachkräfte und Azubis aus dem Gastgewerbe zu schaffen. Die Wohnungsnot gerade unter dieser Berufsgruppe ist in Kühlungsborn längst zum heftigen Problem geworden. Viele Hotels und Restaurants suchen händeringend nach Verstärkung.

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Wohnungsnot bei Leuten aus dem Gastgewerbe ist groß / Ein Hotel-Inhaber will gegensteuern

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Sie scheitern aber immer wieder bei der Besetzung der offenen Stellen, weil die Bewerber – wenn man denn endlich welche hat – in Kühlungsborn nicht unterkommen.

Die Stadtvertretung beschloss in ihrer zurückliegenden Sitzung den Bebauungsplan Nr. 14 „Hof zur Asbeck“. Das ist das rund 1,9 Hektar große, noch völlig verwilderte Gelände zwischen Bauhof, Straße zur Asbeck und Umgehungsstraße „Grüner Weg“ – gegenüber vom kleinen Wohngebiet „Hechtsoll“. In der DDR-Zeit hatte dort eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) ihr Betriebsferienheim, unmittelbar nach der Wende dienten die Gebäude ein paar Jahre als Asylbewerberunterkunft. Seit 18 Jahren erobert dort die Natur das Areal zurück.

Vier zwei- bis dreigeschossige Häuser sollen dort entstehen – und ein kleines Lagerhaus für das Ringhotel „Strandblick“. Vorgesehen sind insgesamt 32 Wohnungen, von denen 80 Prozent kleiner als 60

Quadratmeter sein werden. Die meisten von ihnen geplant als Zwei-Zimmer-Wohnungen. „Es sind noch einige baurechtliche Formalitäten zu erledigen, bevor der Plan Rechtskraft erlangen kann. Wir gehen von einem Baubeginn im Frühjahr kommenden Jahres aus“, erklärt Bauamtsmitarbeiterin Maja Kolakowski, die Bearbeiterin des B-Plans.

Bauherr ist Michael Riebesell, Inhaber des Ringhotels „Strandblick“ in der Ostseeallee und einer der drei Geschäftsführer der Riebesell Grundstücksverwaltung GmbH in Buchholz in der Nordheide. „Das Hotel ist seit 1990 im Familienbesitz und auch das Grundstück an der Umgehungsstraße haben wir schon länger. Ursprünglich war dort geplant, Lagerkapazität für das Hotel zu schaffen. Aber wir kennen die Wohnungssituation im Ort. So entstand der aktuelle B-Plan“, erklärt Michael Riebesell.

Er will die Wohnungen selbst im Bestand behalten und vermieten. Kalkuliert etwa – „abhängig davon, wie sich die Baukosten tatsächlich darstellen werden“ – mit acht bis zehn Euro Kaltmiete für den Quadratmeter. Heißt: Für eine 55-Quadratmeter-Wohnung wären dann bei einem Mietzins von neun Euro 495 Euro Kaltmiete zu zahlen. Sicher kein Schnäppchen, aber ein interessantes Angebot auf dem überhitzten Kühlungsborner Wohnungsmarkt allemal. Ferienwohnungen und Zweitwohnsitze schließt der B-Plan aus. Aber wird der Mietzins wirklich dauerhaft in erschwinglichen Größenordnungen bleiben?

„Dabei müssen wir den Ankündigungen des Eigentümers vertrauen. Rechtliche Möglichkeiten, hier eine bestimmte Miethöhe durchzusetzen, haben wir nicht“, sagt Kämmerer Dirk Lahser, der stellvertretende Bürgermeister. Aber durch die Festsetzungen im B-Plan, dass dort kleine Wohnungen entstehen müssen, würde in diese Richtung gesteuert. „Sie werden vor allem von nicht so einkommensstarken Interessenten nachgefragt. Überzieht man dort mit dem Preis, wird es schwierig mit der Vermietung“, sagt er.

Das Gastgewerbe reagiert positiv. „Jede Wohnung, die in Kühlungsborn mit einer erschwinglichen Miete angeboten wird, mindert unser Problem. Wir brauchen noch mehr solcher Initiativen“, sagt Nico Rosenkranz, der Regionalchef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga).

Lutz Werner

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