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40 Katzen gefunden: Tierfreunde besorgt

Rerik 40 Katzen gefunden: Tierfreunde besorgt

Auf einem Bauhof in Rerik leben unkastrierte Katzen / Eine unkontrollierte Vermehrung droht

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Täglich werden die knapp 40 Katzen in Rerik gefüttert.

Quelle: Fotos: Mathias Otto

Rerik. Es ist ein Zustand, den Tierschützer nicht länger ertragen können. Nicht weit vom Reriker Strand, auf einem verlassenen Grundstück, tummeln sich derzeit rund 40 unkastrierte Katzen. Der nächstgelegene Katzenschutz-Verein kommt aus Kühlungsborn. Er kann aber keine Tiere mehr aufnehmen. Auch das Füttern der verwilderten Katzen erweist sich aufgrund der knappen Vereinskasse als schwierig. Mit einem Aufruf wenden sich die Mitglieder nun an Tierfreunde. Das Schlimmste steht noch bevor. Denn ohne rechtzeitiges Eingreifen droht eine Welpenschwemme, die von den Vereinsmitgliedern nicht mehr zu kontrollieren sei.

OZ-Bild

Auf einem Bauhof in Rerik leben unkastrierte Katzen / Eine unkontrollierte Vermehrung droht

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Das Bild gestern: Überall auf dem Gelände in der Schillerstraße, auf dem sich mehrere Häuserruinen befinden, laufen die Katzen umher. Sie wirken scheu, verstecken sich und nähern sich Menschen kaum.

„Es ist uns zwar mit größtem persönlichen Einsatz sowie der Hilfe einige Unterstützer gelungen, den Hungertod der Tiere zu verhindern, aber leider ist damit das Problem nur für kurze Zeit behoben“, sagt Vereinsmitglied Brigitte Ostrowski.

Erst kürzlich hatten die Tierfreunde von der Situation in Rerik erfahren. Vermutlich seien sie von Urlaubern noch im vergangenen Jahr gefüttert worden – anscheinend aber nur bis Saisonende. Seitdem bekommen die Tiere regelmäßig Nahrung. Aber der Verein stößt an seine Grenzen. Denn um 30 Tiere kümmert er sich auf den festen Pflegestellen. Und zusätzlich werden 250 streunende Katzen an Futterstellen versorgt. „Nur wir haben nicht mehr Geld für weitere Tiere zur Verfügung“, berichtet Brigitte Ostrowski. Damit die Katzen in Rerik nicht hungern müssen, wird jeden Tag das Futter gestreckt. „Wir können diese Mengen an Tierfutter sonst nicht aufbringen. Wichtig ist, dass jedes Tier bei diesen Temperaturen satt wird“, sagt sie. Ein Katzenfreund bereitet deshalb jeden Tag eine Mahlzeit aus Dosenfutter, gekochten Hühnerherzen sowie -flügeln und Haferflocken zu und fährt damit zur Futterstelle nach Rerik.

Damit sich frei laufende Katzen nicht unkontrolliert vermehren können, gibt es für den Deutschen Tierschutzbund nur eine Möglichkeit: Kastrationspflicht in allen Gemeinden und Städten. „2016 und 2017 werden wir jeweils mit 20 000 Euro bezuschusst. Die gleiche Summe packt der Tierschutzbund hinzu. Das reicht nicht aus, um alle Kastrationen durchführen zu können“, sagt Kerstin Lenz vom Landesverband MV des Tierschutzbundes. Das Geld für dieses Jahr sei schon im Februar aufgebraucht gewesen.

Die Katzenschützer aus Kühlungsborn sind nun bemüht, weitere finanzielle Hilfe zu bekommen. „Intensive Gespräche mit der Stadt und dem Veterinäramt zur Beteiligung an den Kastrationskosten werden gegenwärtig geführt, Finanzierungskonzepte wurden eingereicht“, erklärt Brigitte Ostrowski. Der Verein hofft nun auf Hilfe jeglicher Art aus der Bevölkerung: „Jeder noch so kleine Betrag kann bewirken, dass ein weiteres Tier keine Jungen bekommen muss. Viele Katzenwelpen sind wegen der hohen Anzahl an ausgesetzten Tieren nicht vermittelbar und somit dem Tode geweiht.“

Tierschutzbund appelliert an Privatpersonen

Kerstin Lenz vom Deutschen Tierschutzbund Landesverband MV appelliert an Privatpersonen, zugelaufene Katzen nicht dauerhaft zu füttern. Durch privat eingerichtete Futterstellen würden Tierschützer die Übersicht über frei laufende Katzen verlieren. In MV sind deshalb mehr als 1800 Futterstellen vom Tierschutzbund eingerichtet worden. „Wenn jemand das Gefühl hat, dass eine zugelaufene Katze niemand gehört, ist zuerst das Ordnungsamt zu verständigen“, sagt sie.

Der Verein Katzenschutz Kühlungsborn hofft nun auf finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung.

Spendenkonto: VR Bank Güstrow; IBAN: DE06140613080004669541; Verwendungszweck: Katzenschutz Kühlungsborn

Mathias Otto

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