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Ausschuss debattiert über vierte Kita

Kühlungsborn Ausschuss debattiert über vierte Kita

Private Betreiberin stellt Konzept vor / Stadtvertreter fordern Ausdehnung der Öffnungszeiten

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Die letzte Kita, die von der Stadt neu gebaut wurde, ist die „Arche Noah“ in Kühlungsborn Ost. Archiv-

Quelle: Lutz Werner

Kühlungsborn. Braucht das Ostseebad dringend eine weitere Kindertagesstätte, auch um den Bedarf nach erweiterten Öffnungszeiten bis hin zur Kinderbetreuung an Samstagen besser abdecken zu können? Diese Frage beschäftigte die Mitglieder des Sozialausschusses der Kühlungsborner Stadtvertretung in dessen vergangener Sitzung.

Ein dringen- der Bedarf für den Bau einer weiteren Kita besteht aktuell nicht.“Dirk Lahser, amtierender

Bürgermeister

Kühlungsborn

Am Ende einigten sich die Mitglieder darauf, keine Beschlussempfehlung an die Stadtvertretung zu verfassen. „Ein dringender Bedarf für eine weitere Einrichtung besteht aktuell nicht“, fasste der amtierende Bürgermeister, Dirk Lahser, zusammen. Mit den Leitern und Trägern der drei bestehenden Kindertagesstätten sollen aber Gespräche geführt werden, um das Angebot auch hinsichtlich flexibler Öffnungszeiten zu verbessern.

Schon seit längerem wird immer wieder mal aus den Reihen der Stadtvertreter der mögliche Neubau einer vierten Kita im neuen Wohngebiet am Grünen Weg ins Gespräch gebracht.

Als potenzielle private Betreiberin der neuen Einrichtung stellte sich im Ausschuss Martina Ballhausen vor. Sie betreibt bereits zwei Einrichtungen, eine für 75 Kinder in Sanitz, in denen zehn Erzieherinnen beschäftigt sind und eine in Selpin für 23 Kinder, die von vier Erwachsenen betreut werden.

In Kühlungsborn würden sie und ihr Ehemann als private Investoren gern eine Einrichtung für 46 Kinder bauen, auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern, die für diesen Zweck von den Stadtvertretern freigehalten wurde.

Mit der Vorstellung ihres Konzeptes einer Kindertagesstätte mit „religiös-pädagogischem Ansatz“in Form einer Bildpräsentation beeindruckte Martina Ballhausen offensichtlich die Ausschussmitglieder.

So wird in ihren Einrichtungen das Kitajahr der Kinder inhaltlich nach dem Kirchenkalender gestaltet. Morgens begrüßen sich Kinder und Erzieher in der Gruppe mit einem „Morgenkreis“. Viele Ausflüge mit den Kindern in die Natur würden unternommen und die Zusammenarbeit mit den Eltern werde bei ihrem Konzept groß geschrieben, erklärte Ballhausen. Das Angebot richte sich nicht nur an Kinder aus religiösen Familien. Der christlich-humanistische Grundgedanke und die Vermittlung der biblischen Geschichte schade letztlich auch nichtreligiösen Kindern nicht, weiß Martina Ballhausen aus dem Alltag ihrer Kitas.

Die Investorin zeigte sich auch offen für Betreuungszeiten am Sonnabend, was von den bestehenden drei Kitas im Ostseebad bisher immer als nicht umsetzbar ausgeschlossen wurde. Der Kostenanteil, den die Eltern für die Betreuung ihres Kindes in der privaten Einrichtung zu tragen hätten, würde denen anderer Einrichtungen gleichkommen, stellte Ballhausen klar.

„Ihr Konzept war sehr überzeugend. Ich glaube, dass Frau Ballhausen mit ganzer Person dahintersteht“, meinte Jennifer Lohse.

Und so wurde das Konzept der privaten Betreiberin auch nicht in Frage gestellt. Die Ausschussmitglieder bezweifelten in der anschließenden Diskussion aber die Dringlichkeit, weitere Kita-Plätze im Ostseebad durch einen Neubau zu schaffen. Dirk Lahser meinte, dass durch den Neubau einer vierten Einrichtung später vielleicht ein Auslastungsproblem in allen Kitas entstehen und damit die Wirtschaftlichkeit in Gefahr geraten könnte. Ändern würde sich der Bedarf auch schlagartig, wenn die Gemeinde Wittenbeck eine eigene Kita bauen würde. Auch wurde herausgestellt, dass es zunächst wichtiger sei, die Kapazität des einzigen Hortes in Kühlungsborn West dem gestiegenen Bedarf anzupassen.

Rolf Barkhorn

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