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Azubis übernehmen die „Fetzenbude“

Kühlungsborn Azubis übernehmen die „Fetzenbude“

In der „„Fetzenbude““ am Upstalsboom-Hotel in Kühlungsborn gibt es keine Klamotten zu kaufen, sondern Pulled-Pork-Burger: ein Fast-Food-Trend, der aus den USA herüberschwappte. Das Besondere an dem Pavillon: Ausschließlich Azubis „schmeißen“ hier den Laden - und sie haben viel Spaß dabei.

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Alle Auszubildenden des Upstalsboom Kühlungsborn arbeiten abwechselnd auch im Pavillon.

Quelle: Fotos: Upstalsboom Kühlungsborn (1), Sabine Hügelland (2)

Kühlungsborn. Er ist anders, er ist frisch, frech und jung: Dies verspricht das Hotel Upstalsboom und meint den neu eröffneten Pavillon „Fetzenbude“.

OZ-Bild

In der „„Fetzenbude““ am Upstalsboom-Hotel in Kühlungsborn gibt es keine Klamotten zu kaufen, sondern Pulled-Pork-Burger: ein Fast-Food-Trend, der aus den USA herüberschwappte. Das Besondere an dem Pavillon: Ausschließlich Azubis „schmeißen“ hier den Laden - und sie haben viel Spaß dabei.

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Routiniert versieht Simon Meurer dort seine Arbeit täglich von 12.30 bis 20 Uhr. Fast so, als sei er schon viele Jahre dabei und bereitet den edlen Pulled-Pork-Burger zu. Doch er ist Lehrling im ersten Lehrjahr und die Arbeit im Pavillon der Upstalsboom Hotelresidenz Kühlungsborn gehört zu den neuen Aufgaben der 18 Auszubildenden im Hotel.

„Jeder absolviert eine komplette Woche und wird von einem unserer Mitarbeiter, Team- oder Abteilungsleiter unterstützt. Wir wollen das Angebot erst einmal bis Ende September anbieten“, sagte die Leiterin des Marketing Kira Schriewer. „Wir schenken unseren Azubis das Vertrauen, den Pavillon eigenständig zu führen.“ Jeder Azubi trägt die volle Verantwortung. Für die jungen Leute gilt es, den gleichen Aufgabenbereich wie ein ausgebildeter Angestellter zu absolvieren, und dazu gehören auch die Bestellungen für die erforderlichen Lebensmittel.

„Sie sind alle bei der Sache, werden gefordert und haben Spaß dabei“, so Kira Schriewer. Simon Meurer wird noch zwei weitere Jahre brauchen, bis er seine Berufsausbildung zum Koch abgeschlossen hat.

„Ich finde das ganz entspannt hier“, so der 21-Jährige aus Neubrandenburg. Für das Hotel als Ausbildungsplatz entschied er sich, weil „es das Coolste war“. Im Team fühlt er sich sehr wohl und es findet auch ein Austausch über die Arbeit in der „Fetzenbude“ mit den anderen Azubis statt. „Jeder kommt damit klar, glaube ich“, sagt Meurer, der auch die Musik bestimmen darf, die dort gespielt wird.

Sogar ein älterer Herr hätte sich über die aktuellen Musik-Beats positiv geäußert. „Die Atmosphäre hier ist entspannt und locker“, sagte der Azubi. „Ich weiß das schon zu schätzen“, setzt Simon Meurer nach, denn nicht nur bei der Arbeit im Pavillon, sondern auch bei Veranstaltungen wie „Benefiz for Kidz“ sind die Azubis gefordert und dort seit Jahren für das Catering allein verantwortlich.

Das Hotel setzt auf Vertrauen und das zahlt sich aus, indem die Azubis durch die Wertschätzung mehr Freude an ihrer Arbeit empfinden. „Wir verkaufen den neuesten Trend, etwa verschiedene Pulled-Pork-Burger und andere Snacks“, sagt Küchenchef Frank Haarde. Pulled Pork ist mariniertes Fleisch, das zwölf Stunden im Ofen garte und dann sanft in Fetzen fällt. „Und dadurch sehr zart wird“, lockt der Küchenchef, dessen Idee das Projekt war: „Wir hatten den Pavillon eine Zeit verpachtet, und mit dem Auslaufen des Vertrages kam nun die Überlegung, was daraus werden könnte“, so Haarde.

„Wir wollten etwas ganz Neues schaffen, das so anders ist, frisch und locker“, sagte er. „Hier haben die Azubis ihr eigenes Ding und sind auch dafür verantwortlich – bis zu den Finanzen. Sie können frei agieren.“

Der Pavillon ist in nur einem Monat zum Magneten geworden. „Es kommen Mitarbeiter von Büros aus der Umgebung und natürlich Touristen“, konnte Kira Schriewer sehen. Wie auch Paul Prang, der mit seiner Frau Süßkartoffel-Pommes aß. „Das ist ja interessant, dass den Azubis so viel Verantwortung übertragen wird“, staunte der Urlauber.

Für Kira Schriewer war die Eröffnung des Pavillons die vorläufig letzte große Aktion im Hotel. Sie geht in die Babypause. In dieser Zeit wird sie von Lena Troch vertreten. Die 24-Jährige hatte sich gegen viele Mitbewerber durchgesetzt: „Sie musste ins Team passen. Wir legen großen Wert darauf, das natürlich neben der entsprechenden fachlichen Qualifikationen auch der menschliche Part passt“, sagte Kira Schriewer, die nun ihr zweites Kind erwartet.

Angebot bis September

18 Auszubildende arbeiten im Hotel Upstalsboom Hotelresidenz & Spa Kühlungsborn. Jeder absolviert eine komplette Woche und wird von einem Mitarbeiter, Team- oder Abteilungsleiter unterstützt. Das Angebot soll erst einmal bis Ende September angeboten werden. Auch bei Veranstaltungen wie „Benefiz for Kidz“ sind die Azubis gefordert und dort seit Jahren für das Catering allein verantwortlich.

Die „Fetzenbude“ hat täglich von 12.30 bis 20 Uhr geöffnet.

Sabine Hügelland

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