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Asiaten schwärmen vom Ostseeflair

Kühlungsborn Asiaten schwärmen vom Ostseeflair

Flache Landschaften, tiefblaues Meer und große Bäume: Fragt man Chinesen, was ihnen an Kühlungsborn so gefällt, ist es vor allem der Kontrast zu den Millionenmetropolen Chinas.

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Zhang Yu nimmt am Künstleraustausch teil und genießt die mecklenburgische Landschaft.

Quelle: Katarina Sass

Kühlungsborn. Flache Landschaften, tiefblaues Meer und große Bäume: Fragt man Chinesen, was ihnen an Kühlungsborn so gefällt, ist es vor allem der Kontrast zu den Millionenmetropolen Chinas. Zurzeit ist eine Gruppe von chinesischen Künstlern für vier Wochen zu Gast in Kühlungsborn. Eingeladen hat sie der Kulturverein „Mecklenburg inspiriert“ — eine Initiative engagierter Hoteliers unter Albrecht Kurbjuhn.

OZ-Bild

Flache Landschaften, tiefblaues Meer und große Bäume: Fragt man Chinesen, was ihnen an Kühlungsborn so gefällt, ist es vor allem der Kontrast zu den Millionenmetropolen Chinas.

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Pan Song aus Peking lebt in einer Ferienwohnung auf dem Gelände des Hotels „Polar-Stern“. Von hier aus kann sich der Künstler zu Fuß an den Strand machen, frische Seeluft einatmen und Gedichte schreiben. Zwei hat er bereits verfasst. Sie sind eine Hommage an das Seebad. „Ich komme aus Peking“, lässt Pan Song von Shan Hong übersetzen. „Hier ist es sehr ruhig, das Leben ist sehr angenehm.“

Ihm sowie den anderen Mitreisenden gefällt vor allem die Landschaft in und um Kühlungsborn. Besonders angetan ist er von der Ostsee — „Das Wasser ist typisch blau“ — und von den großen kräftigen Bäumen. Die seien ein Symbol dafür, dass Deutschland eine „gute“ Kultur habe. In China, sagt Shan Hong, gebe es entlang der Straßen nur kleine und sehr dünne Bäume. Auch die Vororte und Dörfer unterscheiden sich komplett. „Hier sind die Dörfer nicht schmutzig und kaputt.“ Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Chinesen in dem Seebad ein kleines idyllisches Einod gefunden haben, in dem sie zur Ruhe kommen und ihren Künsten nachgehen können.

Zhang Yu hat deshalb seine Staffelei gleich an den Fußweg in der Ostseeallee aufgestellt und schwingt den Pinsel. Er hat sich von den typischen Einfamilienhäusern inspirieren lassen. Für Albrecht Kurbjuhn, der im Bund mit anderen Hoteliers mit der Marke German Riviera für die mecklenburgische Küste im Ausland wirbt, sind die Gäste aus China ein Gewinn, denn sie bringen interantionales Flair mit. Hinzu kommt: „Wir laden sie ein und sie machen für uns wunderbare Werbung in ihrer Heimat“, sagt der Hotelchef und zeigt Exemplare von Büchern, die in China publiziert werden und mit Motiven aus Kühlungsborn illustriert sind. Das könne kein Werbeprospekt aufwerten. Einen Mehrwert sieht er außerdem für die Attraktivität des Ortsbildes. „Die Urlauber bleiben stehen, wenn sie die Künstler sehen und staunen. Sie können mit ihnen ins Gespräch und mit einer anderen Kultur in Kontakt kommen.“ Für die Hotelgäste seien die Besucher eine Bereicherung für den eigenen Urlaub. Das spreche sich rum.

Ziel der Initiatoren ist es, mehr Urlauber in den Ort zu locken und damit die Saison zu verlängern. Aufs Jahr gerechnet betrage die Auslastung der Hotels in Kühlungsborn 65 Prozent, sagt Kurbjuhn.

Das sei ein Spitzenwert. Aber eben nicht genug.

Seit 2014 reisen zwei Mal jährlich Künstler aus Qingdao nach Kühlungsborn und umgekehrt. Die Warteliste bei der Partnerorganisation „Zentrum für deutsch-chinesischen Kulturaustausch“ ist lang, weiß

er. Inzwischen hat sich bis in die Staatskanzlei in Schwerin herumgesprochen, mit welcher Begeisterung die Chinesen herkommen. Am Dienstag war Kurbjuhn mit den sieben Chinesen bei Ministerpräsident Erwin Sellering zu Besuch. Das Landesoberhaupt habe Interesse an den Künstlern gezeigt, Fotos mit ihm wurden gemacht.

In drei Wochen präsentieren die chinesischen Gäste in einer Ausstellung die Ergebnisse ihres vierwöchigen Aufenthaltes im Seebad. Der Titel: „Mecklenburg mit chinesischen Augen“.

Von Katarina Sass

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