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60 Jahre trösten, helfen, zuhören

Kühlungsborn 60 Jahre trösten, helfen, zuhören

Die Geschichte des Bestattungsinstituts „Schoof“ begann mit einer Strandkorbvermietung

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Familienunternehmen: Jörg (v.l.) und Angelika Schoof sowie Heidi, Dieter, Markus und Nancy Brünner führen das Bestattungsinstitut „Schoof“.

Kühlungsborn. Den letzten Weg eines Menschen würdevoll zu begleiten – das ist ihnen seit 60 Jahren allgegenwärtig: Im familiengeführten Bestattungsinstitut Schoof hat jeder seine Funktion. Und dabei wollte die Chefin des Unternehmens, Heidi Brünner, eigentlich einen ganz anderen Berufsweg gehen. Die Mutter zweier Kinder ist gelernte Frisörin. Doch als ihr Vater Heinz 1993 mit 68 Jahren starb, übernahmen Heidi Brünner und ihr Bruder Jörg die Firma.

OZ-Bild

Die Geschichte des Bestattungsinstituts „Schoof“ begann mit einer Strandkorbvermietung

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Geschichte in Zahlen

1929Ludwig Schoof gründet in Kühlungsborn eine Strandkorbvermietung.

1953Enkelin Ingrid und ihr Ehemann Heinz übernehmen die Firma.

1956ein Taxiunternehmen und ein Bestattungs- institut kommen dazu.

2016das Unternehmen feiert 60.Jubiläum.

Seit 1992 ist sie als Gesellschafterin die erste Ansprechpartnerin im Bestattungsinstitut. Der Tod erschreckt sie nicht. Denn Heidi Brünner ist groß geworden mit der Arbeit, die sich dem Ende eines Menschen widmet – und ihre Kinder sind es ebenfalls.

Die Firmengeschichte begann 1929 mit Ludwig Möller, dem Urgroßvater von Jörg Schoof. Er gründete eine Strandkorbvermietung in Kühlungsborn. Seine Enkelin Ingrid Schoof – sie verstarb 2014 – übernahm 1953 gemeinsam mit Ehemann Heinz die Geschäfte. Drei Jahre später erweiterten sie das Unternehmen um einen Taxibetrieb, später dann um ein Bestattungsunternehmen. Seit sechs Jahrzehnten steht das Unternehmen nun für seriöse, pietätvolle Begleitung im Todesfall.

„Wir danken allen Geschäftspartner, Freunden und Bekannten für das entgegengebrachte Vertrauen über die vielen Jahre“, sagt Heidi Brünner im Namen aller. Auch ihre Schwägerin Angelika, ihr Mann Dieter sowie die beiden Kinder Marcus und Nancy gehören dazu. Bei dem Familienunternehmen„Schoof“sind außerdem noch drei weitere Mitarbeiter fest angestellt.

Heidi Brünner und Angelika Schoof, die Ehefrau ihres Bruders Jörg, führen vor allem die Belange im Kühlungsborner Büro. Jörg Schoof kümmert sich nun vorrangig um die Standkorbvermietungen. Bekannt und beliebt vor allem auch für seine Strandpartys mit Lagerfeuer und maritimer Musik jeden Dienstag. Bei seiner Schwester Heidi Brünner in Kühlungsborn laufen die Fäden zusammen, denn zum Unternehmen gehören die Außenstellen Bad Doberan, Neubukow, Kröpelin und Satow dazu.

Ihr Sohn Markus Brünner ist seit 2003 in der Firma. Seine Schwester Nancy Brünner stieg 2015 ins Familienunternehmen ein. Die gelernte Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellte übernahm die Außenstelle in Doberan. „Es war mir schon immer klar, dass ich das eines Tages machen werde“, sagt die 41-Jährige.

24 Stunden am Tag ist die Familie im Dienst. Solche Arbeitszeiten können sich die meisten Berufstätigen nicht vorstellen. Im Bestattungsunternehmen ist das jedoch Alltag, und so kann es vorkommen, dass die Chefin den trauernden Hinterbliebenen im Bademantel die Tür öffnet. „Ich habe mich daran gewöhnt", sagt Heidi Brünner, die seit ihrer Kindheit im Unternehmen half. Ihr Taschengeld verdiente sie sich, indem sie Strandkörbe säuberte und Särge strich. „Ich war nie mit den Eltern im Urlaub“, bedauert sie. „Meine Eltern selbst haben so oft ihre Koffer gepackt und konnten dann doch nicht fahren." Das sei Schicksal in diesem Beruf, der keine Pause kennt. „Es gibt keinen Feierabend“, sagt die 62-Jährige. „Trotzdem mache ich meine Arbeit gern.“ Und genau das ist das Geheimrezept der Familie.

Der Tod kommt oft überraschend für die Angehörigen – sie sind meist mit der Bewältigung überfordert. Das Unternehmen Schoof übernimmt dann sämtliche Formalitäten für die Hinterbliebenen. Trost spenden, zuhören können – das ist allen in der Familie in die Wiege gelegt worden.

Sabine Hügelland

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