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Alte Strandversorgung wird Piratennest

Rerik Alte Strandversorgung wird Piratennest

Michael Borgwardt erweitert mit Hamburgern und Cocktails das Speiseangebot am Reriker Haffplatz

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Michael Borgwardt (l.) und Sohn Lars-Erik (r.) starten mit Mitarbeiterin Lisa Frank in ihrem „Piratennest“ neu durch.

Quelle: Fotos: Sabine Hügelland

Rerik. Schon am frühen Vormittag schlendern Urlauber über den Haffplatz und die Seebrücke. Verschiedene Restaurants locken mit ihren Spezialitäten. Nun auch das „Piratennest“ direkt hinter dem Strand, gegenüber des Platzes. Die Strandversorgung stand leer und wurde ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt Michael Borgwardt, der mit seiner Frau und dem Sohn als Firma Sabosa OHG bereits das „Captain Flint“ am Haffplatz führt. Sie bieten ab heute Eis-Spezialitäten, vegetarische Hamburger mit frischen Salaten und Piraten-Cocktails wie Monster Slush, eine Art Wassereis mit Früchten, an. Den Urlauber gefällt die Auswahl an Speisen, die sie am Haffplatz vorfinden.

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Michael Borgwardt erweitert mit Hamburgern und Cocktails das Speiseangebot am Reriker Haffplatz

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Michael Borgwardt, einer von drei Gesellschaftern, sagt mit einem Schmunzeln: „Wir sind eine Hamburger-Factory, stellen sie selbst her und haben italienisches Eis gekapert.“ Sohn Lars-Erik Borgwardt ist zuständig für Eis und Burger. Lisa Frank hilft die Saison über mit aus: „Ich freue mich“, sagt die 18-Jährige, die bald ein Psychologiestudium aufnehmen wird und deren Mutter im Restaurant von Borgwardt als Küchenchefin tätig ist.

Reriks Kurdirektorin Stefanie Quaas ist zufrieden: „Wir freuen uns, dass die Strandversorgung nun nicht mehr leer steht und ein zusätzliches Angebot für die Gäste bietet. Die Strandurlauber wünschen sich kurze Wege für Sacks.“ Die meisten Urlauber fühlen sich im Ostseebad kulinarisch gut aufgehoben und versorgt. Das neue Angebot wirkt ergänzend: „Uns gefällt das Speiseangebot in Rerik.

Kühlungsborn war uns viel zu turbulent. Hier kommt man zur Ruhe, auch beim Essen“, sagt die junge Mutter aus Sachsen, Sindy Bebniarz.

Für Dirk Lorenz aus Nordrhein- Westfalen und seiner Frau steht nach einer Radtour fest: „Der Haffplatz ist optisch sehr ansprechend. Wir kommen schon das zweite Mal mit dem Rad aus Kühlungsborn ans Haff. Es lohnt sich auf jeden Fall hier Rast zu machen.“ Der Brandenburger Karsten Jeske bevorzugt Fisch: „Den erhält man hier in vielen Varianten und die Bedienung ist auch sehr gut.“ Seine Frau wünscht sich noch mehr Fischbrötchenstände. Der Haffplatz gefällt ihr: „Es sitzt sich hier sehr angenehm.“

Neben dem „Captain Flint“ und dem Eiscafé „Montalbano“, bieten auch das „Eisparadies“, „Käptn's Klönstuv“, die „Haffterrassen“, „Bi'n Luchtmaker“, „Fischstuv an Haff“, „Sailor’s“ und das Speiserestaurant „Thielke“ ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot an. 2009 eröffnete das Restaurant „Captain Flint“ am Haffplatz, jenes von Michael und Cornelia Borgwardt sowie Sohn Eric Sarich. Aus drei Restaurants machten sie eines.

Michael und Cornelia Borgwardt sind seit 25 Jahren ein Paar, geheiratet wurde aber erst jetzt: am 31. Mai. Die Familie ist mit den Wassern der Seefahrt wie der Gastronomie gewaschen: Der Urgroßvater von Michael Borgwardt arbeitete als Lotsenkommandant in Warnemünde. Michael Borgwardt selbst fuhr selbst im Dienst der Seevermessungstechnik zur See, der Sohn verdiente sich an Bord einer Skandinavienfähre als Barkeeper sein Geld. So lag es nahe auch in der Gastronomie maritim zu bleiben und die Dekoration danach auszurichten.

Auch im „Piratennest“ wird am Haus Flagge gezeigt und das Wassereis zünftig mit Piratendekoration versehen. Mit ein bißchen Glück erzählt der redegewandte Michael Borgwardt Gästen auch schon mal aus seinem gastronomischen Leben, das nach der Wende mit dem ersten Steakhaus in ganz Ostdeutschland in Warnemünde begann.

Eine Zeitlang lebte er mit der Familie im spanischen Marbella, dem Ort der Reichen und Schönen: „Wir sind reich hingefahren und schön zurück gekommen“, so Borgwardt, der gern einen kessen Spruch parat hat. Aber neun Jahre Sonne waren genug, befanden sie dann doch: „Rerik, das hatte auch damals schon was. Das besondere Flair, so ganz anders als Kühlungsborn und Warnemünde. Viel ursprünglicher“, war der Grund für den heute 60-Jährigen und seine Familie sich im Ostseebad niederzulassen und neu durchzustarten. Mit Erfolg.

Sabine Hügelland

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