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Abiturientin geht für ein Jahr nach Togo

Kühlungsborn Abiturientin geht für ein Jahr nach Togo

18-jährige Kühlungsbornerin arbeitet am sozialen Brennpunkt in Afrika

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Tabea Schröder (18) will sich in Togo sozial engagieren.

Quelle: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. In ihrer Heimatstadt Kühlungsborn, in der sie aufwuchs, zur Schule ging und vor Kurzem das Abitur machte, fühlt sie sich sehr wohl. Dennoch zieht es Tabea Schröder in die Ferne.

Meine Eltern haben mich zu Weltoffenheit und Toleranz erzogen.“Tabea Schröder, 18,

Abiturientin aus Kühlungsborn

Die 18-jährige Abiturientin wird ab August für ein Jahr auf dem afrikanischen Kontinent, in Togos Haupstadt Lomé, leben und arbeiten. „Es ist schon ein Stück Fernweh in mir und ein bisschen Abenteuerlust ist wohl auch dabei“, sagt die Kühlungsbornerin über ihren bervorstehenden Auslandseinsatz in Afrika.

Vor allem aber ist es ihr großer Wunsch, aktiv Menschen zu helfen, die gesellschaftlich benachteiligt sind. In Lomé wird die Kühlungsbornerin im „Centre Kekeli“ arbeiten. In der Einrichtung werden misshandelte und missbrauchte Kinder für begrenzte Zeit betreut und danach in Pflegefamilien oder an Heime weiter vermittelt oder sie kehren in ihre Familien zurück.

Der Wunsch, für ein Jahr an einem sozialen Brennpunkt in einem Entwicklungsland tätig zu sein, reifte bei Tabea Schröder, als sie vor zwei Jahren im Rahmen des deutsch-französischen Jugendaustauschprogramms „Brigitte sauzay“ als Austauschschülerin ein Vierteljahr in Frankreich weilte.

Tabea begann zu recherchieren, welche Organisationen Auslandseinsätze in Afrika organisieren. Von einem Bekannten wurde sie dann auf den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „Weltwärts“

aufmerksam gemacht, der auch zu jenen Organisationen gehört, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) empfohlen werden und mit dem BMZ kooperieren. Bei „Weltwärts“ und bei einer kirchennahen Organisation bewarb sich die engagierte Christin für den Freiwilligendienst in einem afrikanischen Land. „Togo hatte ich zuerst gar nicht in Erwägung gezogen.

Meine guten Französischkenntnisse, die für mich dort sicher von Vorteil sind, sollten nicht den Ausschlag geben. Ich wäre auch gern nach Südafrika gegangen. Dort hätte ich mich mit Englisch auch gut verständigen können“, berichtet Tabea Schröder. Aber im Bewerbungsgespräch bei „Weltwärts“ wurde ihr erklärt, dass Togo genau das richtige Land für sie sei. In ihrem persönlichen Umfeld erfuhr die 18-Jährige überwiegend Anerkennung für ihr Vorhaben. Unterstützt wurde sie dabei vor allem von ihrer Familie. Ihre Eltern werden sich an die neue Situation ab August erst einmal gewöhnen müssen. Denn auch Tabeas Zwillingbruder Benedikt geht für ein Jahr ins Ausland – nach Neuseeland.

„Meine Eltern haben mich zu Weltoffenheit und Toleranz erzogen. Dafür bin ich ihnen dankbar“, sagt Tabea. Für die Kosten ihres Auslandsjahres muss sie selbst nicht aufkommen. Das Bundesministerium, die Organisation und 22 Sponsoren eines Förderkreises sorgen für die Deckung der Kosten von 11000 Euro.

Den Kontakt zur Heimat will die Kühlungsbornerin via Internet pflegen. Mit ihren Eltern will sie regelmäßig per Skype konferieren und über ihre Erlebnisse und den Alltag in Togo wird sie regelmäßig in ihrem Blog berichten.

• Internet: tabea-in-togo.blogspot.de

Rolf Barkhorn

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